Arpad Kunzfeld

Kalender 2020 – Ancestral Puebloans – Februar

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subject: Holly Tower, Keeley Canyon, Hovenweep National Park, Utah bzw. Colorado (photographer: Arpad Kunzfeld, 2019)


An der Grenze zwischen den beiden US-Bundesstaaten Utah und Colorado gelegen und nur wenige Zehnerkilometer vom „Four Corners Monument“ entfernt, ist der Keeley Canyon mit dem Holly Tower ein wenig besuchter Teil des Hovenweep National Parkes. Der Turm selbst erinnert sehr stark an die unsrigen mittelalterlichen Wohntürme, sind sowohl diese Türme hier in Colorado, als auch unsere heimischen Bauwerke ungefähr zur selben Zeit entstanden. In diversen Büchern abgelichtet, zählen die Gebäude in diesem Teil des Hovenweep National Parkes zu den Bemerkenswertesten des gesamten amerikanischen Südwesten. Nachdem die letzten Pueblo-Indianer diese Gegenden verließen, begannen die Gebäudestrukturen zu verfallen, denn die nachrückenden nomadischen Indianerstämme bewohnten hauptsächlich ihre mobilen Zelte.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR am Stativ, 45 mm Tilt-Shift-Optik, Optik nach unten „geshiftet“, Lee-Polfilter, Belichtung: 1/40 Sekunde bei Blende 11, wolkenloser Himmel bei tief stehender Sonne, Farbtemperatur manuell angepasst, dunkle Bildbereiche aufgehellt, Sättigung angehoben.

 

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Kalender 2020 – Ancestral Puebloans – Januar

Kalender2020-01

subject: House of Many Windows, Mesa Verde National Park, Colorado (photographer: Marina Kunzfeld, 2019)


Im südlichen Teil des amerikanischen Bundesstaates Colorado gelegen, ist der Mesa Verde National Park der weltweit bekannteste Ort für indianische Pueblos. Das mit seinen Steilwänden und tiefen Schluchten nur schwer zugängliche Gebiet ist weit mehr als 2000 Jahre besiedelt und heute jedoch touristisch voll erschlossen. So durchziehen asphaltierte Straßen den Nationalpark und ausgewiesene Wanderwege erlauben den Zustieg zu einigen ausgewählten indianischen Ruinen. Neben dem weltweit bekannten „Cliff Pallace“ und dem „Balcony House“, gibt es eine Reihe von weniger bekannten Pueblos, die Mitten in die Felswände gebaut wurden. Das „House of many Windows“ ist eines dieser Bauwerke, das wenig beachtet, nur aus der Entfernung bewundert werden kann, zu schwierig wäre ein Zustieg zu den Ruinen. Wer dieses Gebäude fotografieren möchte, der benötigt lange Brennweiten, um die fast einen halben Kilometer entfernten Ruinen formatfüllend ablichten zu können.
Aufnahmetechnik: CANON 7D Mark II, Freihand, Optik: 450 mm (auf Vollformat umgerechnet), Hoya-Polfilter, Belichtung: 1/250 Sekunde bei Blende 5,6, wolkenloser Himmel, kein direktes Sonnenlicht, Farbtemperatur manuell angepasst, dunkle Bildbereiche aufgehellt, Sättigung angehoben.

 

content and image: copyright by Marina and Arpad Kunzfeld, book-and-picture

Kalender 2020 – Ancestral Puebloans – Titelbild

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subject: House on Fire, Mule Canyon, Cedar Mesa, Utah (photographer: Arpad Kunzfeld, 2018)


In einem Canyon des Cedar Mesa Hochplateaus gelegen, sind die indianischen Ruinen im Mule Canyon sicher eines der Highlights im südlichen Utah. Auf Grund der relativen Nähe zum Monument Valley und zu den Nationalparks am Colorado River, wird dieses Gebiet von Touristen jedoch nur vereinzelt besucht, da es einmal gänzlich unbekannt und zum anderen auf Grund der fehlenden Tourismus-Infrastruktur nicht im Fokus der heutigen sehr oberflächlich agierenden Gesellschaft ist. Wer sich trotzdem aufmacht, um diese Ruinen zu besuchen, der wird mit Außergewöhnlichen belohnt. Schon die Clovis-Menschen jagten hier vor mehr als 10.000 Jahren, hinterließen jedoch kaum Spuren und so sind es die unter Felsvorsprüngen gebauten Pueblos der Anasazi Indianer, die hier vor mehr als 800 Jahren lebten und die jeden Besucher begeistern.. 
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR am Stativ, Optik: 24 mm Tilt-Shift, Hoya-Polfilter, Belichtung: 1/30 Sekunde bei Blende 8, 2 Systemblitze mit orangem Konversionsfilter, bedeckter Himmel, Farbtemperatur manuell angepasst, dunkle Bildbereiche aufgehellt, Sättigung angehoben.

 

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Slap Virje

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photographer: Arpad Kunzfeld (2019)
subject: Slap Virje, Bovec, Soča-Tal, Triglav Nationalpark, Slowenien


Es geht eine Viertel Stunde mit dem Auto vom Zentrum des Touristen-Ortes Bovec im Tal der Soca über enge Strassen in westliche Richtung und es ist kurz vor 6 Uhr in der Früh, als wir unser Quartier verlassen. Vom täglichen Trubel ist noch lange nichts zu bemerken, denn die morgendliche Dämmerung hat soeben erst begonnen. Wer diesen Wasserfall fotografieren möchte, der muss früh aufstehen, scheint im Sommer die Sonne bereits kurz vor 8 Uhr in den Wasserfall und dann ist der Zeitpunkt vorbei, um gute Aufnahmen zu machen. Deshalb heißt es sich beeilen, denn vom Parkplatz geht es noch 10 Minuten hinunter in einen riesigen Tobel, in den das Wasser des Slap Virje stürzt. So beginnt üblicherweise der Tag, wenn man Landschaft fotografiert, denn die Sonne bestimmt hier den Zeitpunkt, anders als bei Aufnahmen im Studio, wo die Studio-Blitzanlage 24 Stunden und 7 Tage die Woche zur Verfügung steht.


Der Slap Virje ist ein zwar nicht besonders hoher Wasserfall, hier ist es das Rundherum, das besticht. Tiefgrüne Wassertümpel, interessante felsige Strukturen und grüne Moospolster, die hier einmalig sind. Darüber hinaus ist der Slap Virje ein Wasserfall, der sein Gesicht laufend ändert, denn es sind die sehr stark wechselnden Wassermengen, die hier den Wasserfall jedesmal anders aussehen lassen. So sind es gigantische Wassermengen, die aus dem Berg quellen, wenn auf den Bergen der Schnee schmilzt und nur ein dünner Wasserstrahl, wenn es während der Sommermonate über längere Zeiten hinweg nicht geregnet hat. Wer diese Berggegend mit wilden Flüssen und tiefen Schluchten besuchen möchte, der wird hier jede Menge an fotografischen Motiven finden. Fast türkis blaues Wasser, wie in der Karibik, Wasserfälle, Moospolster und graue Kalkfelsen der Julischen Alpen rund um den Triglav und den Mangart. Und wer gerne lernen möchte, wie man Wasserfälle fotografiert, egal im Sommer oder auch im Winter, wenn diese vereist sind, der ist eingeladen an einem unserer Workshops und Einzel-Coachings teilzunehmen.

 

zum Coaching …..

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Kalender 2019 – America’s Southwest – Dezember

Kalender2019-12

subject: Upper Antelope Canyon, Page, Arizona, USA (photographer: Arpad Kunzfeld, 2018)


Der Upper Antelope Canyon im nördlichen Arizona nahe der Stadt Page ist sicher der weltweit bekannteste Slot Canyon. Bei diesem Canyon handelt es sich um einen tiefer Spalt im roten Navajo Sandstein, der jedes Jahr Unmengen von Besuchern aus aller Herren Länder anlockt, denn so einzigartig ist dieser Slot Canyon. Eine der Attraktionen in dieser Schlucht sind die sichtbaren Sonnenstrahlen, die wie bis zu 1 Meter dicke Säulen von oben in den Grund des Canyons leuchten und alle Besucher fasziniert. Woher kommt es, dass man hier die Sonnenstrahlen sehen kann, denn diese sind normalerweise nicht sichtbar. Damit diese sichtbar werden sind es die indianischen Führer, die mit Schaufeln Sand in die Höhe werfen, damit sich das Sonnenlicht an den Sandkörnern reflektiert. Was viele Fotografen jedoch nicht bedenken ist, dass die groben Sandkörner fallen gleich zu Boden fallen und es die kleinen und feinen Sandpartikel sind, die den “sunbeam” vollkommen machen. Als wir im Rahmen einer speziellen fotografischen Tour im Canyon fotografierten und die Führen den Sand in die Höhe warfen, knatterten die Verschlüsse der Kameras aller Fotografen mit einem Zeitverzug von weniger als einer Sekunde. Wir warteten jedoch ab, denn es dauert fast fünf oder zehn Minuten, oder sogar fünfzehn Minuten, bis sich diese feinen Staubpartikel vollkommen über die Höhe von fast 40 Metern verteilt haben und die Sichtbarkeit des Sonnenstrahles damit ein Maximum erreicht.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR am Stativ, Optik: 24-70 mm bei 24 mm, Hoya-Polfilter, Belichtung: 0,5 Sekunde bei Blende 11, wolkenloser Himmel, jedoch kein direktes Sonnenlicht Himmel, Farbtemperatur manuell angepasst, dunkle Bildbereiche aufgehellt. Sättigung angehoben.

 

content and image: copyright by Marina and Arpad Kunzfeld, book-and-picture

Kalender 2019 – America’s Southwest – November

Kalender2019-11

subject: Grosvenor Arch, Grand Staircase Escalante National Monument, Cannonville, Utah, USA (photographer: Marina Kunzfeld, 2016)


Wer kennt es nicht, das berühmte Magazin von National Geographic mit seinen Berichten über Natur und Wissenschaft mit eindrucksvollen Fotos und interessanten Reportagen. Hervorgegangen aus der amerikanischen „National Geographic Society“, war es der 1875 im heutigen Istanbul in der Türkei als Sohn eines Professors für Geschichte geborene Gilbert Hovey Grosvenor, der 1905 das Magazin gründete und 55 Jahre lang als Chefredakteur das Magazin prägte. Nach diesem Gilbert Hovey Grosvenor benannt, ist die Grosvenor Arch eine der größten und höchsten „Natural Bridges“ in den Vereinigten Staaten. Im Grand Staircase Escalante National Monument unweit der Kleinstadt Cannonville gelegen und sehr leicht erreichbar, haben auch wir auf unserem Weg durch den Cottonwood Canyon einen kurzen Abstecher zu diesem Felsmonument aus sehr hellem Sandstein unternommen.
Aufnahmetechnik: CANON 7D aus der Hand, Optik: 24-70 mm bei 33 mm, Hoya-Polfilter, Belichtung: 1/320 Sekunde bei Blende 8, wolkiger Himmel, Farbtemperatur manuell angepasst, dunkle Bildbereiche aufgehellt. Sättigung angehoben.

 

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Die vergessenen Bergwerke

Das Bergbaurevier am Notberg

(von Silber, Blei und Zink im Grazer Bergland)


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photographer: Arpad Kunzfeld (2019)
subject: “Der Blick zurück” – die ersten leicht geschlungenen Meter eines alten Stollens des Bergbaues bei Übelbach, Grazer Bergland


Der einstige Silber-Bergbau von Übelbach war einer der größten und bedeutendsten in unserer Region, wurde dazu in 4 Revieren Silber, Blei und später auch Zink abgebaut. Heute lassen sich an den bewaldeten Flanken der Berge rund um den Markt Übelbach noch zahlreiche alte und teils riesige Bergwerkshalden finden, die jedoch allesamt zur Gänze mit hohen Fichten bewachsen sind und es auch einiges an bergbaulichem Wissen erfordert, um die ehemaligen Halden im Gelände erkennen zu können. Aber nicht nur die Halden zeugen von der einstigen bergbaulichen Tätigkeit, auch das aus dem Jahr 1612 stammende Gemeindewappen von Übelbach, oder „Ubilpach“ bezieht sich auf den Bergbau, zeigt es einen auf einer Kante stehenden Silberwürfel mit einer Punzierung über einem Bach.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld (2015)
subject: “Der Blick in die Dunkelheit”, ein Selbstportrait aus einem alten Bergwerksstollen, Bergbau Übelbach, Grazer Bergland


Gab es zur Zeit der Hochblüte rund um Übelbach an die 40 Stollen, so sind diese Bergwerksstollen heute bis auf ganz wenige Ausnahmen verbrochen und damit nicht mehr zugänglich. Einer dieser noch offenen Einbaue ist ein Stollen knapp unterhalb der obersten Gehöfte am Notberg oberhalb von Guggenbach. In 730 Meter Seehöhe gelegen, über eine nur mehr kleine Öffnung im Waldboden zugänglich, wurde der Stollen an die 40 Meter tief in den Berg vorgetrieben. Auf Grund fehlender Gebäudereste dürfte aus diesem Bergwerksstollen jedoch nie Erz in größerem Masse gefördert worden sein, sondern lediglich eine mögliche Silbervererzung untersucht worden sein. Da sich diese jedoch als unergiebig herausgestellt hatte, wurden der Bergbau nach wenigen Zehnermetern aufgegeben.

 

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photographer: Arpad Kunzfeld (2019)
subject: Doppelender-Bergkristall, Bergbau Übelbach, Grazer Bergland


Doppelender sind Kristalle, die sowohl oben, als auch unten eine Kristallspitze haben, was sie einzigartig macht und was Sammler von Mineralien herausfordert sie zu suchen, denn sie sind selten. Bekannt aus den Bergkristall-Klüften der Alpen von nicht selten mehreren Dezimetern Länge, sind diese Kristalle aus einem alten Bergwerksstollen ausgenommen klein, dafür aber einmalig. Und was am Foto wie riesige Kristalle aussieht sind lediglich 5 Millimeter. Dafür machen es Makroobjektive mit Auszugsverlängerungen möglich, um auch die Welt der Miniatur überdimensional groß werden zu lassen. Stücke aus privaten Sammlungen sind es, die hier vor der Linse liegen, Stücke, die jedoch einmalig sind und in dieser Form nicht mehr zu finden sind. So sind die Arbeiten an unserem Buch über den historischen Bergbau neben der fotografischen Herausforderung vor allem „Bewahren“ von Vergangenem, bevor die Erosion die letzten offenen Stollen verschließt und private Sammlungen nach dem Ableben der Besitzer auf Grund fehlender Kenntnis der Hinterbliebenen auf der Müllhalde landen.

 


Fotografieren in alten historischen Bergwerken oder auch in Höhlen ist eine spezielle fotografische Disziplin, verlangt sie einmal neben dem guten fotografischen Wissen vor allem die Fähigkeit zu improvisieren und keine Scheu vor Dunkelheit und Schmutz zu haben. Wie dies geht ist erlernbar. Wenn Ihr dies erlernen möchtet, dann würden wir uns freuen, wenn Ihr Euch zu einem unserer Coachings anmeldet oder uns kontaktiert.

 

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content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Kalender 2019 – America’s Southwest – Oktober

Kalender2019-10

subject: Antelope Canyon X, Page, Arizona, USA (photographer: Arpad Kunzfeld, 2018)


Die Landschaften des Südwestens der USA werden von der Farbe Rot dominiert. Es ist der Navajo Sandstein, ein ursprünglich aus Sandkörnern entstandenes Sedimentgestein, dass sein zeitlichen Ursprung in der Zeit hat, als die Welt von Reptilien regiert wurde und der Tyrannosaurus Rex um die Ecke blickte. 145 Millionen Jahre sind seither vergangen und gigantische Kräfte aus dem Erdinneren, aber auch Wind und Wetter, Sturzbäche, sowie Hitze und Kälte haben diese Gegend geformt. Zurück geblieben sind enge Felsspalten, nur wenige Meter breit, dafür an die 30 oder 40 Meter tief. Diese Slot Canyons sind es, die jedes Jahr Hunderttausende anlocken, so auch uns. Im steil von oben einfallenden Licht der Mittagssonne beginnt der Navajo-Sandstein zu leuchten und dies vom dunklen rot bis hin zu hellen gelb – ein Farbenspiel der besonderen Art. Und wer dies unbeschwert und vor allem unbedrängt vom Massentourismus erleben möchte, dem sein der Antelope Canyon X empfohlen. Auch Eigentum einer Navajo Familie, ist dieses Kleinod weitaus weniger besucht als die berühmten Antelope Canyons und es gibt Zeiten, da ist das einzige Geräusch das Rieseln des Sandes oder das Auslösen der Kamera.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSr vom Stativ, Optik: 35 mm, Lee-Polfilter, Belichtung: 1 Sekunde bei Blende 13, wolkenloser Himmel ohne direktem Sonnenlicht, Farbtemperatur manuell angepasst, Sättigung der Rottöne angehoben und einige dunkle Farbe leicht aufgehellt.

 

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An der Soča

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photographer: Arpad Kunzfeld (2019)
subject: Soča Tröge, Trenta, Triglav Nationalpark, Slowenien


Wer gerne Wasserfälle und Schluchten mit tosenden Wassern fotografiert, der ist an der Soča in Slovenien genau richtig. In den Bergen des Triglav-Massivs aus dem Berginneren hervortretend, durchfließt der fast 150 Kilometer lange Fluss das Grenzgebiet zwischen Slowenien und Italien, bevor er sich zwischen der italienischen Hafenstadt Monfalcone mit ihren Werften und dem oberitalienischen Badeort Grado in die Adria ergießt. Sein Oberlauf ist es, der Landschaftsfotografen anlockt, denn auf den ersten Zehnerkilometern hat sich der Fluss teilweise tief in die Kalkfelsen eingeschnitten und einmalige Canyons geschaffen. Nur ein klein wenig flussabwärts des kleinen Ortes Trenta beginnen diese außergewöhnlichen Schluchten und der Fluss, der im slowenischen den Namen Soča trägt, besticht hier durch türkis blaues Wasser, das tief unten die ganze Schlucht erfüllt und das noch zusätzlich von kleinen Gerinnen, die sich als Wasserfälle in den Canyon ergießen, gespeist wird. Diese Szenen sind es, die jedermann einfangen möchte und für die Leute oft von weit her anreisen. Oft nur mit Smartphones bewaffnet wird hastend und schnell abgedrückt im Gegensatz zu denen, die ihre Kameras auf ein Stativ schrauben und ausgerüstet mit unterschiedlichen Objektiven und diversen Filtern stundenlang eine komplette Fotostrecke ablichten. So reicht ein ganzer Tag nicht aus, um all die Eindrücke und Motive entlang des Oberlaufes des Flusses einzufangen, zu mannigfaltig sind die Szenen und die Blickwinkel, die immer neue Motive bringen. Und wer gerne lernen möchte, wie man solche Fotos selbst schießt und wie man dabei zu Werke geht, der ist eingeladen an einem unserer Workshops und Einzel-Coachings teilzunehmen.

 

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content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Kalender 2019 – America’s Southwest – September

Kalender2019-09

subject: Lower Calf Creek Fall, Escalante, Utah, USA (photographer: Arpad Kunzfeld, 2016)


Ist das Gebiet des Grand Staircase National Escalante Monuments in Utah eine riesige Steinwüste, die von einer Reihe von Canyons durchzogen wird, so wird diese Gegend trotz ihrer Öde von vielen Menschen durchwandert und es sind meist die ausgetrockneten, engen und viele Zehnermeter tiefen Canyons, die die Leute magnetisch anziehen. Einige dieser Schluchten werden aber auch von Bächen und Flüssen durchströmt, was zur Folge hat, dass an den Geländekanten teilweise imposante Wasserfälle entstanden. Die Calf Creek Falls befinden sich an solchen Abbrüchen und so stürzt das Wasser des eher kleinen Bächleins beim Unteren Calf Creek Fall an die 40 Meter in die Tiefe. Ein kleiner See ist es dann, der neben dem Wasserfall Anziehungspunkt für Wanderer ist, die teilweise nach den 2 Stunden Wegzeit ohne Scheu und so wie Gott sie schuf sich in die eisigen Fluten des Tümpels stürzen. Für uns fast verwunderlich, dass an solch stark bevölkerten Orten vor allem manch ältere Männer sogar vor auch kleineren Kindern ungeniert ihre „Schniedel“ präsentieren und dies in einem Land, das eher als prüde gilt. Uns hat der „Nudisten-Opa“ ebenfalls gestört, blockierte er den freien Blick auf unser Motiv für lange Zeit. Das Warten hatte jedoch auch den Vorteil, dass die zur Hälfte von der Sonne beschienene Felswand langsam in den Schatten eintauchte, was gerade bei Wasserfallaufnahmen von großen Vorteil ist.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSr vom Stativ, Optik: 24 mm Tilt-Shift, Optik nach oben geshiftet, Hoya-Polfilter, Belichtung: 2 Sekunden bei Blende 16, wolkenloser Himmel ohne direktem Sonnenlicht, Farbtemperatur manuell angepasst, Sättigung der Gelbtöne angehoben und einige dunkle Farbe leicht aufgehellt.

 

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Ubehebe Talc Mine

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Stolleneingang in die Ubehebe Talc Mine, Death Valley National Park, Kalifornien


Der riesige Death Valley Nationalpark besteht aus einer Reihe von Nord-Süd verlaufenden sehr einsamen Tälern, die fast ausschließlich nur mit geländegängigen Fahrzeugen befahren werden können. Eines dieser Täler ist das “versteckte” Hidden Valley, das von der Touristen-Attraktion, dem Ubehebe Krater, aus erreicht werden kann und in dessen Umgebung eine Reihe von interessanten Bergwerken liegen. Über die Tiefsandpassagen der „Ulida Flat“ erreicht man nach langer Fahrt über ruppigen Untergrund das Bergbaugebiet der „Ubehebe Mine“, einem Bergbau, der in den 1960er und 1970er Jahren Talk abbaute. Auch heute noch in Besitz eines Bergbau-Unternehmens, ist der Betrieb jedoch seit fast 50 Jahren still gelegt. Erzkästen, Pumpen, Leitungsrohre und ein noch teilweise befahrbares Stollensystem zeugen von der einstigen und sehr mühevollen Bergmannsarbeit in diesem öden und trockenen Teil Kaliforniens.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Holzausbau und beginnender Verbruch, Ubehebe Talc Mine, Death Valley National Park, Kalifornien


Wer historischen Altbergbau aus unserem alpinen Raum kennt, dem fallen bei einer Befahrung dieser Bergwerke sofort einige Dinge auf, die ganz anders sind als bei uns. Liegt die durchschnittliche Temperatur in unseren heimischen Bergwerksstollen nur wenige Zehnermeter hinter dem Mundloch bereits um die 10 oder 12 Grad Celsius, so erwarten einen hier wesentlich höhere Temperaturen und auch das Wasser, mit dem wir in vielen alten Gruben bei uns zu kämpfen haben, ist hier im Death Valley kein Thema. Dieser Umstand hat hier im Death Valley zur Folge, dass meist unbehandeltes Grubenholz verwendet werden konnte, da hier Fäulnis auf Grund von Feuchtigkeit kein Thema war. Musste man bei uns Holzstempel zuerst mit Salzlösungen behandeln, um die Säfte aus dem Holz zu eliminieren und sie damit langfristig vor dem Zerfall zu schützen, wurden hier im Death Valley meist unbehandelte Nadelhölzer aus der näheren Umgebung verwendet. Diese Baumstämme wurden in entsprechende Pflöcke zersägt und dann ohne großen Aufwand in die Stollen geliefert, wo alles schnell gehen musste, denn Investoren wollten so rasch wie möglich harte Dollars sehen.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Erzkasten, Ubehebe Talc Mine, Death Valley National Park, Kalifornien


Talk ist ein ganz besonderes Mineral, gilt Talk als einer der weichsten „Steine“. So wird Talk in der offiziellen Härteskala nach dem Mineralogen Carl Friedrich Mohs mit dem niedrigsten Wert „1“ der zehnteiligen Skala angegeben. Chemisch gesehen ein Magnesium-Silikat, findet Talk in der Kosmetik-Industrie oder auch beim Bau von Isolatoren Verwendung. Aber auch Kletterer kennen Talk, denn das weiße „Magnesia-Pulver“ mit dem man die Finger trocken hält und auch den Reibungswert gegenüber dem Fels erhöht ist grundsätzlich nichts anderes als Talk. Der Talk der Ubehebe Mine ist rein und schneeweiß und die alten Bergwerkshalden fallen bereits aus großer Entfernung aufgrund ihrer hellen Farbe im Gelände auf. Zusammen mit der benachbarten Keeler Mine und der Ibex Mine im Südosten des Death Valley Nationalparks zählt die Ubehebe Mine zu den großen Talkbergwerken im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Kalender 2019 – America’s Southwest – August

Kalender2019-08

subject: in der Schlucht, Willis Creek, Cannonville, Utah, USA (photographer: Marina Kunzfeld, 2018)


Weiße, graue und gelbe Felswände ragen viele Zehnermeter über dem unscheinbar wirkenden Willis Creek, einem kleinen Bächlein, dass sich hier tief in die Felsen des westlichen Grand Staircase Escalante National Monuments gegraben hat. Wie die bekannten Slot Canyons rund um Page oder Escalante, ist der Willis Creek zwar nicht so eng, aber gleichermaßen schön. Früher kaum besucht, hat auch heute hier der Touristen-Strom zugenommen, denn dieses Kleinod ist leicht zu erreichen, liegt es nahe der Straße durch den Cottonwood Canyon. Und es sind nicht nur Wanderer, die die Schlucht erkunden, sondern auch geführte Gruppen von Reitern, die sich auf den Rücken ihrer Pferde durch den Canyon tragen lassen. Dann heißt es für den Fotografen Stativ abbauen, zur Seite springen und die fotografische Ausrüstung in Sicherheit bringen, möchte man nicht, dass die Ausrüstung unfreiwillig im Bachwasser gewaschen wird. Aber es gibt auch absolute Phasen der Ruhe mit nur ganz wenigen Besuchern. Da hat man Zeit nach Motiven Ausschau zu halten, die Natur in sich aufzunehmen und zu fotografieren. Beeindruckend, denn auf Grund der Tiefe und auch Enge des Canyons gibt es nur mehr diffuses und reflektiertes, indirektes Sonnenlicht, dass die Farben leuchten lässt. Um die Mittagszeit herum, wenn die Sonne am höchsten steht, herrschen dann in solchen engen Canyons die optimalen Voraussetzungen für Landschaftsaufnahmen.
Aufnahmetechnik: CANON 7D mit einer Brennweite von 50 mm aus der Hand, Hoya-Polfilter, Belichtung: 1/250 Sekunden bei Blende 8, wolkenloser Himmel ohne direktem Sonnenlicht, Farbtemperatur manuell angepasst, Sättigung der Gelbtöne angehoben und einige dunkle Farbe leicht aufgehellt.

 

content and image: copyright by Marina and Arpad Kunzfeld, book-and-picture

Keane Wonder Mine

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Keane Wonder Mine, Death Valley National Park, Kalifornien


Gold war neben Salz und Talk einer der wichtigsten Rohstoffe, nach dem die Menschen im beginnenden 20.Jahrhundert im Death Valley schürften und wovon auch heute noch viele aufgelassene Bergwerke Zeugnis geben. Aus dieser Zeit des zweiten amerikanischen “Gold-Booms” waren es vor allem zwei Bergbaue, die sich als besonders ertragreich und Geld bringend hervortaten. Einmal waren es die Minen rund um Skidoo und zum anderen die im Osten des heutigen Death Valley Nationalparks gelegene Keane Wonder Mine. Von einem irisch-stämmigen Bergmann namens Jack Keane und seinem Freund Domingo Etcharren 1903 entdeckt, nachdem die beiden ursprünglich nach Silber Ausschau gehalten hatten, ging die Keane Wonder Mine 1907 in vollen Betrieb und förderte einige Jahre reiche Golderze.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Seilbahn-Talstation, Keane Wonder Mine, Death Valley National Park, Kalifornien


Das ehemalige Areal der Keane Wonder Mine ist sehr weitläufig, liegen der eigentliche Bergbau mit seinen Stollen und Schächten und die dazu gehörende Aufbereitungsanlage fast 2 Kilometer voneinander entfernt. Das Einzigartige und Besondere an diesem Bergbau ist eine fast vollständig erhaltene Seilbahnanlage, die das goldhaltige Erz hoch oben vom Berg zur Aufbereitungsanlage transportierte. Lediglich der Antriebsmotor der Seilbahn und die Rollen und Umlenkräder dieser Anlage sind verschwunden, oder liegen zerbrochen und als Fragmente am Talboden. Diese Seilbahn förderte an Spitzentagen bis zu 70 Tonnen Golderz von den Stollen runter zum Pochwerk und der Cyanid-Laugungsanlage. Das Pochwerk und der mit 20 Pochstempeln bestückt Pochstuhl wurden nach dem Niedergang des Bergbaues verkauft, demontiert und anderen Orts wieder aufgebaut.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Seil-Umlenkungsrad, Seilbahn-Talstation, Keane Wonder Mine, Death Valley National Park, Kalifornien


Obwohl restauriert, als eine Art Schaubergwerk betrieben, über eine PKW taugliche Straße sehr einfach erreichbar und für jedermann zugänglich, hält sich der Besucherstrom jedoch in Grenzen. Als wir den alten Bergbau besuchten, waren wir fast den ganzen Tag alleine und die wenigen Besucher, die kamen, die machten lediglich einen Schnellschuss mit dem Smartphone und verließen danach die Szene wieder. Für die meisten Besucher scheint der ehemalige Bergbau nur ein riesiges hölzernes Gerüst mit verrosteten Tanks zu sein und da auch einfache Erklärungen über die Arbeitsabläufe fehlen und kein Ranger zu gegen ist, der Führungen macht, können viele Besucher mit dieser Anlage nur sehr wenig anfangen und verlieren bald das Interesse.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Kalender 2019 – America’s Southwest – Juli

Kalender2019-07

subject: Lichteinfall von oben, Upper Antelope Canyon, Page, Arizona, USA (photographer: Arpad Kunzfeld, 2018)


Der Antelope Canyon bei Page in Arizona ist eine der Touristenattraktionen des nördlichen Arizona und Besucher aus aller Welt strömen zu Tausenden in diese Gegend, um die Einzigartigkeit dieser in Rot und Orange leuchtenden Schluchten zu bestaunen. Konnte man vor etlichen Jahren diesen Canyon noch fast alleine besuchen, so ist dies heute nicht mehr möglich, vor allem, wenn man Landschaftsaufnahmen machen möchte, bei denen der Fokus rein auf der Landschaft liegt und Personen im Bild vom Motiv her störend sind. Wer dies jedoch trotzdem möchte, dem sei empfohlen, sich an einen der Anbieter von fotografischen Touren zu wenden, denn die indianischen Führer halten die Touristenströme für die Dauer der Aufnahmen soweit zurück, dass diese nicht in den Bildausschnitt laufen und die zahlenden fotografischen Kunden schnell den Auslöser betätigen können. In Gruppen von 6 Fotografen organisiert, heißt es dann immer das Stativ schnell aufstellen, Polfilter nachdrehen, scharf stellen und sich gegen oftmals rüpelhafte andere Fotografen durchzusetzen, denn diese „Konkurrenz“ kennt kein Erbarmen und Köpfe und andere Körperteile blockieren immer wieder die freie Sicht auf das Motiv. So groß ist die Gier und so kurz ist die Zeit für den ultimativen Schuss.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR mit einer Brennweite von 26 mm am Stativ, Hoya-Polfilter, Belichtung: 1,6 Sekunden bei Blende 14; Aufnahme bei hoch stehender Sonne, jedoch ohne direktem Sonnenlicht, Farbtemperatur manuell angepasst, Sättigung der Farben angehoben und einige dunkle Farbe leicht aufgehellt.

 

content and image: copyright by Marina and Arpad Kunzfeld, book-and-picture

Journigan’s Mill

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Cyanid-Tanks, Journigan’s Mill, Emigrant Canyon, Death Valley National Park, Kalifornien


Gold ist das Edelmetall, dass die Menschen seit frühester Zeit fasziniert hat, dass Menschen bewogen hat Kriege zu führen, Strapazen auf sich zu nehmen, zu suchen und zu forschen, um es herstellen zu können und das in allen Kulturen. Aus den Vereinigten Staaten kennen wir den berühmten Goldrausch von 1849, eine quasi zweite Goldrauschperiode zu Beginn des 20.Jahrhunderts und vielleicht nur einige von uns kennen das 1934 verabschiedete Goldreserven-Gesetz in den USA, durch das der Goldpreis fast verdoppelt wurde und viele still gelegte Goldbergwerke wieder reaktiviert wurden. Mit diesem wieder ausgelösten Bergbauboom ging einher, dass auch moderne Gewinnungsmethoden zum Einsatz kamen, um das fein im Gestein verteilte Gold kostengünstig zu gewinnen. Eine dieser Aufbereitungsanlagen war die Gesteinsmühle „Journigan’s Mill“ im Death Valley, die bis in die 70er-Jahre Gold aus den umliegenden Bergwerken gewann.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Wasser-Tanks, Journigan’s Mill, Emigrant Canyon, Death Valley National Park, Kalifornien


Gelegen im Emigrant Canyon direkt an einer asphaltierten Straße, kann diese ehemalige Gesteinsmühle im Gegensatz zu vielen anderen montanhistorischen Stätten bequem mit jedem Fahrzeug erreicht werden. Nur 25 Kilometer von der Ansiedlung „Stovepipe Wells“ entfernt, erreicht man das Gelände in 20 Minuten Fahrt, muss aber im Emigrant Canyon genau Ausschau halten, um nicht an Journigan’s Mill vorbei zu fahren, denn wer die Abzweigung zum ehemaligen Goldbergbau von „Skidoo“ erreicht, der darf wenden. Von den einstigen aus Gesteinsbrechern, einer Kugelmühle und den Betriebsgebäuden bestehenden Anlage sind heute nur mehr die ehemaligen Cyanid-Tanks vorhanden, in die das ganz fein aufgeriebene Gold haltige Gestein gepumpt wurde und das Gold auf einem chemisch Prozess basierend ausgelaugt wurde. Das für diese Vorgänge benötige Wasser lieferten vier in unmittelbarer Umgebung liegende Quellen, das in riesigen Wassertanks zwischengespeichert wurde und die heute gleich ein Wahrzeichen hoch über den Resten der einstigen Gesteinsmühle thronen.

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Fahrzeug-Wracks, Journigan’s Mill, Emigrant Canyon, Death Valley National Park, Kalifornien

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld