August 2018

Upper Antelope Canyon

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Upper Antelope Canyon, Page, Arizona, USA


Slot Canyons sind enge und tiefe Schluchten und Felsspalten von manchmal nur wenigen Metern Breite und sind vor allem aus dem amerikanischen Südwesten bekannt. Oftmals 30 und 40 Meter tief und über hunderte Meter lang, sind sie ein touristischer Anziehungspunkt für viele Besucher und so kommen diese aus allen Ländern dieser Erde in Scharen, um diese Highlights zu sehen. Die wohl bekanntesten unter den Slot-Canyons sind mit Sicherheit die Antelope Canyons bei Page in Arizona, Canyons, die um die Mittagszeit in allen erdenklichen Rot- und Gelbtönen erstrahlen.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Upper Antelope Canyon, Page, Arizona, USA


Wer die chinesischen Großstädte Beijing oder Shanghai mit ihren Menschenmassen und Gedränge kennt, diese Art des Lebens liebt, der fühlt sich auch hier wohl, denn im Antelope Canyon hat man das Gefühl den Canyon mit der Hälfte der Bewohner Asiens zu teilen. So arg ist das Gedränge in der Enge um die besten Fotomotive, so groß und schnell laufen die Gruppen durch den Canyon und so undiszipliniert verhalten sich viele der Touristen, die vergessen hier nur Gast der Natur und der Navajo Indianer zu sein. Diese Entwicklung zum Massentourismus hat auch hier in den letzten Jahren Einzug gehalten. Zeiten in denen man den Antelope Canyon noch in Ruhe besuchen konnte sind heute längst vorbei.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Upper Antelope Canyon, Page, Arizona, USA


Da die Slot-Canyons nach oben hin oftmals sehr eng sind, kommt auch wenig Tageslicht bis zum Grund des Canyons. Um professionelle Aufnahmen zu machen, ist dies unter diesen Umständen und wie in der Landschaftsfotografie meist praktiziert nur mit einem Stativ möglich – zu lange wären die notwendigen Belichtungszeiten, möchte man nicht die Sensorempfindlichkeit nach oben drehen und dadurch Verluste in der Bildqualität vorprogrammieren. Im „Upper“ Antelope Canyon ist dieses Fotografieren mit einem 3-Bein-Stativ heute noch möglich, im „Lower“ Canyon nur mehr mit einem Einbein-Stativ, was Qualitätseinbußen mit sich bringt. Wer weiss, wie die Zukunft aussehen wird?

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Upper Antelope Canyon, Page, Arizona, USA


Nimmt man an einer der geführten Foto-Touren durch den „Upper“ Canyon teil, dann werden die Teilnehmer gebeten nur ein einziges Objektiv zu verwenden und Fotorucksäcke zu Hause zu lassen. Zu Beginn nicht ganz verstanden, ist es uns heute klar, welcher Zweck damit verfolgt werden soll. Leider wird der tiefere Sinn dahinter nicht kommuniziert. Natürlich kann man ein paar Objektive mitnehmen, sie in einen kleinen Fotorucksack packen, der beim Bewegen durch den Canyon nicht stört, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Da jedoch die indianischen Führer im Canyon laufend Sand mit Schaufeln in die Höhe werfen, um die weltbekannten „sun beams“ des Antelope Canyons zu erzeugen, schwebt dermaßen viel Sand in der Luft, dass dieser schwebende Sand für den Sensor der Kamera während eines Objektiv-Wechsels nicht zuträglich ist. Das bedeutet, dass man was die Brennweite anbelangt, im Canyon einen Kompromiss eingehen muss. Ich habe alle Aufnahmen mit einem 24-105 mm Zoom-Objektiv durchgeführt und wer trotzdem Objektiv wechseln möchte oder muss, der sollte dies einfach rasch und unter vielleicht einem Tuch tun, damit „kein“ Sand oder Staub auf den Sensor gelangt. Abschließend sei noch ein Wort bezüglich des Stativ-Kopfes gesagt. Wer einen 3-Wege-Neiger auf seinem Stativ verwendet, dem sei empfohlen diesen 3-Wege-Neiger für das Fotografieren im Canyon durch einen Kugelkopf zu ersetzen. Zu oft muss die Kamera steil nach oben gerichtet werden, was mit einem 3-Wege-Neiger auf Grund seines eingeschränkten Einsatzwinkels nicht möglich ist. Obwohl hier Vieles als erschwerend erscheinen mag, das Erlebnis, die Farben, die Einmaligkeit, die “sun beams” entschädigen für alles, auch wenn man nur ein Objektiv verwendet.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Über dem Lake Powell

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Blick über den Lake Powell, Alstrom Point, Utah, USA


An der Grenze zwischen den beiden Bundestaaten Utah und Arizona liegt der Ferien- und Badeort Page. Bedingt durch den 1948 errichteten „Glen Canyon Damm“ entstand die heutige Ferienstadt an den Ufern des aufgestauten Colorado, wobei nicht nur das eigentliche Flussbett des Colorado Rivers gestaut wurde, sondern das Wasser flutete auch alle in den Colorado mündenden Seiten-Canyons und Täler. Dadurch entstand eine bizarre Wasser- und Fjord-Landschaft ähnlich der in Norwegen, jedoch hier in einer Wüstenumgebung und trägt den Namen Lake Powell. Wer diese Landschaft von einem erhöhten Punkt aus betrachten möchte, der sollte zum Alstrom Point fahren.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Blick über den Lake Powell, Grenzland zwischen Utah und Arizona, USA


Die Fahrt zum Alstrom Point vom Highway 89 aus dauert an die 2 Stunden und führt über anfänglich gute Pisten, zum Schluss jedoch über steiniges und sehr raues Gelände. Die meisten Touristen, die sich zu diesen Aussichtspunkt wagen, sind jedoch für das Schlußgelände mit unzureichenden fahrbaren Untersätzen unterwegs. Die gemieteten SUVs und Allrad PKWs, auch wenn sie eine Höhenverstellung haben, radieren oftmals mit den Bodenplatten dahin und auch die für das Asphalt-Cruising aufgezogenen Pneus warten nur auf die „Plattfüße“. Und ein „die-letzten-Meilen-Gehen“ kommt für die Großstadt-Cowboys auch nicht in Frage – zu nahe scheint das Ziel. Wer es trotzdem schafft, der wird mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt und das meist in fast absoluter Einsamkeit, ohne aggressiv drängelnde Asiaten, wie am Colorado Overlook oder in den Antelope Canyons.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Blick über den Lake Powell, Grenzland zwischen Utah und Arizona, USA


Für Film-Liebhaber, vor allem die, die „Planet der Affen“ gesehen haben, die sollten wissen, dass sie am Alstrom Point eigentlich nicht den „Lake Powell“ vor sich haben, sondern den „Dead Lake“ und wer genau schaut, der kann vielleicht mit noch etwas Fantasie die Spitze des Raumschiffes im See erkennen und mit noch etwas mehr Fantasie die 3 Astronauten sehen, die durch die öde Landschaft der Smokey Mountains streifen.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: blühender Kaktus, Smokey Mountain Road, Utah, USA


Die Fahrt zum Alstrom Point beginnt am Highway 89, der Page in Arizona mit Kanab in Utah verbindet. Gleich hinter den letzten Häusern von Big Water geht es gleich durch eine Furt, die den Paria River quert. Nach regenreicheren Jahreszeiten erwartet dort den Besucher eine eventuell schlammige Durchquerung des Flusses bevor es dann die Smokey Mountain Road entlang geht, die im Frühjahr durch eine Landschaft mit blühenden Kakteen führt.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Monument Valley

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Touristenstrom am Highway 163, Monument Valley, Utah, USA


Das Monument Valley zählt zu den bekanntesten Landschaften des amerikanischen Südwestens, ist es doch mit seinen Tafelbergen, die aus einer weiten Ebene in den Himmel ragen, mannigfach Kulisse vieler Filme gewesen. Angefangen von Sergio Leone’s „Spiel mir das Lied vom Tode“, über diverse Filme mit John Wayne, bis hin zu Filmen wie Easy Rider habe sie alle diese einzigartige Gegend weltweit bekannt gemacht. An der Grenze zwischen Utah und Arizona gelegen, ist das Monument Valley heute im Besitz der Navajo Indianer. Dem war aber nicht immer so. Nachdem man die Navajos und die benachbarten Apachen im frühen 19.Jahrhundert begonnen hatte aus dieser Gegend zu vertreiben und ihnen Gebiete am Rio Pecos als Reservate zu zuwiesen, gab es jahrzehntelange blutige Kämpfe bei denen viele Indianer starben. Erst als Folge des berühmten “langen Marsches“, an dem sich 8000 Navajos beteiligten und ein viertel von ihnen abgeschlachtet wurde, erhielten die Navajos 1868 ihr ursprüngliches Stammesgebiet als „Reservat“ zurück.

 
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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Der staubige “Scenic Drive”, Monument Valley, Utah, USA


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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Im Gespräch, Monument Valley, Utah, USA


Heute führt eine fast 30 Kilometer lange Rundstrecke durch das Monument Valley und tausende Touristen habe so die Möglichkeit auf einer staubigen und holprigen Piste das Monument Valley vom Auto aus zu erkunden. Manche verwechseln dabei diese naturbelassene Straße mit einem asphaltierten Highway und brausen mit ihren tiefergelegten Boliden über Felsen und andere Unebenheiten. Aufgeplatzte Ölwannen und Reifenschäden sind dann die Folge. Da haben es die Besitzer von Elektro-Autos schon besser, denn die haben keine Ölwannen. Ihnen geht nur der Strom durch die voll aufgedrehte Klimaanlage aus und bleiben damit ohne Saft liegen, wo sie dann warten, bis man sie abschleppt, denn Tesla-Ladestationen gibt es im Land der Tafelberge nicht. Die Navajos wissen jedenfalls viel davon zu erzählen.

 
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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Felswände und tiefer Sand und der “Totempfahl”, Monument Valley, Utah, USA


Wer das Land abseits des 30 Kilometer langen „Scenic Drives“ erkunden möchte, der kann dies natürlich tun, benötigt jedoch ein Permit von den Navajos und einen indianischen Führer, denn das in Europa gerne praktizierte „ich kann alles und bin der Größte“ und „die sollen sich nicht wichtig machen“ wird hier nicht geduldet. Zu groß, zu unwirtlich, zu wild und zu abgelegen ist die Gegend, denn wer hier mit seinem für das Gelände untauglichen PKW und ohne Tiefsand-Fahrkenntnisse stecken bleibt, der hat ein massives Problem. Der muss damit rechnen mehrere Tage zu warten bis ihn Jemand überhaupt findet. Denn Smartphones haben keinen Empfang, die meisten Tagestouristen sind Großstadt-Cowboys ohne Outdoor-Erfahrung, es hat tagsüber unter Umständen Temperaturen um die 40 Grad und die mitgeführten Trinkwasser-Mengen reichen gerade für das „Wasser-Nuckeln“ im heimischen Strandbad. Diese Art der Selbstüberschätzung kann in dieser Gegend tödlich enden.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Mystery Valley

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: kurz vor Sonnenuntergang im Mystery Valley, Navajo-Land, Arizona, USA


Wer auf dem Highway 163 von der Kleinstadt Kayenta in Arizona Richtung Norden fährt, erreicht nach 20 Meilen Fahrt die Grenze zu Utah und damit auch die einmalige und weltbekannte Felskulisse des Monument Valley. Nur wenige Meilen davor liegt östlich des Highways ein Gebiet, das touristisch kaum erschlossen ist – das Mystery Valley. Ebenso wie das bekannte Monument Valley im Eigentum der Navajo Indianer, darf es ausschließlich in Begleitung eines Navajo Indianers besucht werden.

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: die Landschaft des Mystery Valley, Navajo-Land, Arizona, USA

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: wilde Mustangs leben im Mystery Valley, Navajo-Land, Arizona, USA


 
Indianer waren früher für ihre Reitkünste bekannt, wenn sie ohne Sättel im vollem Galopp zielsicher mit Pfeil und Bogen trafen. Seitdem sie jedoch das Pferd gegen den Pick-up Truck und das Geländeauto getauscht haben, sind sie auch zu Meistern im Fahren mit geländetauglichen Fahrzeugen im Tiefsand und über steile Felsen geworden. So auch unser indianischer Führer und ebenfalls Fotograf, mit dem wir gemeinsam das Mystery Valley besuchten. Lange Tiefsandpassagen wechselten mit steilen Felsplatten, bei denen man das Gefühl hatte, dass unser Jeep Wrangler umzufallen drohte – so ging es zu verschiedenen fotografischen Motivpunkten.

 
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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Ruinen Anasazi-Indianer, Mystery Valley, Navajo-Land, Arizona, USA

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Felsen im Licht der untergehenden Sonne, Mystery Valley, Navajo-Land, Arizona, USA


Ist der Besucherandrang im Monument Valley auf einem „Maximum“, so liegt Einsamkeit über dem Mystery Valley, obwohl dieses fast auf Sichtweite zum benachbarten Monument Valley liegt. Weite Ebenen mit steilen in der Nachmittagssonne leuchtenden Felsformationen, Felsentore aller Art und eine Reihe von Ruinen aus der Zeit der Besiedelung durch die Anasazi Indianer sind die Landschaft prägenden Highlights.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Nächtliches Monument Valley

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Milchstraße über dem Monument Valley, Navajo-Land, Grenzland zwischen Arizona und Utah, USA


Es ist um Mitternacht herum, als wir mit unserem indianischen Führer und ebenfalls Fotografen entlang der Grenze zwischen Utah und Arizona durch die stockdunkle Nacht fahren. Wir als Europäer wären hier ohne GPS-Unterstützung vollkommen verloren, so wenig lässt sich rundherum erkennen, so schnell würden wir in eine komplett falsche Richtung fahren. Als wir dann eine weite Ebene erreichen, können wir vor uns am Horizont die Silhouette verschiedener Felstürme erkennen. Wir bleiben stehen, bringen uns in Position, denn am südöstlichen Horizont ist bereits die Milchstraße über den Felstürmen rund um den „Totempfahl“ zu erkennen – ein einmaliges Schauspiel – eine einzigartige Gegend, tief im Land der Navajo-Indianer.

 
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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Sternenhimmel über dem “ear of the wind”, Monument Valley, Navajo-Land, südöstliches Utah, USA


An dieser Stelle eine kleine heitere Geschichte, die sich während der Vorbereitung für unsere Sternenfotografie ergab:
Möchte man die Milchstraße fotografieren, so ist es notwendig das Objektiv auch „unendlich“ zu fokussieren, denn die Sterne sind ja bekanntlich unendlich weit weg und wenn man nicht richtig fokussiert, so würden die Sterne auf dem Foto unscharf sein. Nur nachdem es bekanntlich in der Nacht dunkel ist, kann ein Kamera-Autofokus hier leider nichts ausrichten und der Fotograf muss dieses Fokussieren selbst und manuell durchführen. Unter normalen Bedingungen ja ganz leicht. Allerdings in der pechschwarzen Nacht des Monument Valley ist dies nicht so leicht, denn dort ist es so wie in einer Schauhöhle ohne Licht – man sieht einfach nichts und auf die kleinen Pünktchen am Himmel zu fokussieren ist fast unmöglich. Aus diesem Grund erledigt man diese Arbeit einfach am Tag und klebt den Einstellring des Objektivs mit einem Klebeband einfach fest. So machen es viele Astrofotografen und so war unser Plan.
Zu diesem Zweck parkten wir unseren Jeep entlang des viel befahrenen „Scenic Drives“ im Monument Valley, packten Kamera und Stativ aus dem Auto, stellten diese auf und suchten uns ein paar weit entfernte, unscheinbare Felsen als Ziel, um die „Unendlich-Einstellung“ vorzunehmen. Als wir so 1 oder 2 Minuten standen, kam plötzlich ein Auto mit Touristen, die Insassen sprangen heraus, zückten ihre Smartphones und fotografierten ebenfalls in die Richtung, in die unsere Kameras ausgerichtet waren. Das Schauspiel wieder holte sich wieder und wieder und kurzzeitig standen 10 Leute um uns herum und schossen Fotos mit ihren Smartphones und Tablets von den weit entfernten unscheinbaren Felsen.
Wir sprachen die Leute daraufhin an, warum sie auch dorthin fotografieren, denn dort sei ja gar nichts und wir erhielten als Antwort, dass wenn irgendwo in der Landschaft ein Fotograf stünde, der mit seiner Kamera und einem Stativ fotografiert, dann muss sich dort auch ein Motiv befinden, dass andere Menschen vielleicht nur nicht sehen – und so ist es sicher auch hier. Und als wir zu verstehen gaben, dass wir nur unsere Objektive „kalibrieren“, dann hieß es, dass man das nicht glauben kann, wir wollen nur nicht haben, dass sie hier fotografieren und wir wollen die Motive für uns alleine haben. Und auch auf die Frage, ob sie denn dort außer den unscheinbaren Felsen etwas sehen, dass es Wert wäre fotografiert zu werden hieß es, dass da sicher etwas sein muss, denn sonst wären wir ja nicht hier. Zu Hause werde man die Bilder genau analysieren. Wir wünschten jedenfalls viel Vergnügen.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Kalender 2018 – Wilde Wasserwelten im Grazer Bergland – August

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subject: Unterer Kaskadenfall bei Mixnitz, Grazer Bergland (photographer: Marina Kunzfeld, 2017)


Wasserfälle zu fotografieren bedeutet auch gleichzeitig immer ein klein wenig nass zu werden – zu stark sind Gischt und feine Wassernebel. Dieser Umstand ist besonders jetzt im August, wenn das Thermometer über die 30 Grad klettert eine angenehmer Umstand. Wer jedoch lange Brennweiten einsetzt, der kann der Feuchtigkeit ein klein wenig entkommen und auf diese Art einmal das Equipment vor Spritzwasser schützen, hat aber auch die Möglichkeit Wasserfälle aus einem anderen Blickwinkel heraus zu erkunden. Der Untere Kaskadenfall in der unteren Bärenschützklamm bei Mixnitz ist einer dieser Wasserfälle, der durch seine außergewöhnlichen Moospolster dem Fotografen viele Detail-Möglichkeiten bietet.
Aufnahmetechnik: CANON 7D mit Tele-Zoom auf 400 mm Brennweite mit Hoya-Polfilter. Aufnahme aus der Hand bei 1/125 Sekunde, um die Bewegung des Wassers nicht vollständig einzufrieren. Um genug Schärfentiefe zu erzielen mussten die ISO auf 800 angehoben werden. Heiterer Himmel, jedoch kein direktes Sonnenlicht. Bei der Entwicklung wurden Farbtemperatur manuell angepasst und Dynamik und Sättigung leicht angehoben.

 

content and image: copyright by Marina and Arpad Kunzfeld, book-and-picture