Death Valley

Journigan’s Mill

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Cyanid-Tanks, Journigan’s Mill, Emigrant Canyon, Death Valley National Park, Kalifornien


Gold ist das Edelmetall, dass die Menschen seit frühester Zeit fasziniert hat, dass Menschen bewogen hat Kriege zu führen, Strapazen auf sich zu nehmen, zu suchen und zu forschen, um es herstellen zu können und das in allen Kulturen. Aus den Vereinigten Staaten kennen wir den berühmten Goldrausch von 1849, eine quasi zweite Goldrauschperiode zu Beginn des 20.Jahrhunderts und vielleicht nur einige von uns kennen das 1934 verabschiedete Goldreserven-Gesetz in den USA, durch das der Goldpreis fast verdoppelt wurde und viele still gelegte Goldbergwerke wieder reaktiviert wurden. Mit diesem wieder ausgelösten Bergbauboom ging einher, dass auch moderne Gewinnungsmethoden zum Einsatz kamen, um das fein im Gestein verteilte Gold kostengünstig zu gewinnen. Eine dieser Aufbereitungsanlagen war die Gesteinsmühle „Journigan’s Mill“ im Death Valley, die bis in die 70er-Jahre Gold aus den umliegenden Bergwerken gewann.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Wasser-Tanks, Journigan’s Mill, Emigrant Canyon, Death Valley National Park, Kalifornien


Gelegen im Emigrant Canyon direkt an einer asphaltierten Straße, kann diese ehemalige Gesteinsmühle im Gegensatz zu vielen anderen montanhistorischen Stätten bequem mit jedem Fahrzeug erreicht werden. Nur 25 Kilometer von der Ansiedlung „Stovepipe Wells“ entfernt, erreicht man das Gelände in 20 Minuten Fahrt, muss aber im Emigrant Canyon genau Ausschau halten, um nicht an Journigan’s Mill vorbei zu fahren, denn wer die Abzweigung zum ehemaligen Goldbergbau von „Skidoo“ erreicht, der darf wenden. Von den einstigen aus Gesteinsbrechern, einer Kugelmühle und den Betriebsgebäuden bestehenden Anlage sind heute nur mehr die ehemaligen Cyanid-Tanks vorhanden, in die das ganz fein aufgeriebene Gold haltige Gestein gepumpt wurde und das Gold auf einem chemisch Prozess basierend ausgelaugt wurde. Das für diese Vorgänge benötige Wasser lieferten vier in unmittelbarer Umgebung liegende Quellen, das in riesigen Wassertanks zwischengespeichert wurde und die heute gleich ein Wahrzeichen hoch über den Resten der einstigen Gesteinsmühle thronen.

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Fahrzeug-Wracks, Journigan’s Mill, Emigrant Canyon, Death Valley National Park, Kalifornien

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Darwin Falls

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Darwin Falls, Panamint Springs, Death Valley National Park, Kalifornien


Der Death Valley National Park steht für unsägliche Hitze, Salzkrusten, öde Felsen, Sanddünen und wolkenloses Wüstenwetter und niemand würde vermuten, dass es dort Wasser in irgendeiner Form gibt. Zu trostlos und menschenfeindlich erscheint die Gegend für die Besucher aus dem nahen Las Vegas oder für die Reisenden auf der Nationalparktour quer durch den amerikanischen Kontinent. Und doch gibt es Wasser, denn sonst hätten die dort seit Jahrhunderten lebenden Shoshonen nicht existieren können, die Betreiber der einstigen Bergwerke wären verdurstet und auch die heutigen Touristen müssten darben. Einmal sind es riesige unterirdische Seen, die über Brunnen erschlossen wurden und es sind eine Reihe von versteckten und engen Tälern in diesem riesigen Gebiet, durch die sich Bäche schlängeln und Feuchtigkeit spendet. Einer dieser besonderen Orte liegt nahe der kleinen Ansiedlung „Panamint Springs“ an der westlichen Grenze des Nationalparks, wobei der kleine Bach, der durch den „Darwin Wash“ fließt die Ansiedelung von Panamint Springs mit Wasser versorgt.


Wer dorthin gelangen möchte hat nicht weit zu fahren. Nur wenige Meilen westlich von Panamint Springs zweigt eine Schotterpiste vom Highway 190 nach Süden ab, die den Namen Old Toll Road trägt und die den Besucher nach 5 Kilometern Fahrt über groben Schotter zu einem Parkplatz leitet, von dem aus ein gut beschilderter Wanderweg in den Darwin Wash führt. Anfänglich trocken und eben, ändert sich das Bild der Landschaft jedoch nach 20 Minuten Wanderung. Jetzt treten die Felswände enger zusammen und am Talgrund wachsen Bäume und Schilf, gespeist durch die Feuchtigkeit des kleinen Baches. Entlang einer rostigen Wasserleitung, über Felsen und sumpfigen Stellen kletternd, endet der Steig dann bei einem kleinen Tümpel, der an seinem Ende durch einen kleinen Wasserfall gespeist wird. Wer dort angekommen ist befindet sich bei den Darwin Falls, einem Ort, an dem nur das Rauschen des Wasserfalls zu hören ist und der in der wüsten Landschaft des Death Valley Nationalparks unwirklich erscheint. Wem das Glück hold ist, der darf den Ort alleine genießen, denn zu klein ist die Fläche für exzessives Fotografieren, denn dieses Kleinod ist mittlerweile bis hin in das ferne Asien bekannt.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Der Weg nach “Black Rock Well”

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Petroglyphen von Black Rock Well, Death Valley National Park, Kalifornien


Black Rock Well ist eine Felsformation im Death Valley National Park und ist durch viele Tausend Jahre alte indianische Felszeichnungen bekannt geworden. Diese Felszeichnungen sind heute kaum dokumentiert und auch der Weg dorthin ist schwer zu finden – es gibt keine richtigen und eindeutigen Wegbeschreibungen. Dies wird auch von der Nationalparkverwaltung bewusst so gehalten, um die Besucherströme und die damit verbunden möglichen Zerstörungen auf ein Minimum zu halten. Lediglich ein Video eines Archäologen gibt ein klein wenig Aufschluss darüber, wo sich Black Rock Well befindet. Als wir begannen diese Felsen während unserer Reisevorbereitungen zu Hause am Schreibtisch zu suchen, kam uns einmal das angesprochene Video und unsere Gebietskenntnis zu Hilfe. Die Kombination aus beiden und entsprechendes Kartenmaterial lieferte uns schlussendlich die mehr oder minder genaue Position von Black Rock Well. Eine 100 prozentige Garantie hatten wir allerdings auch nicht.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Joshua-Bäume auf der Lee Hochebene, Death Valley National Park, Kalifornien


Als wir dann im Oktober letzten Jahres auf der „Lee Flat“ standen und die vielen Josua Trees bewunderten waren wir froh ein GPS Gerät zu besitzen und vorab zu Hause die Möglichkeit gehabt zu haben die entsprechenden GPS-Koordinaten bereits programmieren zu können. Ohne diesem heute sehr hilfreichen Dienst, wäre das Navigieren im Gelände ungleich schwerer gewesen. Heute ist eine Navigation für viele Menschen ohne GPS sogar unmöglich, denn das Wissen über den Gebrauch von Bussole und Karte verschwindet zusehends. Die schwarzen Felsen von „Black Rock Well“ sind eine Art kleiner und seichter Taleinschnitt in eher hügeligen Bergen, ist unscheinbar und ist auch nicht der einzige Taleinschnitt dieser Art und Form. Und obwohl nur 3 Kilometer Luftlinie von dem Punkt entfernt, an dem wir unseren Jeep abgestellt hatten, dauert es dann doch einiges an Zeit, um Black Rock Well zu erreichen. Wegloses Gelände, viele zu querende Rinnen, Felsblöcke und dornige Büsche erforderten ein konzentriertes Gehen und auch mögliche Zusammentreffen mit Klapperschlangen ließen unsere Sinne kontinuierlich angespannt die Umgebung wahrnehmen.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Petroglyphen von Black Rock Well, Death Valley National Park, Kalifornien


Es war dann eine Erleichterung und ein Glücksgefühl, als wir die ersten Felszeichnungen sahen und desto weiter wir in diesen seichten Einschnitt vordrangen, umso häufiger und eindrucksvoller wurden die Zeichnungen. Nicht mit Farbe bemalter Fels, wie wir ihn im Mystery Valley vorgefunden hatten, sondern fein in den Fels gehauene kleine Punkte, gleich einer Ziselierung, hinterließen hier auf dem fast schwarzen Basalt eine helle und fast weiße Struktur. Abbildungen von Dickhornschafen, Sonnenrädern, Darstellungen von Menschen oder die Symbole der Speerschleuder “Atlatl” geben hier Zeugnis einer alten Kultur und zeigen, dass diese heute ausgetrocknete Wüstengegend einst grünes Land war, gespeist von Flüssen und Bächen.

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Petroglyphen von Black Rock Well, Death Valley National Park, Kalifornien

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Inschriften von Bergleuten aus der Ubehebe-Mine, Black Rock Well, Death Valley National Park, Kalifornien

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Salz im Death Valley

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Reste des ehemaligen Salzabbaus im Saline Valley, Death Valley National Park, Kalifornien


Der fast 15.000 Quadratkilometer große Death Valley National Park besteht aus einer Reihe von Nord Süd laufender tiefer Taleinschnitte, die durch Gebirgsketten mit Höhen weit über 3000 Meter voneinander getrennt sind. Von diesen Tälern sind heute lediglich das eigentlich Death Valley selbst und das davon westlich liegende Panamint Valley durch asphaltierte Straßen für Otto-Normalverbraucher erschlossen. Alle weiteren Täler sind wüstenartige Einöde und erfordern geländetaugliche Fahrzeuge, sowie auch die notwendigen fahrtechnischen Fähigkeiten, um erkundet zu werden. So auch das Saline Valley, ein sehr einsames und fast 100 Kilometer langes Nord-Süd-Seitental, das für fast 1000 Jahre die Heimat der Timbisha Shoshonen war. Dieser Indianerstamm wurde in den 1930er-Jahren in den nahen Ort Darwin umgesiedelt, als viele andere Stämme auch ihrer Heimat beraubt wurden. Dieses Saline Valley war reich an Erzvorkommen, aber auch an Borax und Salz, wobei der Salzabbau einer der bemerkenswertesten Bergbaue überhaupt war. Keine Stollen, keine Halden, keine Steinbrüche, sondern eine endlos weiße Ebene, eingebettet in ein viele Kilometer breites einsames Tal.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Reste des Salzkastens, Salzabbau im Saline Valley, Death Valley National Park, Kalifornien


Wer heute zu diesen Salzseen gelangen möchte, um die Reste der ehemaligen Salzgewinnung und die Relikte der Seilbahnanlage zu sehen, der darf sich auf eine raue und lange Fahrt abseits des Asphalts einstellen. Nichts für Wohnmobile, „tiefergelegte“ oder auch für SUVs, da bei diesen die standardmäßigen Reifen die Fahrt nicht überstehen würden. 2 Stunden Schütteln auf Grund der steinigen Piste und das Überqueren des in der kalten Jahreszeit teilweise vereisten South Pass sind durchzustehen, ehe man in ein weites, absolut einsames Tal mit riesigen Salzseen gelangt. Im Sommer brütende Hitze, kein erfrischender Quell, sondern nur salziges Wasser. Das war das Szenario der einstigen Arbeitsbedingungen und so sind auch heute noch die äußeren Bedingungen, gleich wie vor 100 Jahren.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Auflagepunkte der ehemaligen Holzstege, Salzabbau im Saline Valley, Death Valley National Park, Kalifornien


Das, was heute von der einstigen Salzgewinnung übrig geblieben ist, sind die ehemaligen Auflagepunkte der hölzernen Stege, auf denen sich Arbeiter zwischen den einzelnen Abbaufeldern bewegen konnten, ohne durch das kostbare Salz marschieren zu müssen, sowie einige der Stützen der ehemaligen “Salzseilbahn”, die das Salz über die Berge zur Eisenbahn-Verladung bei Swansea gebracht hatte. Leider haben Vandalen aus Zerstörungswut viele der hölzernen Seilbahnstützen zerstört, indem sie diese montan-historischen Artefakte einfach angezündet hatten. Die ehemalige Salzseilbahn nahm 1914 ihre Arbeit auf und wurde mit mehreren Unterbrechungen bis in das Jahr 1936 betrieben. Zur Zeit des Vollbetriebs hingen bis zu 286 Salzgondeln an den Seilen und lieferten 20 Tonnen Salz in der Stunde.

 

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Corona Mine

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Bergbau-Gleisanlage, Corona Mine, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien


1899 als Gem Mine eröffnet, liegt dieser ganz besondere Bergbau in einem teilweise saftig grünen, jedoch sehr versteckten Canyon der sonst trockenen und wüsten Panamint Mountain Range des Death Valley National Park. Eine ganze Reihe von alten Bergwerks-Artefakten und eine zum Teil erhaltene Gesteinsmühle laden hier den Besucher zum Erkunden ein. Das Kriterium, um die Corona Mine zu erreichen, ist jedoch die Zufahrt. Eine wilde und mit teils großen Steinen übersäte und teilweise auch nicht mehr vorhandene Strasse führt zu diesem Bergbau. Ein “echtes” Geländeauto, große Bodenfreiheit, Allrad ohne Differential im Zwischengetriebe und fahrerisches Geschick sind die Voraussetzung, um die 10 km lange Fahrt zu meistern. Hier scheiden definitiv alle SUVs aus, auch wenn es sich um die BMW X5s oder die Porsche Cayennes handelt, zu gering ist deren Bodenfreiheit und zu viel ist deren Antriebsstrang für die Asphalt-Pisten ausgelegt. Wer aber trotzdem auf ein derartiges Abenteuer nicht verzichten möchte, der findet in Furnace Creek im Death Valley eine kleine, aber feine Autoverleihfirma, die tageweise Geländeautos vermietet.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Reste des Gesteinsmühlen-Antriebs, Corona Mine, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien


Der Bergbau wurde bis hinein in die 1980er Jahre betrieben und wie aus Aufzeichnungen ersichtlich, erstreckt sich unter der Oberfläche ein weit ausgedehntes Netz an Stollen, Strecken und Schächten, in denen Gold, Silber, Blei und Zink abgebaut wurden. Die wenigen noch offenen Stolleneingänge wurden heute mit Fledermausgittern verschlossen, um den Tieren ein störungsfreies Überwintern zu ermöglichen.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Reste einer Seilwinde, Corona Mine, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien


Herausragend ist eine in die Enge des Canyons aus Holz gebaute „Stamp Mill“ mit einem intakten Erzkasten, einem leider herunter gebrochenen Stampfwerk, einem Holzturm und einem Dieselnmotor mit dessen Hilfe die Mühle angetrieben wurde. Durch den Canyon murmelt ein kleines Bächlein, wodurch es einen dichten grünen Bewuchs gibt und die Frösche quaken. Dazwischen immer wieder gelb lackierte Bergbaumaschinen, die einen herrlichen Kontrast zum Grün der Pflanzen geben.

 

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Skidoo – das Gold-Bergwerk

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Skidoo Mine, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien


Im Januar 1906 entdeckten 2 Goldsucher ein Goldvorkommen in der sogenannten Panamint Mountain Range, einer Gebirgskette, die sich an der Westflanke des Death Valley erhebt. Innerhalb eines Jahres entwickelte sich aus dem einfachen, aber Erz-reichen Bergwerk eine riesige Bergbaustadt, in der mehr als 400 Menschen lebten und arbeiteten. Ursprünglich unter dem Namen „Golden Eagle Claim“ geführt, wurde der Name in Skidoo geändert. Skidoo war der Bergbau selbst, Skidoo war die Stadt, Skidoo war das Postamt, Skidoo war einfach alles. 4 Saloons, 3 Restaurants, General Store, Bäckerei, Fleischmarkt, Friseure, Wäscherei, eine eigene Zeitung, eine eigene Bank und jede Menge anderes Geschäft wurden betrieben. Neben dem eigentlichen Bergwerk war die Aufbereitungsanlage für das Florieren von Skidoo von entscheidender Bedeutung, denn diese zerkleinerte das Erz und bereitete dieses für die Schmelzöfen vor. Da diese Gesteinsmühle mit Wasserkraft betrieben wurde, es jedoch keine ausreichenden Quellen in der näheren Umgebung gab, bauten die Betreiber von Skidoo sogar eine eigene Wasserleitung. Diese brachte das Wasser aus dem 40 km entfernten Birch Springs. Heute ist die Gesteinsmühle das Einzige, was nach dem Niedergang von Skidoo im Jahr 1917 übrig geblieben ist. Die Wasser-Pipeline wurde abgebaut, verkauft und im nahen Trona wieder aufgebaut. Die Gebäude der einstigen Stadt standen noch viele Jahre, verschwanden dann aber in den 70er Jahren. Man vermutet, dass sie von der Nationalparkverwaltung des Death Valley National Parks abgerissen wurden.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Gesteinsmühle (stamp mill / Pochwerk), Skidoo, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Gesteinsmühlen-Nocken-Antrieb, Skidoo, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien


Von besonderem Interesse sind bei vielen Besuchern dieser alten Bergwerke die Gesteinsmühlen oder „stamp mills“. Bei uns unter dem Begriff Pochwerk oder Stampfmühle bekannt, dienten sie zur Zerkleinerung des aus dem Berg gewonnen Roherzes oder auch als Hauwerk bezeichnet. Dieses wurde meist mit Grubenhunten gefördert und in einen Erzkasten oder Erzbunker (ore bin) gekippt, der sich direkt über dem Pochwerk befand. Das Pochwerk bestand aus mehreren schweren Stempeln, die mit Hilfe einer Nockenwelle angehoben wurden und anschliessend auf das darunter liegende Erz herunterfielen. Die Stempel hatten unten dort wo sie auf das Erz trafen Verstärkungen, die sogenannten Pochschuhe und das Erz selbst lag auf einer ebenfalls harten und festen Unterlage, der Pochsohle. Bei vielen der „stamp mills“ im Death Valley sind nur mehr die hölzernen Gerüste vorhanden, die sogenannten Pochstühle, in denen sich die Pochstempel bewegten. Der Rest wurde oftmals abgebaut, um an einem anderem Ort wieder Verwendung zu finden, oder sind dem Zahn der Zeit oder dem Vandalismus zum Opfer gefallen.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Gesteinsmühle (Ansicht 2018), Skidoo, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Relikte aus der Betriebszeit, Skidoo, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien


Die Skidoo Stamp Mill verfügt über 15 Pochstempel und ist heute noch in einem guten Zustand, wenngleich nicht mehr einsatzfähig. Die Außen-Fassade der einstigen Mühle ist heute fast zur Gänze verschwunden, die Erzkästen, die Pochstempel und auch die Cyanidbehälter, in denen das Gold auf chemischen Wege aus dem Gestein gezogen wurde, sind noch vorhanden, jedoch nagt an ihnen der Zahn der Zeit. Verschwunden ist das Turbinenrad, das die Mühle antrieb, genauso wie viele andere Dinge.

 

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Harrisburg – wie alles begann

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Harrisburg “Ghosttown”, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien


Harrisburg ist eine der kleinen Geisterstädte im heutigen Death Valley National Park, die auf den an vielen Orten betriebenen Goldbergbau zurück gehen, der im frühen 20.Jahrhundert in dieser Gegend betrieben wurde. Heute fast zur Gänze auf asphaltierten Straßen erreichbar, beherbergte die Ansiedlung während ihrer Blütezeit an die 300 Personen. Im Gegensatz zum nahen Skidoo war Harrisburg jedoch immer nur eine reine aber große Zeltstadt, sieht man von den aus Holz gezimmerten Gebäuden der beiden Gründer von Harrisburg ab. Harrisburg war der Ort, von dem aus Gold aus Bergwerken mit Namen wie „Cashier mine“, „Eureka Mine“ und „Napoleon mine“ gefördert wurde, um anschließend in der nahen „Cashier mill“, einer Gesteinsmühle aufbereitet zu werden.

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Harrisburg “Ghosttown”, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Eureka Mine, Harrisburg, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Cashier Mill, Harrisburg, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien


Harrisburg präsentiert sich heute in einem ärmlichen Zustand und es scheint, dass von Seiten der Parkverwaltung auch keine erhaltungs-fördernden Maßnahmen durchgeführt werden. Sowohl das ehemalige Wohnhaus von Peter Aguereberry, einem der Entdecker dieser Goldvorkommen, als auch das daneben befindliche ehemalige Gästehaus werden irgendwann in sich zusammenbrechen, so die Gebäude nicht bereits zuvor dem Vandalismus der Ich-Gesellschaft zum Opfer gefallen sind, die aus reinem „Fun“ Löcher in die Fassade rissen. Ganz besonders deutlich wird dies beim 200 Meter von den Häusern liegenden Autowrack, das aggressiven Touristen als Zielscheibe für ihre Schießübungen dient, oder als cooler Tanzboden, um das Fahrzeugdach einzudrücken.

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Wrack eines Buick Roadmaster (Baujahr 1948), Harrisburg, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Leadfield Ghost Town

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Gebäudereste, “March Storm Number 1 Claim”, Leadfield, Titus Canyon, Death Valley


1905 entdeckten Erzsucher Goldvorkommen im Titus Canyon, einer tief eingeschnittenen Seiten-Schlucht des Death Valley. Nur schwer zugänglich, musste zuerst eine Strasse durch den Canyon gebaut werden, um Gerätschaft aus dem Death Valley zum 22 Meilen entfernten Bergbau bringen zu können und später das gewonnene Erz den Schmelzöfen zuliefern zu können. Durch den Bergbau entstand eine kleine Stadt, in der im Jahr 1926 mehr als 300 Personen lebten.


Der Bergbau mit seinen mehr als 10 unterschiedlichen Claims, wie auch die daneben entstandene Stadt waren nicht von langer Dauer. Bereits 1927 wurde Leadfield wieder verlassen und dem Verfall Preis gegeben. Die meisten Gebäude verrotteten und fielen in sich zusammen, lediglich das ehemalige Postamt, einige wenige andere Gebäude und die Bergwerksstollen haben bis heute dem Zahn der Zeit Stand gehalten.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Haupt-Stollen des “March Storm Number 2 Claim”, Leadfield, Titus Canyon, Death Valley


Fledermaus-Schutz ist ein großes Thema im Death Valley National Park und so versucht die Nationalpark-Verwaltung durch spezielle Eisengitter-Konstruktionen Touristen vom Besuch der alten Stollen während der Wintermonate abzuhalten. Die Gitterstäbe sind so konstruiert, dass lediglich Fledermäuse hindurch kommen, größeren Tieren bis hin zum Menschen jedoch ein Zutritt nicht möglich gemacht werden kann. Diese Gitter werden nach der kalten Jahreszeit entfernt. So ist beispielsweise der Eingang zur Hauptstrecke des March Storm 2 Claims wurde durch ein Rohr mit fast 1,5 Metern Durchmesser abgesichert, um dem Verbrechen des Stollenmundloches entgegen halten zu können. Durch dieses Rohr und seine Gitterstäbe haben wir hindurch fotografiert.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Halde,”March Storm Number 2 Claim”, Leadfield, Titus Canyon, Death Valley

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: ehemalige Schmiede, “March Storm Number 2 Claim”, Leadfield, Titus Canyon, Death Valley


Teilweise große graue Halden heben sich von der umgebenden Landschaft mit ihren gelbfarbenen Sträuchern ab. Sie zeigen ein Bild des Kontrastes und wer alte Bergwerkshalden in unserer steirischen Heimat kennt, der weiß, wie rasch diese wieder mit einer dicken Humusschicht überzogen sind. Hier in diese trockenen Einöde ist dies nicht der Fall, hier ist Staub, ein paar Dornbüsche und allerlei nicht sichtbares Getier.
Und wer annimmt, dass auf den Halden noch Erzbrocken liegen, sich farbenfrohe farbliche Ausblühungen gebildet haben, der irrt gewaltig. Kein Stäubchen Roherz, keine blauen, grünen oder roten Minerale, nur grau, sandig oder ausgewaschen präsentieren sich die Halden.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Zabriskie Point

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Foto: Arpad Kunzfeld, 2016
Motiv: Bandlands of Zabriskie Point, Death Valley National Park, California

 


Benannt nach dem ehemaligen Leiter der Pacific Coast Borax Company Christian Zabriskie ist der Zabriskie Point eines der touristischen Highlights im Death Valley National Park, das jedes Jahr von Millionen von Reisenden besucht wird. Fast unwirklich erscheint das von einer gelben Borax-haltigen Kruste geprägte Ödland, das eher an eine Mondlandschaft erinnert, als an etwas Irdisches. Und obwohl der Sonnenaufgang am Zabriskie Point mittlerweile bereits fast einen Kultstatus hat und vor allem viele junge Leute sich mit ihren Handy-Sticks vor der grandiosen Landschaft in Szene setzen, sind es die späten Nachmittagsstunden mit ihrem wunderbarem goldenen Streiflicht, die diese grandiose Landschaft gleicherer Massen zum Leuchten bringen.

 

Inhalt und Foto: copyright by book-and-picture

Sand Dunes

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Foto: Marina Kunzfeld, 2016
Motiv: Sandstorm over Mesquite Flat Dunes, Death Valley National Park, California

 


Das Death Valley an der östlichen Grenze des amerikanischen Bundesstaates Kalifornien gehört zu den ödesten und trockensten Landstrichen unseres Planeten und mit einer Fläche von 13.500 km2 entspricht es ungefähr der Fläche unseres Bundeslandes Tirol. Knapp 1% dieser riesigen Fläche sind Sanddünen, die bis zu 250 Meter in die Höhe ragen, wie die Eureka Dunes im Nordwesten des Detah Valley. Die Mesquite Flat Dunes nahe der kleinen Ansiedlung Stovepipe Wells erreichen zwar nicht diese Höhen sind aber deshalb nicht weniger schön. Langgezogene, breite Sanddünen mit Rippelmarken, niedrige Sträucher und Büsche von immergrünen Mesquiten, einer Unterfamilie der Mimosengewächse und Flächen aus getrockneten und weiß leuchtendem Lehm als Überbleibsel einstiger Wasserflächen machen diese Sanddünen einzigartig. Entstanden aus den zu Sand erodierten Felsen der umliegenden Canyons, durch den stetig blasenden Wind an die immer gleichen Orte transportiert und dort zu Dünen aufgehäuft, erscheinen sie im frühen Morgenlicht oder der späten Nachmittagssonne mit satten Farben und viel Licht und Schattenspiel. Ganz anders ist ihr Aussehen, wenn Sandstürme aufkommen. Dann taucht alles in ein weißes und seltsames Licht, die umgeben Berge sind auf einmal nicht mehr sichtbar und Sandfahnen spielen an den Graten der Dünen.

 

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