Blei

Corona Mine

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Bergbau-Gleisanlage, Corona Mine, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien


1899 als Gem Mine eröffnet, liegt dieser ganz besondere Bergbau in einem teilweise saftig grünen, jedoch sehr versteckten Canyon der sonst trockenen und wüsten Panamint Mountain Range des Death Valley National Park. Eine ganze Reihe von alten Bergwerks-Artefakten und eine zum Teil erhaltene Gesteinsmühle laden hier den Besucher zum Erkunden ein. Das Kriterium, um die Corona Mine zu erreichen, ist jedoch die Zufahrt. Eine wilde und mit teils großen Steinen übersäte und teilweise auch nicht mehr vorhandene Strasse führt zu diesem Bergbau. Ein “echtes” Geländeauto, große Bodenfreiheit, Allrad ohne Differential im Zwischengetriebe und fahrerisches Geschick sind die Voraussetzung, um die 10 km lange Fahrt zu meistern. Hier scheiden definitiv alle SUVs aus, auch wenn es sich um die BMW X5s oder die Porsche Cayennes handelt, zu gering ist deren Bodenfreiheit und zu viel ist deren Antriebsstrang für die Asphalt-Pisten ausgelegt. Wer aber trotzdem auf ein derartiges Abenteuer nicht verzichten möchte, der findet in Furnace Creek im Death Valley eine kleine, aber feine Autoverleihfirma, die tageweise Geländeautos vermietet.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Reste des Gesteinsmühlen-Antriebs, Corona Mine, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien


Der Bergbau wurde bis hinein in die 1980er Jahre betrieben und wie aus Aufzeichnungen ersichtlich, erstreckt sich unter der Oberfläche ein weit ausgedehntes Netz an Stollen, Strecken und Schächten, in denen Gold, Silber, Blei und Zink abgebaut wurden. Die wenigen noch offenen Stolleneingänge wurden heute mit Fledermausgittern verschlossen, um den Tieren ein störungsfreies Überwintern zu ermöglichen.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Reste einer Seilwinde, Corona Mine, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien


Herausragend ist eine in die Enge des Canyons aus Holz gebaute „Stamp Mill“ mit einem intakten Erzkasten, einem leider herunter gebrochenen Stampfwerk, einem Holzturm und einem Dieselnmotor mit dessen Hilfe die Mühle angetrieben wurde. Durch den Canyon murmelt ein kleines Bächlein, wodurch es einen dichten grünen Bewuchs gibt und die Frösche quaken. Dazwischen immer wieder gelb lackierte Bergbaumaschinen, die einen herrlichen Kontrast zum Grün der Pflanzen geben.

 

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

In der Enge einer Kluft

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photographer: Arpad Kunzfeld
subject: Tropfstein-Kluft, Blei-Silber-Bergbau bei Deutsch-Feistritz / dripstone fissure, ancient led and silver mine near Deutsch-Feistritz, Styria

 

So manches altes Erzlager der Blei-Silber-Bergwerke im Bergland von Graz wird von schmalen Klüften durchzogen und ganz besonders bemerkenswerte Klüfte lassen sich in einem alten Stollen des ehemaligen Bergbaues bei Deutsch-Feistritz bewundern. Die knapp 20 cm breiten Felsspalten sind viele Meter tief und verlaufen geheimnisvoll in den Berg hinein. Obwohl keine Tropfsteinhöhle, sondern ein Bergwerksstollen, sind diese Klüfte mit Tropfsteinen besetzt, die in den engen Spalten gerade so viel Platz gefunden haben, dass sie wachsen konnten. Die leicht durchscheinenden Tropfsteine sind mit einer gelblichen Lehmschicht überzogen und leuchten wunderbar in einer von hinten platzierten Lichtquelle und die dabei entstehenden Lichtsäume lassen die Tropfsteine sich vom Hintergrund deutlich abheben.


Aber wie diese „Lichtquellen“ – die Blitze in die dunkle Kluft bringen, sie richtig zu positionieren und sie auch richtig in Bezug auf Leistung einzustellen? Da die Klüfte nirgendwo höher als 20 cm sind, die Tropfsteine im hintersten Teil der Kluft hängen und niemand in einen so engen Spalt zu kriechen vermag, kann nur mit Verlängerungsstangen gearbeitet werden, an deren Ende ein oder mehrere Systemblitze montiert werden. Es bedarf immer Einiges an Geduld, bis die Blitzleistung richtig gesetzt ist, bis der richtige Abstrahlwinkel der Reflektoren eingestellt ist und bis die richtigen Positionen gefunden sind. Hier findet kein Belichtungsmesser mehr Verwendung, hier muss probiert werden und auf Erfahrung zurückgegriffen werden. Für jede Änderung müssen die Blitze wieder herausgeholt werden und dabei verhaken sie sich manchmal an den Kluftwänden. Dann gilt es ruhig zu bleiben, nicht zu reißen, nicht zu ziehen, nicht zu drücken, sondern gleich einem Mikado-Spieler mit viel Gefühl und ruhiger Hand ein bis zu 4 Meter langes Aluminium-U-Profil mit einem Systemblitz samt Funkfernsteuerung an seinem Ende zu jonglieren. Sind die neuen Einstellungen gesetzt, dann heißt es zu hoffen die ursprünglichen Positionen wieder zu finden. Erschwerend kommt dabei noch die Dunkelheit hinzu, denn Helmlicht oder auch andere starke Lichtquellen leuchten meistens genau dort nicht hin, wo man sie benötigen würde. Viele der Felsspalten verlaufen steil nach oben, was Gelenkigkeit während der Aufnahme erfordert. Entweder am morastigen Boden liegend, mit verdrehtem Kopf kniend, oder in einer anderen ungewöhnlichen Position verharrend wird dann die Kamera für den finalen Schuss vorbereitet.

 

content and image: copyright by Arpad Kunzfeld

Horkbaue

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photographer: Arpad Kunzfeld
subject: Förderstrecke der Horkbaue bei Großstübing / Houling tunnel, Hork-mine, Großstübing, Styria

 

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photographer: Arpad Kunzfeld
subject: Sinterbildungen in den Horkbauen bei Großstübing / Sinter, Hork-mine, Großstübing, Styria

 

In der Umgebung von Großstübing gibt es eine Reihe von alten Bergbau-Stollen, die viele hunderte Jahre alt sind. Ein solcher Bergbau befand sich unterhalb des ehemaligen Gehöftes Hork. Sein Mundloch ist total verbrochen, jedoch gibt es noch einen versteckten gesenkartigen Zugang, der in die ehemalige Silbergrube führt. Enge alte Strecken, sodass gerade ein Mann Platz hat, dunkle Schrägschächte, seltsame Sinterbildungen und teilweise Verbrüche machen es schwer die Fotoausrüstung in diese Unterwelt zu bringen. Als Belohnung gibt es dafür außergewöhnliche Aufnahmen.

 

content and image: copyright by Arpad Kunzfeld