Antelope Canyon X

Kalender 2019 – America’s Southwest – Oktober

Kalender2019-10

subject: Antelope Canyon X, Page, Arizona, USA (photographer: Arpad Kunzfeld, 2018)


Die Landschaften des Südwestens der USA werden von der Farbe Rot dominiert. Es ist der Navajo Sandstein, ein ursprünglich aus Sandkörnern entstandenes Sedimentgestein, dass sein zeitlichen Ursprung in der Zeit hat, als die Welt von Reptilien regiert wurde und der Tyrannosaurus Rex um die Ecke blickte. 145 Millionen Jahre sind seither vergangen und gigantische Kräfte aus dem Erdinneren, aber auch Wind und Wetter, Sturzbäche, sowie Hitze und Kälte haben diese Gegend geformt. Zurück geblieben sind enge Felsspalten, nur wenige Meter breit, dafür an die 30 oder 40 Meter tief. Diese Slot Canyons sind es, die jedes Jahr Hunderttausende anlocken, so auch uns. Im steil von oben einfallenden Licht der Mittagssonne beginnt der Navajo-Sandstein zu leuchten und dies vom dunklen rot bis hin zu hellen gelb – ein Farbenspiel der besonderen Art. Und wer dies unbeschwert und vor allem unbedrängt vom Massentourismus erleben möchte, dem sein der Antelope Canyon X empfohlen. Auch Eigentum einer Navajo Familie, ist dieses Kleinod weitaus weniger besucht als die berühmten Antelope Canyons und es gibt Zeiten, da ist das einzige Geräusch das Rieseln des Sandes oder das Auslösen der Kamera.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSr vom Stativ, Optik: 35 mm, Lee-Polfilter, Belichtung: 1 Sekunde bei Blende 13, wolkenloser Himmel ohne direktem Sonnenlicht, Farbtemperatur manuell angepasst, Sättigung der Rottöne angehoben und einige dunkle Farbe leicht aufgehellt.

 

content and image: copyright by Marina and Arpad Kunzfeld, book-and-picture

Kalender 2019 – America’s Southwest – Mai

Kalender2019-05

subject: Antelope Canyon X, Page, Arizona, USA (photographer: Arpad Kunzfeld, 2018)


Im Oktober letzten Jahres hatten wir einen Reisebericht über den Antelope Canyon X veröffentlicht, einem grandiosen Slot-Canyon in der Nähe der weltweit bekannten Antelope Canyons. Dieser Canyon X ist ebenso wie der Lower und der Upper Antelope Canyon im Privatbesitz einer Navajo-Familie, dafür nicht überlaufen, aber gleichermaßen beeindruckend. Wird man heute in den beiden klassischen Antelope Canyons regelrecht hindurch getrieben, so ist man im Antelope Canyon X mehr oder minder allein. Dies geht sogar soweit, dass man sich im Canyon X absolut frei bewegen kann und sich auch mit den wenigen anderen Besuchern sogar als Fotograf gut arrangieren kann, was freien Blick auf Motive betrifft. Das prachtvolle Farbenspiel an den Felswänden, das sich um die Mittagszeit in den verschiedensten Rot- und Gelbtönen zeigt, spielt sich in diesem Canyon hoch über den Köpfen der Besucher ab. Wer hier fotografieren möchte, der sollte sich auf alle Fälle ein Stativ mit Kugelkopf mitnehmen, denn klassische Drei-Wege-Neiger können diese “Über-Kopf-Winkel” nicht mehr bewerkstelligen. Wir verbrachten an diesem Tag fast an die 3 Stunden im Canyon und dies um die Mittagszeit herum, als die Sonne von oben in den schmalen Canyon schien und dabei die Felsen magisch erleuchtete.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR mit einer Brennweite von 45 mm am Stativ, Hoya-Polfilter, Belichtung: 8 Sekunden bei Blende 5.6; Aufnahme zur Mittagszeit, wolkenloser Himmel, Farbtemperatur manuell angepasst, Sättigung der Farben angehoben und einige dunkle Farbe leicht aufgehellt, einige sehr helle Stellen abgedunkelt.

 

content and image: copyright by Marina and Arpad Kunzfeld, book-and-picture

Antelope Canyon X

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Antelope Canyon X, Page, Arizona, USA


Wenn Natur- und Landschaftsliebhaber über Slot-Canyons sprechen, assoziieren diese dies sehr oft mit dem Antelope Canyon. Wer sich allerdings etwas eingehender mit der Thematik des Antelope Canyons befasst und vielleicht auch die Möglichkeit hat und mit den lokalen Navajo-Stämmen zu sprechen, der wird bald erfahren, dass es viele „Antelope Canyons“ gibt. Der Name Antelope Canyon rührt von den einst in dieser Gegend sehr häufig vorkommenden Gabelhornantilopen oder Proghorns her, Tieren, die wir eher mit Afrika verbinden. Auch handelt es sich bei diesen Proghorns aus zoologischer Sicht gar nicht um Antelopen, sondern nur die Ähnlichkeit mit diesen hat die Weißen einst dazu veranlasst, diesen Tieren den Namen „Antelope“ zu geben. Die Proghorns lebten früher in größeren Verbänden im heutigen Gebiet der Canyons, waren eine der Nahrungsquellen der Indianer und gaben diesen Canyons auch die heute weltweit bekannten Namen. Neben dem den meisten Besuchern bekannten „Upper Antelope Canyon“ ist es der „Lower Antelope Canyon“ der die Leute anzieht. Verfolgt man das Antelope Canyon System jedoch weiter Richtung Süden, so gibt es noch 2 weitere, auch für Touristen zugängliche Canyons. Einer davon ist der Cardiac Canyon, der andere ist der Antelope Canyon X, ein Slot der absoluten Extraklasse.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Antelope Canyon X, Page, Arizona, USA


Wenn man den Highway 98 von Page Richtung Süden fährt, die Zufahrten zu den beiden Antelope Canyons passiert, so sind es einige Meilen Fahrt bis man den Ausgangspunkt zum Canyon X erreicht. Verwundert, ob man wohl richtig sei, denn es fehlen hier die Massen, die man von den beiden Antelope Canyons her kennt. Und es mag dann durchaus sein, dass man der Einzige ist, der hier sein Ticket löst, Zeit findet mit den Leuten zu sprechen solange man wartet. Dann geht es mit Pick-up-Truck weiter, 10 Minuten, über die Eisenbahnlinie der Navajo Indianer hinweg und immer weiter dem Canyon entgegen. Und nachdem man den steilen Abstieg hinunter zum Eingang des Canyons hinter sich gebracht hat, taucht man in eine einsame Welt der Superlative ein.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Antelope Canyon X, Page, Arizona, USA

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Canyon X, Page, Arizona, USA


Hat sich in den Antelope Canyons immer die Frage gestellt, welches Objektiv sei wohl das einzige und beste, mit dem man ohne wechseln zu müssen das Auslangen findet, so stellt sich hier die Frage, wie groß ist das Fassungsvermögen des Fotorucksackes und wie viel Kraft habe ich, wenn ich diesen wieder zum Pick-up-Truck tragen muss. Aber dann ist es soweit – und der indianische Führer deutet, dass es hier in den Slot geht und nach ein paar Minuten heisst es dann “selbst fotografieren” “ich komme in 2 Stunden wieder”. Entspanntes Schauen, die Natur auf sich wirken lassen, Eindrücke aufsaugen und dann diese auf den Sensor bannen – so läuft Fotografien im Canyon X. Und auch hier ist der Kugelkopf dem 3-Wege-Neiger überlegen, will man nicht mit instabilen Stativ-Positionen operieren, denn steil oben über den Köpfen erstrahlt der Canyon in seinen schönsten Farben.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld