Monument Valley

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Touristenstrom am Highway 163, Monument Valley, Utah, USA


Das Monument Valley zählt zu den bekanntesten Landschaften des amerikanischen Südwestens, ist es doch mit seinen Tafelbergen, die aus einer weiten Ebene in den Himmel ragen, mannigfach Kulisse vieler Filme gewesen. Angefangen von Sergio Leone’s „Spiel mir das Lied vom Tode“, über diverse Filme mit John Wayne, bis hin zu Filmen wie Easy Rider habe sie alle diese einzigartige Gegend weltweit bekannt gemacht. An der Grenze zwischen Utah und Arizona gelegen, ist das Monument Valley heute im Besitz der Navajo Indianer. Dem war aber nicht immer so. Nachdem man die Navajos und die benachbarten Apachen im frühen 19.Jahrhundert begonnen hatte aus dieser Gegend zu vertreiben und ihnen Gebiete am Rio Pecos als Reservate zu zuwiesen, gab es jahrzehntelange blutige Kämpfe bei denen viele Indianer starben. Erst als Folge des berühmten “langen Marsches“, an dem sich 8000 Navajos beteiligten und ein viertel von ihnen abgeschlachtet wurde, erhielten die Navajos 1868 ihr ursprüngliches Stammesgebiet als „Reservat“ zurück.

 
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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Der staubige “Scenic Drive”, Monument Valley, Utah, USA


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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Im Gespräch, Monument Valley, Utah, USA


Heute führt eine fast 30 Kilometer lange Rundstrecke durch das Monument Valley und tausende Touristen habe so die Möglichkeit auf einer staubigen und holprigen Piste das Monument Valley vom Auto aus zu erkunden. Manche verwechseln dabei diese naturbelassene Straße mit einem asphaltierten Highway und brausen mit ihren tiefergelegten Boliden über Felsen und andere Unebenheiten. Aufgeplatzte Ölwannen und Reifenschäden sind dann die Folge. Da haben es die Besitzer von Elektro-Autos schon besser, denn die haben keine Ölwannen. Ihnen geht nur der Strom durch die voll aufgedrehte Klimaanlage aus und bleiben damit ohne Saft liegen, wo sie dann warten, bis man sie abschleppt, denn Tesla-Ladestationen gibt es im Land der Tafelberge nicht. Die Navajos wissen jedenfalls viel davon zu erzählen.

 
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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Felswände und tiefer Sand und der “Totempfahl”, Monument Valley, Utah, USA


Wer das Land abseits des 30 Kilometer langen „Scenic Drives“ erkunden möchte, der kann dies natürlich tun, benötigt jedoch ein Permit von den Navajos und einen indianischen Führer, denn das in Europa gerne praktizierte „ich kann alles und bin der Größte“ und „die sollen sich nicht wichtig machen“ wird hier nicht geduldet. Zu groß, zu unwirtlich, zu wild und zu abgelegen ist die Gegend, denn wer hier mit seinem für das Gelände untauglichen PKW und ohne Tiefsand-Fahrkenntnisse stecken bleibt, der hat ein massives Problem. Der muss damit rechnen mehrere Tage zu warten bis ihn Jemand überhaupt findet. Denn Smartphones haben keinen Empfang, die meisten Tagestouristen sind Großstadt-Cowboys ohne Outdoor-Erfahrung, es hat tagsüber unter Umständen Temperaturen um die 40 Grad und die mitgeführten Trinkwasser-Mengen reichen gerade für das „Wasser-Nuckeln“ im heimischen Strandbad. Diese Art der Selbstüberschätzung kann in dieser Gegend tödlich enden.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Mystery Valley

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: kurz vor Sonnenuntergang im Mystery Valley, Navajo-Land, Arizona, USA


Wer auf dem Highway 163 von der Kleinstadt Kayenta in Arizona Richtung Norden fährt, erreicht nach 20 Meilen Fahrt die Grenze zu Utah und damit auch die einmalige und weltbekannte Felskulisse des Monument Valley. Nur wenige Meilen davor liegt östlich des Highways ein Gebiet, das touristisch kaum erschlossen ist – das Mystery Valley. Ebenso wie das bekannte Monument Valley im Eigentum der Navajo Indianer, darf es ausschließlich in Begleitung eines Navajo Indianers besucht werden.

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: die Landschaft des Mystery Valley, Navajo-Land, Arizona, USA

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: wilde Mustangs leben im Mystery Valley, Navajo-Land, Arizona, USA


 
Indianer waren früher für ihre Reitkünste bekannt, wenn sie ohne Sättel im vollem Galopp zielsicher mit Pfeil und Bogen trafen. Seitdem sie jedoch das Pferd gegen den Pick-up Truck und das Geländeauto getauscht haben, sind sie auch zu Meistern im Fahren mit geländetauglichen Fahrzeugen im Tiefsand und über steile Felsen geworden. So auch unser indianischer Führer und ebenfalls Fotograf, mit dem wir gemeinsam das Mystery Valley besuchten. Lange Tiefsandpassagen wechselten mit steilen Felsplatten, bei denen man das Gefühl hatte, dass unser Jeep Wrangler umzufallen drohte – so ging es zu verschiedenen fotografischen Motivpunkten.

 
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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Ruinen Anasazi-Indianer, Mystery Valley, Navajo-Land, Arizona, USA

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Felsen im Licht der untergehenden Sonne, Mystery Valley, Navajo-Land, Arizona, USA


Ist der Besucherandrang im Monument Valley auf einem „Maximum“, so liegt Einsamkeit über dem Mystery Valley, obwohl dieses fast auf Sichtweite zum benachbarten Monument Valley liegt. Weite Ebenen mit steilen in der Nachmittagssonne leuchtenden Felsformationen, Felsentore aller Art und eine Reihe von Ruinen aus der Zeit der Besiedelung durch die Anasazi Indianer sind die Landschaft prägenden Highlights.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Nächtliches Monument Valley

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Milchstraße über dem Monument Valley, Navajo-Land, Grenzland zwischen Arizona und Utah, USA


Es ist um Mitternacht herum, als wir mit unserem indianischen Führer und ebenfalls Fotografen entlang der Grenze zwischen Utah und Arizona durch die stockdunkle Nacht fahren. Wir als Europäer wären hier ohne GPS-Unterstützung vollkommen verloren, so wenig lässt sich rundherum erkennen, so schnell würden wir in eine komplett falsche Richtung fahren. Als wir dann eine weite Ebene erreichen, können wir vor uns am Horizont die Silhouette verschiedener Felstürme erkennen. Wir bleiben stehen, bringen uns in Position, denn am südöstlichen Horizont ist bereits die Milchstraße über den Felstürmen rund um den „Totempfahl“ zu erkennen – ein einmaliges Schauspiel – eine einzigartige Gegend, tief im Land der Navajo-Indianer.

 
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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Sternenhimmel über dem “ear of the wind”, Monument Valley, Navajo-Land, südöstliches Utah, USA


An dieser Stelle eine kleine heitere Geschichte, die sich während der Vorbereitung für unsere Sternenfotografie ergab:
Möchte man die Milchstraße fotografieren, so ist es notwendig das Objektiv auch „unendlich“ zu fokussieren, denn die Sterne sind ja bekanntlich unendlich weit weg und wenn man nicht richtig fokussiert, so würden die Sterne auf dem Foto unscharf sein. Nur nachdem es bekanntlich in der Nacht dunkel ist, kann ein Kamera-Autofokus hier leider nichts ausrichten und der Fotograf muss dieses Fokussieren selbst und manuell durchführen. Unter normalen Bedingungen ja ganz leicht. Allerdings in der pechschwarzen Nacht des Monument Valley ist dies nicht so leicht, denn dort ist es so wie in einer Schauhöhle ohne Licht – man sieht einfach nichts und auf die kleinen Pünktchen am Himmel zu fokussieren ist fast unmöglich. Aus diesem Grund erledigt man diese Arbeit einfach am Tag und klebt den Einstellring des Objektivs mit einem Klebeband einfach fest. So machen es viele Astrofotografen und so war unser Plan.
Zu diesem Zweck parkten wir unseren Jeep entlang des viel befahrenen „Scenic Drives“ im Monument Valley, packten Kamera und Stativ aus dem Auto, stellten diese auf und suchten uns ein paar weit entfernte, unscheinbare Felsen als Ziel, um die „Unendlich-Einstellung“ vorzunehmen. Als wir so 1 oder 2 Minuten standen, kam plötzlich ein Auto mit Touristen, die Insassen sprangen heraus, zückten ihre Smartphones und fotografierten ebenfalls in die Richtung, in die unsere Kameras ausgerichtet waren. Das Schauspiel wieder holte sich wieder und wieder und kurzzeitig standen 10 Leute um uns herum und schossen Fotos mit ihren Smartphones und Tablets von den weit entfernten unscheinbaren Felsen.
Wir sprachen die Leute daraufhin an, warum sie auch dorthin fotografieren, denn dort sei ja gar nichts und wir erhielten als Antwort, dass wenn irgendwo in der Landschaft ein Fotograf stünde, der mit seiner Kamera und einem Stativ fotografiert, dann muss sich dort auch ein Motiv befinden, dass andere Menschen vielleicht nur nicht sehen – und so ist es sicher auch hier. Und als wir zu verstehen gaben, dass wir nur unsere Objektive „kalibrieren“, dann hieß es, dass man das nicht glauben kann, wir wollen nur nicht haben, dass sie hier fotografieren und wir wollen die Motive für uns alleine haben. Und auch auf die Frage, ob sie denn dort außer den unscheinbaren Felsen etwas sehen, dass es Wert wäre fotografiert zu werden hieß es, dass da sicher etwas sein muss, denn sonst wären wir ja nicht hier. Zu Hause werde man die Bilder genau analysieren. Wir wünschten jedenfalls viel Vergnügen.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Kalender 2018 – Wilde Wasserwelten im Grazer Bergland – August

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subject: Unterer Kaskadenfall bei Mixnitz, Grazer Bergland (photographer: Marina Kunzfeld, 2017)


Wasserfälle zu fotografieren bedeutet auch gleichzeitig immer ein klein wenig nass zu werden – zu stark sind Gischt und feine Wassernebel. Dieser Umstand ist besonders jetzt im August, wenn das Thermometer über die 30 Grad klettert eine angenehmer Umstand. Wer jedoch lange Brennweiten einsetzt, der kann der Feuchtigkeit ein klein wenig entkommen und auf diese Art einmal das Equipment vor Spritzwasser schützen, hat aber auch die Möglichkeit Wasserfälle aus einem anderen Blickwinkel heraus zu erkunden. Der Untere Kaskadenfall in der unteren Bärenschützklamm bei Mixnitz ist einer dieser Wasserfälle, der durch seine außergewöhnlichen Moospolster dem Fotografen viele Detail-Möglichkeiten bietet.
Aufnahmetechnik: CANON 7D mit Tele-Zoom auf 400 mm Brennweite mit Hoya-Polfilter. Aufnahme aus der Hand bei 1/125 Sekunde, um die Bewegung des Wassers nicht vollständig einzufrieren. Um genug Schärfentiefe zu erzielen mussten die ISO auf 800 angehoben werden. Heiterer Himmel, jedoch kein direktes Sonnenlicht. Bei der Entwicklung wurden Farbtemperatur manuell angepasst und Dynamik und Sättigung leicht angehoben.

 

content and image: copyright by Marina and Arpad Kunzfeld, book-and-picture

Mondfinsternis

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Mondfinsternis über der Steiermark,


Eine Sonnenfinsternis und auch eine Mondfinsternis sind ein besonderes Natur-Schauspiel, denn beide sind nicht alltäglich und wenn es zu so einem Ereignis kommt, dann ist dieses örtlich begrenzt. Diesmal waren die Europäer die Glücklichen, jedoch machte das Wetter in vielen Regionen dem Jahrhundert-Schauspiel einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Wolken verdeckten oftmals den Himmel und so konnten viele Menschen nur einen kurzen Augenblick den roten Mond bewundern.


Es gab aber noch weit aus mehr zu bestaunen, denn der sonst weiße Mond erschien im typischen rot des Mars und der nur wenige Fingerbreit darunter befindliche Mars leuchtete in der typischen weißen Farbe des Mondes – eine verkehrte Himmelswelt müsste man meinen. Und da es massig an Wolken und an Dunst in der Atmosphäre gab, hatten beide Himmelskörper einen starken „Hof“ und in manchen Augenblicken erschien der Mars sogar gleich groß, wie der Mond. Und was von vielen Menschen jedoch unbeobachtet blieb war, dass sich knappe 40° westlich des Mondes das obere Zentrum der Milchstraße zeigte – zu sehr zog die Mondfinsternis die Menschen in den Bann und zu kurz waren die Wolkenfenster, die den Blick auf unsere Galaxie frei gaben.


Was Astronomen gar nicht mögen ist, wenn durch thermische Turbulenzen in der Atmosphäre die Sterne scheinbar zu tanzen beginnen. Ein Effekt, der durch unterschiedlich dichte und durch sich laufend verändernde Luftschichten hervorgerufen wird. Dieser Effekt tritt vermehrt nach dem Durchzug von Störungsfronten auf und was manch einer in einer lauen Sommernacht als Blinken der Sterne beschreibt ist hier der große Bruder, der nicht nur blinkt, sondern die Sterne scheinbar bewegt. Seltsame und nicht kreisförmige Sternformen sind die Folge.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Im Reich der Anasazi Indianer

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: “House on Fire”, Anasazi Ruinen, Mule Canyon, südöstliches Utah, USA


Wer kennt sie nicht, die Filme mit Indianern, die mit Pfeil und Bogen in den Krieg zogen, die ihre Feinde skalpierten, die in Zelten lebten und ihre Gegner an Marterpfähle banden, um sie dort qualvoll sterben zu lassen. Alles großes Kino „made in Holywood“, die Realität sah jedoch etwas anders aus, denn nicht jeder Indianer war ein blutrünstiger Krieger, wie auch nicht jeder Ritter im Mittelalter ein mordender Schwertkämpfer war.


Die Besiedelung des amerikanischen Kontinents begann vor mehr als 6000 Jahren, jedoch gibt es von diesen amerikanischen Ureinwohnern fast keine Zeugnisse und Funde. Jede Menge Funde und Relikte gibt es jedoch vom Volk der Anasazi, die vom 5.Jahrhundert n. Chr. bis in das 13. und 14.Jahrhundert hauptsächlich in der „Four Corner“ Region lebten – der Ecke von Utah, Arizona, New Mexico und Colorado. Von diesem Volk gibt es noch mannigfach Reste ihrer einstigen Siedlungen und eine dieser Siedlungen befindet sich im Mule Canyon im südöstlichen Utah.

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Anasazi Ruinen, Mule Canyon, südöstliches Utah, USA


Die Kultur der Anasazi war relativ hoch entwickelt. Sie bauten Straßen, die die verschieden Siedlungen mit einander verbanden, wobei diese sich meist in Schluchten befanden und wie Schwalbennester unter weit ausladenden Überhängen platzierte wurden. Auf den darüber liegenden Hochebenen bestellten sie Felder, von denen sie Bohnen, Mais und verschiedene Gemüse ernteten. Wie aus Felszeichnungen zu entnehmen ist jagten sie Dickhornschafe und Antilopen, die es zu dieser Zeit noch in großen Mengen in dieser Region gab.


Mit dem ausklingenden 13.Jahhundert verschwand diese Kultur allmählich aus dieser Region, wobei man über die genauen Hintergründe heute rätselt. Man vermutet, dass es einsetzende Dürren waren, die die sesshaften Anasazi vertrieben, oder nachdrängende nomadische Indianervölker wie Navajos und Apachen. Es gibt auch lustige Vermutungen – so ist ein Fantast sogar der Meinung, dass die Anasazi Verbindungen zu Außerirdischen hatten und mit diesen in das Weltall flogen..


Beim Mule Canyon handelt es sich um ein breites, schluchtartiges Tal, in dem sich an mehreren Stellen Ruinen der Anasazi befinden. Meist nicht auf den ersten Blick zu sehen, befinden sich die Bauten oftmals über der Talsohle leicht versteckt unter felsigen Dächern. Besonders eindrucksvoll erscheinen die Ruinen dann, wenn die tiefstehende Sonne leicht unter die felsigen Überhänge scheint und damit die Felsen in ein magisches goldgelb verwandelt. Da sich bei unserem Besuch die Sonne kaum zeigen wollte, mussten wir zu anderen Hilfsmittels greifen, um zu goldgelben Sonnenlicht zu kommen. Es waren Systemblitze mit speziellen so genannten Konversionsfiltern, die wir einsetzten, um das Licht der tiefstehenden Sonne nachzustellen.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

White Pocket

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: White Pocket, Coyote Buttes South, Paria Rimrocks, Arizona, USA


Das Gebiet der Paria Rimrocks mit all seinen Naturschönheiten erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 2000 Quadratkilomentern und mitten durch dieses Gebiet verläuft die Grenze der beiden Bundesstaaten Utah und Arizona. Neben dem weltweit bekannten landschaftlichen Highlight der „Wave“ gibt es noch eine Reihe von anderen gleichermaßen schönen, aber nicht so bekannten Felsformationen. In unserem letzten Newsletter haben wir vom Wire Pass Slot Canyon berichtet – jetzt möchten wir ein südlich davon gelegenes Gebiet vorstellen – die White Pocket – eine Felsformation, die man direkt mit dem Auto erreichen kann – aber wie?

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: White Pocket, Coyote Buttes South, Paria Rimrocks, Arizona, USA


In der Sandsteinformation der White Pocket dominieren die Farben Weiß, etwas Gelb und Rot und die zerfurchte Oberflächenstruktur erinnert an die Oberfläche eines Gehirnes, was derartigen Felsstrukturen auch den Namen „Brainrocks“ gegeben hat. Wir kennen diese “Brainrocks” aus dem Gebiet der Wave. Dort sind sie gelblich – hier sind sie überwältigend und die Mischung aus den einzelnen Farben, manchmal unterbrochen durch Sand, dann wieder dazwischen das Grün einzelner Pflanzen macht dieses Gebiet so einzigartig.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: White Pocket, Coyote Buttes South, Paria Rimrocks, Arizona, USA

 
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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: White Pocket, Coyote Buttes South, Paria Rimrocks, Arizona, USA


Die Tierwelt in dieser Ecke Utahs ist meist unsichtbar – zu heiß ist es an den Tagen und die Tiere, meist Reptilien suchen tagsüber schützende schattige Plätze auf. Auf unseren Reisen in den Jahren davor hatten wir jedoch mehrfach die Chance Wüstenschildkröten und auch Klapperschlangen von Angesicht zu Angesicht zu treffen, wobei das erwartende aufeinander Treffen mit den mit einer Hornrassel ausgestatteten Reptilien immer ein Erlebnis ist. Meist registrieren die Tiere unser Herannahen weitaus früher als wir Menschen und Warnen mit ihren unverwechselbaren Rasseln bereits von weitem. Diesmal waren es neben Raben und auch Truthahngeiern vor allem kleine Eidechsen, die auf den Sandsteinfluchten auf der Suche nach etwas Fressbaren herumlaufen.

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Eidechse, White Pocket, Coyote Buttes South, Paria Rimrocks, Arizona, USA


Die White Pocket ist was die Besucherzahlen anbelangt nur sehr wenig besucht und der Grund dafür liegt in der „Erreichbarkeit“, denn man kann zwar fahren, es gibt jedoch keine normale Straße, geschweige eine gewartete oder gar geteerte Piste. Um dorthin zu gelangen geht es viele Kilometer durch tiefen Sand, was bedeutet, dass der normale USA Tourist, der pro Tag mindestens 2 Nationalparks besucht, auf Grund seines fahrbaren Untersatzes diese Felsformationen nur in Form von Bildern „besichtigen“ kann. Es sind bis zu 40 cm tiefer Sand in den Fahrrinnen, was Fahrzeuge mit großer Bodenfreiheit bedarf, damit diese nicht in der Mitte auf der Bodenplatte aufsitzen und es benötigt ein wenig an Geschick in der Art des Fahrens. Es gilt in den Tiefsand-Passagen nicht anzuhalten, das Automatikgetriebe im ersten oder maximal zweiten Gang zu sperren und ordentlich Gas zu geben und die Anti-Schlupfkontrolle zu deaktivieren. Den Allrad muss man nicht zwingend zuschalten. Tiefergelegte Fahrzeuge, mögen sie auch noch so viel Leistung unter der Haube haben oder die klassischen Familien-Vans und die normalen SUVs sind damit für diese Fahrt ausgeschlossen. Die Mutigen, die es trotzdem wagen, bleiben im tiefen Sand hoffnungslos stecken und ein Abschleppen ist in dieser Gegend nicht ganz billig und erfordert tagelange Wartezeiten.

 

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Kalender 2018 – Wilde Wasserwelten im Grazer Bergland – Juli

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subject: Hallimasch, Peggauer Wasserfall, Grazer Bergland (photographer: Arpad Kunzfeld, 2017)


Dieser Moospolster mit dem bei uns selten als Speisepilz kredenzten Hallimasch befand sich unterhalb des Peggauer Wasserfalls in einem kleinen Schlucht artigen Einschnitt. Über der Szene thront die im 12.Jahrhundert erbaute Burg Peggau. Mitten in einer aus Gischt und mit Moos überzogenen Felsen und Baumstämmen dominierten Landschaft wächst dieser Pilz meist auf alten Baumstümpfen, von denen er sich ernährt und diese im Laufe der Zeit zur Gänze verzehrt.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR mit 90 mm Tilt-Shift-Objektiv, Kamera am Stativ horizontal ausgerichtet und Optik geshiftet, sowie Lee-Polfilter. Um eine schräg von vorne links nach rechts hinten quer durch das Bild laufende Schärfe zu erzielen, wurde die Tilt-Shift-Optik entsprechend verschwenkt. Belichtungszeit: 1/15 Sekunde bei 400 ISO, bedeckter morgendlicher Himmel, Farbtemperatur manuell angepasst und Dynamik und Sättigung leicht angehoben.

 

content and image: copyright by Marina and Arpad Kunzfeld, book-and-picture

Wire Pass Slot Canyon

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Wire Pass Slot Canyon, Coyote Buttes North, Paria Rimrocks, Utah, USA


Am 29.April letzten Jahres hatten wir auf dieser Internet-Seite einen Bericht über die „Wave“ verfasst, einer atemberaubenden Sandsteinformation im Bereich des Paria Canyons und in unserem Artikel hieß es damals „Ziemlich genau an der Grenze zwischen den beiden US-Bundesstaaten Utah und Arizona liegt auf dem Colorado Plateau eine atemberaubende Felsformation, die unter dem Namen “Wave” bekannt geworden ist….“. Nun möchten wir an dieser Stelle fortsetzen, denn die nähere Umgebung dieser Sandsteinformation wartet noch mit einigen anderen Highlights auf. Eine dieser landschaftlichen Besonderheiten ist der Wire-Pass Slot Canyon. War er bei unserem letzten Besuch verwaist, so erlebten wir dieses Mal einen touristischen Ansturm der Sonderklasse und oft genug mussten wir warten, bis unsere Motive frei zum Fotografieren waren.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Wire Pass Slot Canyon, Coyote Buttes North, Paria Rimrocks, Utah, USA

 

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Reste einer indianischen Siedlung im Wire Pass Slot Canyon, Coyote Buttes North, Paria Rimrocks, Utah, USA


Viele der Canyons waren über lange Zeit hin bewohnt und die Spuren der menschlichen Zivilisation lassen sich noch an einigen Stellen gut erkennen. So auch hier im Wire Pass Slot Canyon an der Stelle, an der die Canyon-Wände auseinander treten und an der ein Felsüberhang Schutz gegen Regengüsse bietet. Von den einstigen Gebäuden der dort ansässigen Pueblo Indianer ist heute nichts mehr zu sehen und nur mehr in den weichen Fels gehauene Felslöcher, die als Steigbaum dienten, geben Zeugnis von den einstigen Bewohnern. Es waren Sturzfluten, die die Gebäude hinweg rafften.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Buckskin Gulch, Coyote Buttes North, Paria Rimrocks, Utah, USA


Der Wire Pass Slot Canyon verläuft in West-Ost-Richtung und wer ihn zu Gänze durchschreitet erreicht nach 700 Metern die angesprochene Talerweiterung mit indianischen Petroglyphen und durch Sturzfluten und modernen Touristmus fast zur Gänze zerstörten Resten einer indianischen Siedlung. An dieser Stelle mündet der Canyon in eine weitere Nord-Süd verlaufende Schlucht, die den Namen Buckskin Gulch trägt und die entsprechend ausgerüstete Wanderer über 25 Meilen verfolgen können, bis sie die Schluchten des Paria Rivers erreichen. Wir erkundeten den nördlichen Teil des Canyons mit ebenfalls schönen Engstellen und wunderbaren Lichtspielen.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Blühender Claret-Cup Kaktus, Wire Pass Slot Canyon, Coyote Buttes North, Paria Rimrocks, Utah, USA


Im Wire-Pass Slot Canyon gibt es eine Engstelle mit einer 3 bis 4 Meter hohen und senkrechten Felsstufe, die Kletterei erfordert. Vor allem für Fotografen mit schwerer und teurer Ausrüstung eine Herausforderung, doch wer sich die Umgebung des Canyons angesehen hat, der hat vermutlich bemerkt, dass dieser Canyon über zwar steile, jedoch sehr griffige Sandsteinplatten nördlich umgangen werden kann. Am höchsten Punkt dieser für die Ausrüstung schonenderen Variante durchquert man „als Draufgabe für den Tag“ einen kleinen Bereich mit im Frühjahr zum Teil wundervoll blühenden Kakteen.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Willis Creek Canyon

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Willis Creek Canyon, Grand Staircase Escalante National Monument, Cannonville, Utah, USA


Das „Grand Staircase Escalante National Monument“ zwischen Escalante im Norden und den Orten Kanab und Page im Süden durchziehen einige wenige Straßen. Diese kann man jedoch nicht mit Straßen in unseren Breiten vergleichen – meist handelt es um steinige und mit Schlag-Löchern übersäte teils üble Pisten, die Fahrzeuge mit großer Bodenfreiheit und Allradantrieb notwendig machen. Wer sich auf eine solche Straße begibt befindet sich dann auf einer Länge von 150 Kilometern in absoluter Einöde ohne jeglicher menschlicher Ansiedlung und auch ohne Mobilnetzempfang. Die westlichste dieser Routen trägt den unaussprechlichen Namen Skutumpah Road und diese Straße quert relativ bald nach ihrem nördlichen Ausgangspunkt einen kleinen Bach, von vielleicht 1 bis 2 Meter Breite. Dieser Bach ist dermaßen seicht, dass Wanderschuhe nicht einmal richtig nass werden. Der Schein trügt jedoch, denn nach starken Regenfällen und Unwettern schwillt dieses unbedeutende Rinnsal zu einem reißenden Strom an und hat im Laufe der Zeit einen unvergleichlichen Slot-Canyon geformt – den Willis Creek Canyon.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Willis Creek Canyon, Grand Staircase Escalante National Monument, Cannonville, Utah, USA

 

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Willis Creek Canyon, Grand Staircase Escalante National Monument, Cannonville, Utah, USA


Was anfänglich noch ein felsiger Einschnitt ist, wird desto weiter man im Canyon fortschreitet zu einer sehenswerten Schlucht mit über 30 Meter hohen teils glatten, dann auch wieder geschwungenen Sandsteinfluchten. Domminiert in vielen der Slot-Canyons der rote Farbanteil auf Grund des Eisenoxid-Anteils im Gestein, ist es hier ein Gelb in unterschiedlichen Varianten, teilweise unterbrochen durch graue und schwarze Streifen hervorgerufen durch das Sonnenlicht und einem geringeren Eisenanteil. Zwischen den beeindruckenden Fluchten verläuft der bei Schönwetter mehr als seichte Bach, dessen Oberfläche golden schimmert.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Willis Creek Canyon, Grand Staircase Escalante National Monument, Cannonville, Utah, USA


Dieser Slot-Canyon ist im Gegensatz zu vielen anderen Canyons an keiner Stelle so schmal, dass beispielsweise beleibtere Mitmenschen stecken bleiben könnten. Er ist sogar so breit, dass man immer wieder auf organisierte Gruppen von Reitern trifft, die sich hier auf den Rücken der Pferde durch den Canyon tragen lassen. Mit dem Tablet oder dem Smartphone filmend, wird der Ausflug dokumentiert und als Landschaftsfotograf mit der Kamera am Stativ bedeutet dies unverzüglich für die Karawane Platz zu machen, möchte man nicht haben, dass die Ausrüstung im Morast landet.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Cowboys

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Viehtrieb, Grand Staircase Escalante National Monument, Escalante, Utah, USA


Wer kennt nicht die Filme von “glorreichen” Cowboys, die auf ihren langen Ritten Rinderherden trieben, sich gegen alle möglichen Banditen zur Wehr setzen mussten und letztendlich die Tiere am Zielort verkauften. Bewaffnet mit einer Winchester und einem 45er Colt, die Füsse in Stiefeln aus Leder, einen Stetson am Kopf, abends am Lagerfeuer und tagsüber im Sattel – so begleiteten sie die Herden über viele endlose Meilen.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: die Winchester mit dabei, Grand Staircase Escalante National Monument, Escalante, Utah, USA

 

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Cowboysattel, Grand Staircase Escalante National Monument, Escalante, Utah, USA


Und wer glaubt dies sei Vergangenheit oder Wildwestromatik für den Touristen, der irrt gewaltig. Lediglich die Kurzwaffe fehlt – vieles andere ist so, wie vor 150 Jahren – natürlich modernisiert und an die heutigen Bedürfnisse angepasst. Auch heute noch werden Rinder mit dem Pferd getrieben – nur nicht mehr über die vormals langen Distanzen. Heute ist es, um Tiere auf neue Weiden zu verlegen, oder für die “Steak-Produktion” abzuholen.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Viehtrieb, Grand Staircase Escalante National Monument, Escalante, Utah, USA


Die “Hole-in-the-rock-Road” ist eine der von der Kleinstadt Escalante nach Süden führenden Pisten, die viele Besucher von Slot-Canyons befahren, um an Orte wie Zebra-Slot, Peek-a-boo oder Spooky Canyon zu gelangen. Auch wir fuhren hier entlang und landeten urplötzlich in einer Vieherde und nur Bruchteile einer Sekunde später wurde Landschaftsfotografie zu Berufsbild-Reportage. Sättel, staubiger Boden, Rinder und Cowboys – Arbeit der Farmer mit ihrem Vieh – hier im “Wilden Westen” nach wie vor vom Sattel aus – ganz anders, als es bei uns zu Hause praktiziert wird.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Little Death Hollow

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Little Death Hollow, Grand Staircase Escalante National Monument, Boulder, Utah, USA


Das Colorado Hochplateau ist von einer Vielzahl von Canyons und Schluchten durchzogen, die alle letztendlich in den Colorado River und damit auch in den Grand Canyon münden. So auch der Little Death Hollow, ein sporadisch von Wanderern und auch Fotografen besuchter Canyon, der einen langen und anstrengenden Zustieg fordert. So sind es fast 10 Kilometer vom Parkplatz bis hin zu den ersten schönen Engstellen. Anfänglich über eine lange schier endlose Ebene, dann durch ein schmales Tal, dass sich erst nach Stunden zu einem Canyon verengt.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Little Death Hollow, Grand Staircase Escalante National Monument, Boulder, Utah, USA

 

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Little Death Hollow, Grand Staircase Escalante National Monument, Boulder, Utah, USA


Der Little Death Hollow Canyon führt zu normalen Zeiten kein Wasser und wer sich in diese einsame und ausgetrocknete Gegend wagt, der muss sich mir reichlich kostbarem Nass versogen, will es ihm nicht so gehen, wie vielleicht manchem Vierbeiner, desses ausgebleichte Knochen in den “Käselöchern” der Canyonwände die letzte Ruhestätte gefunden haben.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Little Death Hollow, Grand Staircase Escalante National Monument, Boulder, Utah, USA


Dass es trotzdem Feuchtigkeit in dieser Einöde gibt beweisen an vielen Stellen Bäume, deren grüne Blätter vor allem im Frühjahr einen schönen Kontrast zu den gelben und roten Felswänden ergeben.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Little Death Hollow, Grand Staircase Escalante National Monument, Boulder, Utah, USA


Zu den Zeiten, wenn die Sonne ihren mittäglichen Zenit überschritten hat und sich Streiflicht einstellt, beginnen die Canyon-Wände besonders zu leuchten und dort wo es außergewöhnliche Felsstrukturen zu sehen gibt, wird deren Zeichnung durch das schräg einfallende Licht noch verstärkt. Die Farben variieren dabei von Gelb-Tönen bis hin zu rötlichen Tönen, hervorgerufen durch den Wingate Sandstein dieser Region.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Kalender 2018 – Wilde Wasserwelten im Grazer Bergland – Juni

Kalender 2018-06

subject: Unterer Kaskadenfall, Bärenschützklamm bei Mixnitz, Grazer Bergland (photographer: Arpad Kunzfeld, 2017)


Die Bärenschützklamm bei Mixnitz ist eines der Natur-Highlights im Großraum Graz und viele Naturliebhaber strömen an den Wochenenden in Massen durch diese Wunderlandschaft. Kurz nach dem Parkplatz sind es die Kaskadenfälle, die viele Besucher anziehen und von dem saftigen Grün in den verschiedensten Schattierungen und den herab stürzenden Wassermengen fasziniert sind. Auch Fotografen zieht es zu diesem Juwel – so auch uns. Und desto näher man sich den Wasserfall nähert, umso mehr Gischt liegt in der Luft und umso mehr gleicht der Untergrund einer Rutschbahn. Hier gilt es stabil zu stehen und die Ausrüstung vor zu viel Feuchtigkeit zu schützen.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR mit 90 mm Tilt-Shift-Objektiv, Kamera am Stativ horizontal ausgerichtet und Optik nach oben geshiftet, Focus-Stacking aus 2 Aufnahmen für eine durchgehende Schärfe, Hoya-Polfilter, Belichtungszeit: 1,0 Sekunden, heiterer Himmel ohne direktem Sonnenlicht, Farbtemperatur manuell angepasst und Sättigung leicht angehoben.

 

content and image: copyright by Marina and Arpad Kunzfeld, book-and-picture

Cathedral Valley

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Felsmonolithen, Cathedral Valley, Capitol Reef National Park, Utah, USA


Manch einem USA-Reisenden sind Namen wie Waterpocket-Fold oder Burr Trail vielleicht bekannt, gehören sie doch zum Capitol Reef National Park und sind teilweise mittels guter Straßen erschlossen. Ganz im Norden dieses Parks, weitab aller Standardwege, liegt ein Tal in fast absoluter Einsamkeit. Nur über „Dirtroads“ und mit Fahrzeugen mit großer Bodenfreiheit und Allradantrieb erreichbar, trägt dieser Teil des Nationalparks den Namen Cathedral Valley. Die Einzigartigkeit dieser Gegend verdankt sie mächtigen Felsnadeln und Felsstrukturen gleich Kathedralen, die im goldenen Licht der Nachmittagssonne in magischem Rotbraun und Gold erstrahlen.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Bentonit-Felsen, Cathedral Valley, Capitol Reef National Park, Utah, USA


Auf dem Weg zu den magischen Felsstrukturen geht es zuerst durch eine Landschaft geprägt von sanften, aber unwirklich aussehenden Kuppen aus Bentonit, einer Art Ton, der sogar in der Bauindustrie Verwendung findet. Entstanden aus verwitterter vulkanischer Asche, bildet der Bentonit farbenprächtige leicht rötliche, dann wieder graue oder weiße seltsame Kuppen, die an eine Mondlandschaft erinnern. Und in den Senken der sanften Bentonit-Kuppen finden sich schwarze über Kopf große Lavabrocken, die Zeugnis von dem in dieser Gegend einstigen Vulkanismus geben. Dann ändert die Landschaft ihr Aussehen und die Bentonit-Kuppen weichen einer Ebene mit spärlich Bewuchs. Gerade so viel, dass Farmer dies nutzen, um ihr Jungvieh hier weiden zu lassen. Was bei uns saftige Almen sind, sind hier staubige Steppen und Wasser ist nur spärlich vorhanden.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: temple of the sun, Cathedral Valley, Capitol Reef National Park, Utah, USA


Nach 40 Kilometern staubiger und steiniger Fahrt erreicht man das, wozu man sich auf den Weg machte. Felstürme, die Namen wie „temple of the sun“ oder „temple of the moon“ tragen. Diese steil abfallenden Felsklippen und die aufragenden Felstürme sind das Ergebnis der Verwitterung der einstigen Sandstein-Ebene. Dabei wurden die weichere Sandsteinschichten hier im Laufe von Millionen von Jahren durch Wind und Wetter abgetragen und die harten rötlichen “Wingate” Sandsteine und die weißen “Navajo” Sandsteinschichten haben diesem Prozess widerstehen können. Daraus hat sich das heutige Bild dieser Landschaft geformt und vor allem in den Nachmittagsstunden wird die rötliche Farbe dieser Felsen noch zusätzlich durch das Licht der untergehenden Sonne verstärkt.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: glass mountain, Cathedral Valley, Capitol Reef National Park, Utah, USA


Eine Besonderheit in dieser Gegend ist ein wenige Meter hoher Hügel, der als „glass mountain“ bezeichnet wird. Dabei handelt es sich nicht um Glas, sondern um einen kleinen Hügel, der vollständig aus Gips besteht und der den Eindruck vermittelt, als dass man vor einem Haufen Glasscherben stünde. Große Kristallflächen von vielen Zentimeter Größe des durchscheinenden Minerals spiegeln sich hier im Sonnenlicht und hier gilt “Sammeln verboten”, haben doch Mineralienliebhaber einen ähnlichen Ort in der Nähe dem Erdboden gleich gemacht.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Leprechaun Slot Canyon

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Leprechaun Slot Canyon, Henry Mountains, Hanksville, Utah, USA


Abseits der bekannten touristischen Anziehungspunkte wie Capitol Reefs und Canyonlands National Park, liegt in dem wenig besuchten Gebiet östlich der Henry Mountains ein Slot Canyon der Extraklasse – der Leprechaun Canyon. Auf den ersten Metern noch gleich einem engen Tal, dann aber ein vielleicht nur 1 Meter breiter Spalt, ist dieser Slot Canyon etwas mehr als 400 Meter lang. Erreichbar von der Kleinstadt Hanksville im südlichen Utah, ist bereits das Auffinden des Parkplatzes, von dem aus man den Canyon erreicht, für viele Menschen eine Herausforderung, denn weder Hinweistafeln, noch eine markante Zufahrt deuten auf diesen Slot Canyon hin.


Aber nicht nur der Canyon selbst, sondern auch sein ungewöhnlicher Name sind eine Suche wert. Das Wort Leprechaun kommt aus dem Irischen und bezeichnet einen speziellen Kobold, der mit einem Goldschatz in Verbindung gebracht wird und dessen Lage es gilt dem Leprechaun zu entlocken. Wer dies schaffen sollte, dem wird ein Topf mit Gold geschenkt. Und wie in all den Fabeln ist dies ein Ding der Unmöglichkeit. Welchen Bezug jedoch dieser irische Kobold zu diesem Slot Canyon hat ist nicht klar und lässt einen nur spekulieren. Ist der Slot vielleicht die Wohnstätte dieses Kobolds oder ist er die Ort des vermuteten Goldschatzes. Letzteres scheint am ehesten der Wahrheit zu entsprechen, denn wenn die Sonne um die Mittagszeit ihren Zenit erreicht hat, leuchten Teile der Felswände in einem Goldgelb, als wären sie aus reinem Gold und als würde sich dahinter der Goldschatz verbergen.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Leprechaun Slot Canyon, Henry Mountains, Hanksville, Utah, USA


Vom Parkplatz aus ist es knapp über einen Kilometer, bis sich das Tal zu einem Canyon verengt und braune bis dunkelrote Sandsteinwände die seitlichen Barrieren bilden. Im Gegensatz zu vielen anderen „Slots“, wird für diesen Canyon derzeit noch keine Gebühr eingehoben und das obwohl in den letzten Jahren die Besucherzahlen im südlichen Utah massiv angestiegen sind. Üblicherweise hat man als Fotograf diesen Canyon den ganzen Tag für sich alleine, kann sich austoben, denn dieser Canyon wird relativ selten besucht. Die Frage ist nur, wie lange dieses Kleinod noch von den zu Zehntausenden durch die USA reisenden Chinesen unentdeckt bleibt.

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Leprechaun Slot Canyon, Henry Mountains, Hanksville, Utah, USA


Die Engstelle des Canyons ist eine 40 Meter lange Passage, von nur einem Meter Breite. Und durch die fast 30 Meter hohen Wände dringt fast kein Tageslicht nach unten. Dadurch erhält der Besucher den Eindruck in einer Höhle oder in einem alten Bergwerksstollen zu stehen – so dunkel ist es hier am Grund des Canyons. Ein massiver Klemmblock in etlichen Metern Höhe zeugt darüber hinaus von den ungeheuren Naturkräften, die „Fashfloods“ verursachen können, denn an der Oberseite des Blockes sind die Reste einer Baumwurzel eingeklemmt. Da frägt man sich, wie diese Wurzel wohl in diese Höhe gekommen sein mag und unweigerlich wird einem bewusst, was „Flashfloods“ anrichten können. Wehe dem, der sich dann im Canyon befindet!

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Leprechaun Slot Canyon, Henry Mountains, Hanksville, Utah, USA


Und das Wasser im Canyon fliessen kann zeigen viele der Wasserpfützen und kleineren und grösseren Lacken auch zu Zeiten der Trockenheit. Meist übel riechend sind sie vorallem zu Zeiten der Gewitter und der Flashfloods eine Herausforderung bei einem Durchwandern des Canyons, möchte man nicht in diesen schlammigen Sumpf mit seinen Schuhen steigen.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Kalender 2018 – Wilde Wasserwelten im Grazer Bergland – Mai

Kalender 2018-05

subject: Oberer Kaskadenfall, Bärenschützklamm bei Mixnitz, Grazer Bergland (photographer: Arpad Kunzfeld, 2017)


Das Frühjahr hat für Fotografen seinen ganz speziellen Reiz, vor allem wenn es darum geht, Laubwälder und Grünpflanzen zu fotografieren. Das Grün der Bäume ist im Mai heller und hat einen gewissen Gelbanteil. Landläufig als Maigrün bezeichnet, leuchten auch im Grazer Bergland die grünen Karstlandschaften im Gegenlicht in dieser, für das Frühjahr, so speziellen Farbe. Grund für diese gelbgrüne Farbe ist der im Frühjahr sehr hohe Anteil von Carotinoiden in den Blattstoffen, die die jungen Blätter vor der Zerstörung durch die Photo-Oxidation wie eine Sonnencreme mit hohem Sonnenschutzfaktor schützen. Erst wenn im Laufe des Jahres der Anteil an Carotinoiden sinkt, erhalten die Blätter das typische saftige Dunkelgrün.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR mit 24 mm Tilt-Shift-Objektiv, Kamera am Stativ horizontal ausgerichtet und Optik nach oben geshiftet, Focus-Stacking aus 2 Aufnahmen für eine durchgehende Schärfe, Hoya-Polfilter, Belichtungszeit: 0,6 Sekunden, heiterer Himmel ohne direktem Sonnenlicht, Farbtemperatur manuell angepasst und Sättigung leicht angehoben.

 

content and image: copyright by Marina and Arpad Kunzfeld, book-and-picture

Kalender 2018 – Wilde Wasserwelten im Grazer Bergland – April

Kalender 2018-04

subject: Oberer Kaskadenfall, Bärenschützklamm bei Mixnitz, Grazer Bergland (photographer: Arpad Kunzfeld, 2017)


Als ein Vorbote auf die wärmeren Tage mit ihrem saftigem grün zeigt das April-Bild unseres Kalenders die Wasserspiele des Oberen Kaskadenfalls in der unteren Bärenschützklamm. Von vielen Besuchern der Klamm unbeachtet, liegt dieser Wasserfall etwas abseits des klassischen Wanderweges. Wer sich trotzdem die wenigen Minuten für dieses Abstecher Zeit nimmt, der darf ein wahres Kleinod mit grünem Moos, einem kleinem Steg und sprudelndem Wasser genießen.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR mit 90 mm Tilt-Shift-Objektiv, Kamera am Stativ horizontal ausgerichtet und Optik nach oben geshiftet und für eine durchgehende Schärfe getiltet, Lee-Polfilter, Belichtungszeit: 1,0 Sekunden, heiterer Himmel während der fortgeschrittenen Morgendämmerung, Farbtemperatur manuell angepasst und Sättigung leicht angehoben.

 

content and image: copyright by Marina and Arpad Kunzfeld, book-and-picture

Kalender 2018 – Wilde Wasserwelten im Grazer Bergland – März

Kalender 2018-03

subject: Unterer Badlgraben, Tanneben, Badl bei Peggau, Grazer Bergland (photographer: Arpad Kunzfeld, 2017)

 


Das März-Bild unseres Kalender steht heute im krassen Gegensatz zu dem, wie sich die Natur derzeit im Grazer Bergland präsentiert. Aber als ein kleiner Vorgeschmack auf die wärmere Jahreszeit zeigt diese Aufnahme einen der vielen kleinen Wasserfälle im Unteren Badlgraben bei Peggau. Namenlos und versteckt hinter Felsen ergießt sich hier ein Teil des durch den Badlgraben fließenden Baches über eine kleine Felsstufe.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR mit 45 mm Tilt-Shift-Objektiv, Kamera am Stativ horizontal ausgerichtet und Optik nach oben geshiftet und für eine durchgehende Schärfe getiltet, Lee-Polfilter, Belichtungszeit: 1,0 Sekunden, heiterer Himmel ohne direktem Sonnenlicht, Farbtemperatur manuell angepasst und Sättigung leicht angehoben.

 

content and image: copyright by Marina and Arpad Kunzfeld, book-and-picture

Kalender 2018 – Wilde Wasserwelten im Grazer Bergland – Februar

Kalender 2018-02

subject: Mixnitzbachfall, Bärenschützklamm bei Mixnitz, Grazer Bergland (photographer: Arpad Kunzfeld, 2017)


Wer von Mixnitz aus in die Bärenschützklamm wandert, der kennt sicher jenen großen Wasserfall, der nach 10 Gehminuten von der ersten massiven Brücke aus zu bewundern ist, denn hier donnern in der Regel ungeheure Wassermengen über eine Geländekante. Diese Wassermassen erzeugen einen tosender Lärm, es sprüht die Gischt und der Betrachter erfährt fast hautnah, was Naturgewalten sein können. Es gibt aber auch Zeiten, da sind die Wassermengen gering und braune Felsen und grüne Moose werden sichtbar. So eine Zeit ist die ausklingende Winterzeit, die Zeit bevor die Schneeschmelze einsetzt und die Zeit, wenn nur vereinzelt Personen die Klamm besuchen. Und genau an so einem Tag entstand diese Aufnahme. Dazu bedarf es jedoch nahe an den Wasserfall zu gelangen und sich einen Standort im knie-hohen kühlen Nass zu suchen. Wer hier Watstiefel besitzt ist im Vorteil, denn kaltes Wasser und niedrige Aussentemperaturen lassen einen schnell auskühlen.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR mit 90 mm Tilt-Shift-Objektiv, Kamera am Stativ horizontal ausgerichtet und Optik nach oben geshiftet, Lee-Polfilter, Belichtungszeit: 1,0 Sekunden, heiterer Himmel ohne direktem Sonnenlicht, Fokus-Stacking, Farbtemperatur manuell angepasst und Sättigung leicht angehoben.

 

content and image: copyright by Marina and Arpad Kunzfeld, book-and-picture

Bärenschützklamm im Winterkleid

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photographer: Arpad Kunzfeld
subject: Mixnitzbachfall, Untere Bärenschützklann, Grazer Bergland


Wer von Mixnitz aus in die Bärenschützklamm wandert kennt sicher jenen großen Wasserfall, der nach 10 Gehminuten von der ersten massiven Holzbrücke aus zu sehen ist. In den Sommermonaten donnern hier Wassermassen mit lautem Tosen über die felsige Geländekante. Wer sich jedoch in der kalten Jahreszeit hier auf den Weg macht, der hat – heute zwar schon eher selten – die Chance diesen Wasserfall zu Eis erstarrt zu sehen.

 

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photographer: Arpad Kunzfeld
subject: Mixnitzbachfall, Untere Bärenschützklann, Grazer Bergland



Um dem gleich einem eisigen Schloss gleichendem Gebilde näher zu kommen, ist es notwendig unmittelbar nach der Brücke hinab zu steigen. Wenige Meter danach steht man dann vor der eisigen Pracht.

 

content and image: copyright by Arpad Kunzfeld

Kalender 2018 – Wilde Wasserwelten im Grazer Bergland – Januar

Kalender 2018-01

subject: Oberer Badlgraben, Tanneben, Badl bei Peggau, Grazer Bergland (photographer: Arpad Kunzfeld, 2017)


Wenige Kilometer nördlich des Ortes Peggau im Murtal mündet ein enger und finsterer Graben ins Murtal: der Badlgraben. Und für viele Menschen heute nicht mehr vorstellbar, vor mehr als 40 Jahren führte durch diesen schluchtartigen Einschnitt eine Strasse, die Semriach mit dem Murtal verband. Diverse Hochwässer hatten jedoch die einstige schmale Strasse zur Gänze zerstört und nur mehr ganz wenige Stellen erinnern daran, dass hier einmal Autos fuhren. Heute selten besucht, voll mit seltsamen Farnen, die an Urzeiten erinnern, ist dieser enge Graben übersät mit kleinen Wasserfällen und bemoosten Felsblöcken – ein Eldorado für Landschaftsfotografen.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR mit 45 mm Tilt-Shift-Objektiv, Kamera am Stativ horizontal ausgerichtet und Optik geshiftet, Lee-Polfilter, Belichtungszeit: 1,6 Sekunden, stark bewölkter Himmel, Fokus-Stacking, Farbtemperatur manuell angepasst und Sättigung leicht angehoben.

 

content and image: copyright by Marina and Arpad Kunzfeld, book-and-picture

Winterschlaf

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photographer: Arpad Kunzfeld
subject: Kleine Hufeisennase, Blei-Silber-Bergbau Übelbach / Lesser Horseshoe bat, ancient led-silver mine Uebelbach, Styria


Noch bevor in unseren Gegenden die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken, ist es für Fledermäuse an der Zeit ihre Winterschlafplätze aufzusuchen. Und wer dann in Höhlen steigt und alte Bergwerke befährt, der kann erleben, wie sich die Tiere kopfüber hängend auf den langen Schlaf vorbereiten, indem sie sich in ihre Hautflügel gleich einem Mantel einwickeln.


Eine bei uns in Österreich am häufigsten vorkommende Art dieser extrem nützlichen Tiere ist die „Kleine Hufeisennase“. Nur knapp über 4 cm groß, mit einer Flügelspannweite um die 25 cm, sich hauptsächlich von Insekten ernährend, hält sie von Oktober bis in den März hinein ihren Winterschlaf. In Österreich auf der Liste der gefährdeten Tiere hat sich der Bestand dieser kleinsten europäischen Fledermausart in den letzten Jahrzehnten stark reduziert, da einmal die Rückzugplätze der Tiere immer geringer werden und die Tiere auch immer wieder während ihres Winterschlafes gestört werden. Diese Störungen gehen sogar soweit, dass die Tiere verhungern.


Diese Aufnahme entstand, als sich die Tiere begannen auf ihre Winterruhe vorzubereiten und ihre Körperfunktionen noch nicht reduziert hatten. Aufgenommen mit einem 100 mm Makro-Objektiv und einem entfesseltem seitlichem Systemblitz. Eine der Herausforderungen bei der Fotografie von ruhenden Fledermäusen ist das korrekte Fokussieren auf Grund der Örtlichkeit. Was Kameras üblicherweise bei noch schwachen Lichtverhältnissen perfekt können, funktioniert im Reich der absoluten Dunkelheit jedoch nicht. Und die Abhilfe des Ausschaltens des Autofokus und anstelle dessen ein manuelles Fokussieren funktioniert ebenfalls nur dann, wenn der Fotograf etwas sehen kann – und dies ist im „lichtleeren Raum“ nicht möglich. Der Ausweg durch ein Beleuchten der Tiere mit einer starken Taschenlampe, um in Ruhe zu fokussieren, ist ebenfalls nicht zu empfehlen, da dieses Dauerlicht die Tiere unnütz in Stress versetzt. Deshalb nutze ich eine Methode, bei der ich die Kamera auf dem Stativ wegdrehe, die Entfernung zum Tier zuvor messe und einen gleichen Entfernungs-Punkt an einer abgewandten Stelle suche. Diese Methode ist effizient, geht schnell, wenn man gelernt hat in dunkler Umgebung zu hantieren und setzt die tierischen Fotomodelle nicht in Stress. Gute Kenntnis über Lichtführung in der absoluten Dunkelheit sind zum Schluss noch der Schlüssel dafür, mit einem „Schuss“ die gewünschte Aufnahme zu erzielen.

 

content and image: copyright by Arpad Kunzfeld

 

 

Hoodoos – Felsnadeln in Pilz-Gestalt

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photographer: Marina Kunzfeld
subject: Toadstool Hoodoos, Paria Rimrocks, Grand Staircase Escalante National Monument, Utah, USA


Wer in den USA am Highway 89 von Page in Arizona Richtung Westen fährt, der passiert nach 30 Meilen Autofahrt einen kleinen Parkplatz auf der rechten Seite der Straße. Ausgewiesen als „Toadstool Hoodoos Trailhead“ führt hier ein beschaulicher Wanderweg in ein Gebiet mit seltsamen Felsnadeln, auf deren Spitzen tonnenschwere Feldblöcke ruhen – sogenannte Hoodoos. Zuerst eben durch einen sich leicht windenden “Wash”, erreicht der Weg bald ein kleines Hochplateau, auf dem sich die ersten dieser Hoodoos befinden. Eingetaucht in braune und weiße und manchmal leicht gelblichen Farbtönen, stehen auf dieser Hochfläche Felsnadeln von knapp 1 Meter bis viele Zehnermeter Größe – eine Gegend der besonderen Art – eine Gegend der Felsnadeln in Pilz-Gestalt.

 
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photographer: Arpad Kunzfeld
subject: Paria Rimrocks, Grand Staircase Escalante National Monument, Utah, USA

 

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photographer: Arpad Kunzfeld
subject: Long Necked Hoodoo, Paria Rimrocks, Grand Staircase Escalante National Monument, Utah, USA

 


Hoodoos entstanden durch die Erosion einer einst geschlossenen Fels-Ebene, die zuerst durch die kontinuierliche Verwitterung in einzelne große Quader zerteilt wurde. Da der Verwitterungsprozess unaufhaltsam weiter lief, wurden auch die Quader immer weiter zerteilt, bis letztendlich diese außergewöhnlichen Nadeln übrig blieben. Ihre typische Form mit den teilweise riesigen Felsblöcken auf der Spitze erhielten sie auf Grund der unterschiedlichen Härte der einzelnen Schichten, die unterschiedlich stark verwitterten. Hoodoos sind aus vielen Gegenden der USA bekannt, wobei die Region zwischen Page in Arizona und Kanab in Utah sicher zu den Gegenden mit den schönsten und ausgefallensten Exemplaren zählt.

 

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photographer: Arpad Kunzfeld
subject: Toadstool Hoodoos, Paria Rimrocks, Grand Staircase Escalante National Monument, Utah, USA

 

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photographer: Marina Kunzfeld
subject: Toadstool Hoodoos, Paria Rimrocks, Grand Staircase Escalante National Monument, Utah, USA

 


Obwohl das Gebiet der „Toadstool Hodoos“ sich nur über wenige Quadratmeilen erstreckt und eher als sehr klein zu bezeichnen ist, lädt es doch zum stundenlangen Verweilen ein. Vor allem Fotografen finden hier viele außergewöhnliche Motive, angefangen von klassischen Hoodoos mit ihren felsigen Kopfbedeckungen, über ganze Geländestrukturen, die an Schokolade mit Zuckerguss erinnern, bis hin zu Steinskulpturen, die übergroßen Pilzen gleichen. Als wir dieses Gebiet besuchten waren bereits die Nachmittagsstunden angebrochen – ein optimaler Zeitpunkt für einen Besuch, denn vor allem im flachen Licht der Nachmittagssonne beginnen die Felsskulpturen zu besonders schön zu leuchten.

 

content and image: copyright by Marina and Arpad Kunzfeld, book-and-picture

The Wave – eine einzigartige Landschaft im Südwesten der USA

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photographer: Marina Kunzfeld
subject: “The Wave”, Coyote Buttes North, Paria Canyon, Arizona, USA


Ziemlich genau an der Grenze zwischen den beiden US-Bundesstaaten Utah und Arizona liegt auf dem Colorado Plateau eine atemberaubende Felsformation, die unter dem Namen “Wave” bekannt geworden ist. Bis 1995 quasi unentdeckt, war es der deutsche Naturfilmer Gogol Lobmayr, der in seinem Naturfilm “Fascinating Nature” erstmals die “Wave” filmte und damit die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf diese Felsformation lenkte. Heute mehr als 20 Jahre danach ist das Interesse dermaßen hoch, dass die amerikanischen Behörden sich gezwungen sahen, den Zugang zur Wave massiv zu beschränken. So wird es nur 20 Personen pro Tag gestattet diesen Teil des Colorado Plateaus zu besuchen und die Vergabe für ein Permit erfolgt dazu über ein Lotterie-System, zu dem sich teilweise bis zu 4000 Personen pro Tag anmelden. Wir von book-and-picture hatten bereits bei unserem ersten Versuch das Glück 2 der begehrten Permits zu erhalten.

  
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photographer: Marina Kunzfeld
subject: photographing araound the “The Wave”, Coyote Buttes North, Paria Canyon, Arizona, USA

 
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photographer: Arpad Kunzfeld
subject: Access to “The Wave”, Coyote Buttes North, Paria Canyon, Arizona, USA


Bei der Felsformation der Wave handelt es sich um versteinerte Sanddünen aus der Zeit des Jura, die sich über Jahre von Millionen verfestigt hatten und damit zu Sandstein wurden. Die kontinuierliche Erosion durch Wind und Wetter jedoch, arbeitete eine riesige Senke in die, aus rötlichem Navajo-Sandstein bestehende ehemalige Düne, die dem Gestein heute das Aussehen einer Welle gibt. Diese Felsen leuchten dazu noch in den verschiedensten Rot-, Orange- und Brauntönen und sind von feinen hellen Schichten und Schnüren durchzogen. Diese feinen Strukturen verstärken in der ausgewaschenen Mulde das Aussehen der Welle und daher ist diese Formation ein so begehrtes und einzigartiges Motiv für Fotografen jeglicher Art. Von Narzissten bewaffnet mit Handys, die ihre Selfies schießen bis hin zu mit schwerem Gerät ausgerüstete Landschaftsfotografen sind alle versammelt. Und dabei wandert man stundenlang durch die absolute Wildnis, ohne Handynetz, ohne Schatten spendende Bäume, bei Temperaturen jenseits der 30°, weglos und quer-fels-ein – fast untypisch für die Zeit von heute mit ihrer Schnelligkeit, aber auch Oberflächlichkeit. Man trifft Menschen aus allen Regionen der Erde, viele hetzend, einige wenige beschaulich und die Landschaft aufsaugend.

  
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photographer: Marina Kunzfeld
subject: Taking pictures, “The Wave”, Coyote Buttes North, Paria Canyon, Arizona, USA


  

Wir sind noch vor Sonnenaufgang los marschiert bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, immer mit gleichmäßiger Geschwindigkeit, Felsflanken überwindend, felsige Hochplateaus lange querend und zu aller Letzt über eine steile Sanddüne empor bis zu den Felsen der Wave. Es gibt keinen ausgetreten Weg, keine Markierungen, nur ein paar Fotografien, die die Ranger verteilen. Der Weg verlangt Orientierungssinn, oder Vertrauen in die erste Gruppe am Tag, der alle hinterher laufen. So waren es bei uns 4 Engländer, die uns folgten, dahinter 14 weitere Aspiranten, die die 20 vervollständigten. Und wenn man dann nach 2 Stunden die ersten Felsen erreicht, dann ist die Spannung und die Vorfreude am Maximum. Dann dauert es allerdings noch einige Minuten, denn die „Wave“ gilt es zu suchen – denn man sieht sie nicht gleich. Erst nachdem man die Senken der Mulde durchschritten hat und seinen Blick nach hinten wendet, dann ist sie da und in voller Pracht.

  
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photographer: Arpad Kunzfeld
subject: “The Wave”, Coyote Buttes North, Paria Canyon, Arizona, USA

 

Das Gebiet rund um die Wave hat aber weitaus mehr zu bieten, als nur die Formation der Wave selbst. Wer sich aufmacht die Umgebung zu erkunden, der wird Felsen entdecken, die der Oberfläche eines Gehirns gleichen, der wird kleine Teiche und Tümpel finden, der wird Eindrücke sammeln, die ihresgleichen suchen. Der wird erleben, wenn die Nachmittagssonne alles in ein Goldgelb und Orange taucht, der wird die absolute Stille erleben, denn die anderen 18 Besucher sind oftmals bereits am Weg zurück und der wird Bilder mit nach Hause nehmen, seien sie nur im Kopf oder auf der Speicherkarte der Kamera zwischengelagert.

  
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photographer: Arpad Kunzfeld
subject: Brainrocks, “The Wave”, Coyote Buttes North, Paria Canyon, Arizona, USA

  

Heute gibt bereits jede Menge an Literatur über die Wave und vor allem über den Weg dorthin. Wer die Absicht hat die Wave zu besuchen, der tut gut daran diese Dinge vorab zu lesen. Der möge sich aber auch im Klaren sein, dass er unendliche Wildnis betritt, und die nächste menschliche Ansiedlung viele Stunden, wenn nicht sogar Tage entfernt ist und ein kleiner Unfall, bei dem man sich nur den Fuß verstaucht bereits große Auswirkungen haben kann. Man sollte sich auch im Klaren sein, dass man nicht nur um die Ecke geht, wie in den Supermarkt, sondern in eine lebensfeindliche Region eintaucht, die teilweise alpine Erfahrung voraussetzt, die eines geschulten Orientierungssinnes bedarf, auch wenn heute GPS wunderbar unterstützen kann und die eine exakte Planung inklusive Outdoor-Zeitmanagement notwendig macht. Menschen, die diese Fähigkeiten und diese Erfahrung nicht haben, die glauben „es wird schon irgendwie gehen“ denen sei geraten andere großartige Orte zu besuchen, derer es viele in dieser Gegend gibt, denn sie bringen sich und andere in Lebensgefahr.

  
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photographer: Marina Kunzfeld
subject: Landscape around “The Wave”, Coyote Buttes North, Paria Canyon, Arizona, USA

 

Zu aller Letzt noch ein paar Worte über Zeiten, Orte und Permits. Für einen Besuch der Wave gibt es nur eine Zeit, die nicht zu empfehlen ist und das sind die heißen Sommermonate mit Temperaturen jenseits der 30° oder 35° Celsius. Und als Ausgangsort ist die Kleinstadt Kanab im Bundesstaat Utah sicher die günstigste Variante, denn in Kanab befindet sich das Visitor-Center und dort werden auch die Permits verlost und ausgegeben. Von dort sind es dann knapp über 70 Kilometer bis auf den Wire-Pass, dem Ausgangspunkt für eine Tour zur Wave, wobei die letzten 15 Kilometer über eine teilweise lehmige Piste führen, die, wenn es regnet unpassierbar wird. Auf dem Wire-Pass gibt es dann einen eigenen Parkplatz. Alle dort abgestellten Fahrzeuge müssen registriert werden, egal wohin der Wanderer sich begibt. Besucher der Wave haben dazu ein eigenes Parkticket, das sie zusammen mit dem Wave-Permit erhalten haben und sind angewiesen, dieses Ticket sichtbar im Fahrzeug zu hinterlassen. Alle anderen, die beispielsweise in den Wire-Pass Slot-Canyon oder in die Buckskin Gulch wollen, füllen ein eigenes Parkticket aus, das sie am Parkplatz erhalten. Zusätzlich liegt ein „trail head registration book“ auf, in das sich jeder mit Namen, Ziel und Fahrzeug-Kennzeichen einträgt, damit die Ranger wissen, wer wohin unterwegs ist. Ein Freund von uns ist Ranger und überprüft diese Angaben und überwacht das Gebiet. Meist irgendwo versteckt, nicht nur mit dem Fernglas bewaffnet, überwachen er oder seine Kollegen die Gegend, denn das Gelände ist extrem weit einsehbar und jeder Besucher muss sein weit leuchtendes Permit deutlich sichtbar außen auf dem Rucksack tragen. Nur so kann im Notfall geholfen werden und Nichtzahler abgefangen werden, wobei der nachträglich zu zahlende Preis des Permits dann von ursprünglich ein paar Dollar auf ein paar Tausend Dollar ansteigt.

 

content and image: copyright by Marina and Arpad Kunzfeld, book-and-picture

May Green

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photographer: Arpad Kunzfeld
subject: Ober Kaskadenfall, Bärenschützklamm / upper cascade fall, Bärenschützklamm, Styria


Das Frühjahr hat für Fotografen seinen ganz speziellen Reiz, vor allem wenn es darum geht, Laubwälder und Grünpflanzen zu fotografieren. Das Grün der Bäume ist im April und Mai heller und hat einen gewissen Gelbanteil. Landläufig als Maigrün bezeichnet, leuchten auch im Grazer Bergland die grünen Karstlandschaften im Gegenlicht in dieser, für das Frühjahr, so speziellen Farbe. Grund für diese gelbgrüne Farbe ist der im Frühjahr sehr hohe Anteil von Carotinoiden in den Blattstoffen, die die jungen Blätter vor der Zerstörung durch die Photo-Oxidation wie eine Sonnencreme mit hohem Sonnenschutzfaktor schützen. Erst wenn im Laufe des Jahres der Anteil an Carotinoiden sinkt, erhalten die Blätter das typische saftige Dunkelgrün.


Diese Aufnahme entstand im Bereich des Oberen Kaskadenfalls in der Bärenschützklamm bei Mixnitz. Und Obwohl die letzten Monate fast keinen Niederschlag gebracht haben und sich das ganze Land ausgetrocknet und staubig zeigt, scheint die Quelle des Kaskadenfalls nicht zu versiegen. Gespeist aus unterirdischen Wasserläufen des „Grünen Karst“ liefert diese Quelle auch während den trockenen Jahreszeiten Wasser, das sich in 2 Kaskaden in den Mixnitzbach ergießt.

 

content and image: copyright by Arpad Kunzfeld