Juli 2019

Keane Wonder Mine

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Keane Wonder Mine, Death Valley National Park, Kalifornien


Gold war neben Salz und Talk einer der wichtigsten Rohstoffe, nach dem die Menschen im beginnenden 20.Jahrhundert im Death Valley schürften und wovon auch heute noch viele aufgelassene Bergwerke Zeugnis geben. Aus dieser Zeit des zweiten amerikanischen “Gold-Booms” waren es vor allem zwei Bergbaue, die sich als besonders ertragreich und Geld bringend hervortaten. Einmal waren es die Minen rund um Skidoo und zum anderen die im Osten des heutigen Death Valley Nationalparks gelegene Keane Wonder Mine. Von einem irisch-stämmigen Bergmann namens Jack Keane und seinem Freund Domingo Etcharren 1903 entdeckt, nachdem die beiden ursprünglich nach Silber Ausschau gehalten hatten, ging die Keane Wonder Mine 1907 in vollen Betrieb und förderte einige Jahre reiche Golderze.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Seilbahn-Talstation, Keane Wonder Mine, Death Valley National Park, Kalifornien


Das ehemalige Areal der Keane Wonder Mine ist sehr weitläufig, liegen der eigentliche Bergbau mit seinen Stollen und Schächten und die dazu gehörende Aufbereitungsanlage fast 2 Kilometer voneinander entfernt. Das Einzigartige und Besondere an diesem Bergbau ist eine fast vollständig erhaltene Seilbahnanlage, die das goldhaltige Erz hoch oben vom Berg zur Aufbereitungsanlage transportierte. Lediglich der Antriebsmotor der Seilbahn und die Rollen und Umlenkräder dieser Anlage sind verschwunden, oder liegen zerbrochen und als Fragmente am Talboden. Diese Seilbahn förderte an Spitzentagen bis zu 70 Tonnen Golderz von den Stollen runter zum Pochwerk und der Cyanid-Laugungsanlage. Das Pochwerk und der mit 20 Pochstempeln bestückt Pochstuhl wurden nach dem Niedergang des Bergbaues verkauft, demontiert und anderen Orts wieder aufgebaut.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Seil-Umlenkungsrad, Seilbahn-Talstation, Keane Wonder Mine, Death Valley National Park, Kalifornien


Obwohl restauriert, als eine Art Schaubergwerk betrieben, über eine PKW taugliche Straße sehr einfach erreichbar und für jedermann zugänglich, hält sich der Besucherstrom jedoch in Grenzen. Als wir den alten Bergbau besuchten, waren wir fast den ganzen Tag alleine und die wenigen Besucher, die kamen, die machten lediglich einen Schnellschuss mit dem Smartphone und verließen danach die Szene wieder. Für die meisten Besucher scheint der ehemalige Bergbau nur ein riesiges hölzernes Gerüst mit verrosteten Tanks zu sein und da auch einfache Erklärungen über die Arbeitsabläufe fehlen und kein Ranger zu gegen ist, der Führungen macht, können viele Besucher mit dieser Anlage nur sehr wenig anfangen und verlieren bald das Interesse.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Kalender 2019 – America’s Southwest – Juli

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subject: Lichteinfall von oben, Upper Antelope Canyon, Page, Arizona, USA (photographer: Arpad Kunzfeld, 2018)


Der Antelope Canyon bei Page in Arizona ist eine der Touristenattraktionen des nördlichen Arizona und Besucher aus aller Welt strömen zu Tausenden in diese Gegend, um die Einzigartigkeit dieser in Rot und Orange leuchtenden Schluchten zu bestaunen. Konnte man vor etlichen Jahren diesen Canyon noch fast alleine besuchen, so ist dies heute nicht mehr möglich, vor allem, wenn man Landschaftsaufnahmen machen möchte, bei denen der Fokus rein auf der Landschaft liegt und Personen im Bild vom Motiv her störend sind. Wer dies jedoch trotzdem möchte, dem sei empfohlen, sich an einen der Anbieter von fotografischen Touren zu wenden, denn die indianischen Führer halten die Touristenströme für die Dauer der Aufnahmen soweit zurück, dass diese nicht in den Bildausschnitt laufen und die zahlenden fotografischen Kunden schnell den Auslöser betätigen können. In Gruppen von 6 Fotografen organisiert, heißt es dann immer das Stativ schnell aufstellen, Polfilter nachdrehen, scharf stellen und sich gegen oftmals rüpelhafte andere Fotografen durchzusetzen, denn diese „Konkurrenz“ kennt kein Erbarmen und Köpfe und andere Körperteile blockieren immer wieder die freie Sicht auf das Motiv. So groß ist die Gier und so kurz ist die Zeit für den ultimativen Schuss.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR mit einer Brennweite von 26 mm am Stativ, Hoya-Polfilter, Belichtung: 1,6 Sekunden bei Blende 14; Aufnahme bei hoch stehender Sonne, jedoch ohne direktem Sonnenlicht, Farbtemperatur manuell angepasst, Sättigung der Farben angehoben und einige dunkle Farbe leicht aufgehellt.

 

content and image: copyright by Marina and Arpad Kunzfeld, book-and-picture