Death Valley

Salz im Death Valley

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Reste des ehemaligen Salzabbaus im Saline Valley, Death Valley National Park, Kalifornien


Der fast 15.000 Quadratkilometer große Death Valley National Park besteht aus einer Reihe von Nord Süd laufender tiefer Taleinschnitte, die durch Gebirgsketten mit Höhen weit über 3000 Meter voneinander getrennt sind. Von diesen Tälern sind heute lediglich das eigentlich Death Valley selbst und das davon westlich liegende Panamint Valley durch asphaltierte Straßen für Otto-Normalverbraucher erschlossen. Alle weiteren Täler sind wüstenartige Einöde und erfordern geländetaugliche Fahrzeuge, sowie auch die notwendigen fahrtechnischen Fähigkeiten, um erkundet zu werden. So auch das Saline Valley, ein sehr einsames und fast 100 Kilometer langes Nord-Süd-Seitental, das für fast 1000 Jahre die Heimat der Timbisha Shoshonen war. Dieser Indianerstamm wurde in den 1930er-Jahren in den nahen Ort Darwin umgesiedelt, als viele andere Stämme auch ihrer Heimat beraubt wurden. Dieses Saline Valley war reich an Erzvorkommen, aber auch an Borax und Salz, wobei der Salzabbau einer der bemerkenswertesten Bergbaue überhaupt war. Keine Stollen, keine Halden, keine Steinbrüche, sondern eine endlos weiße Ebene, eingebettet in ein viele Kilometer breites einsames Tal.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Reste des Salzkastens, Salzabbau im Saline Valley, Death Valley National Park, Kalifornien


Wer heute zu diesen Salzseen gelangen möchte, um die Reste der ehemaligen Salzgewinnung und die Relikte der Seilbahnanlage zu sehen, der darf sich auf eine raue und lange Fahrt abseits des Asphalts einstellen. Nichts für Wohnmobile, „tiefergelegte“ oder auch für SUVs, da bei diesen die standardmäßigen Reifen die Fahrt nicht überstehen würden. 2 Stunden Schütteln auf Grund der steinigen Piste und das Überqueren des in der kalten Jahreszeit teilweise vereisten South Pass sind durchzustehen, ehe man in ein weites, absolut einsames Tal mit riesigen Salzseen gelangt. Im Sommer brütende Hitze, kein erfrischender Quell, sondern nur salziges Wasser. Das war das Szenario der einstigen Arbeitsbedingungen und so sind auch heute noch die äußeren Bedingungen, gleich wie vor 100 Jahren.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Auflagepunkte der ehemaligen Holzstege, Salzabbau im Saline Valley, Death Valley National Park, Kalifornien


Das, was heute von der einstigen Salzgewinnung übrig geblieben ist, sind die ehemaligen Auflagepunkte der hölzernen Stege, auf denen sich Arbeiter zwischen den einzelnen Abbaufeldern bewegen konnten, ohne durch das kostbare Salz marschieren zu müssen, sowie einige der Stützen der ehemaligen “Salzseilbahn”, die das Salz über die Berge zur Eisenbahn-Verladung bei Swansea gebracht hatte. Leider haben Vandalen aus Zerstörungswut viele der hölzernen Seilbahnstützen zerstört, indem sie diese montan-historischen Artefakte einfach angezündet hatten. Die ehemalige Salzseilbahn nahm 1914 ihre Arbeit auf und wurde mit mehreren Unterbrechungen bis in das Jahr 1936 betrieben. Zur Zeit des Vollbetriebs hingen bis zu 286 Salzgondeln an den Seilen und lieferten 20 Tonnen Salz in der Stunde.

 

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Corona Mine

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Bergbau-Gleisanlage, Corona Mine, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien


1899 als Gem Mine eröffnet, liegt dieser ganz besondere Bergbau in einem teilweise saftig grünen, jedoch sehr versteckten Canyon der sonst trockenen und wüsten Panamint Mountain Range des Death Valley National Park. Eine ganze Reihe von alten Bergwerks-Artefakten und eine zum Teil erhaltene Gesteinsmühle laden hier den Besucher zum Erkunden ein. Das Kriterium, um die Corona Mine zu erreichen, ist jedoch die Zufahrt. Eine wilde und mit teils großen Steinen übersäte und teilweise auch nicht mehr vorhandene Strasse führt zu diesem Bergbau. Ein “echtes” Geländeauto, große Bodenfreiheit, Allrad ohne Differential im Zwischengetriebe und fahrerisches Geschick sind die Voraussetzung, um die 10 km lange Fahrt zu meistern. Hier scheiden definitiv alle SUVs aus, auch wenn es sich um die BMW X5s oder die Porsche Cayennes handelt, zu gering ist deren Bodenfreiheit und zu viel ist deren Antriebsstrang für die Asphalt-Pisten ausgelegt. Wer aber trotzdem auf ein derartiges Abenteuer nicht verzichten möchte, der findet in Furnace Creek im Death Valley eine kleine, aber feine Autoverleihfirma, die tageweise Geländeautos vermietet.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Reste des Gesteinsmühlen-Antriebs, Corona Mine, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien


Der Bergbau wurde bis hinein in die 1980er Jahre betrieben und wie aus Aufzeichnungen ersichtlich, erstreckt sich unter der Oberfläche ein weit ausgedehntes Netz an Stollen, Strecken und Schächten, in denen Gold, Silber, Blei und Zink abgebaut wurden. Die wenigen noch offenen Stolleneingänge wurden heute mit Fledermausgittern verschlossen, um den Tieren ein störungsfreies Überwintern zu ermöglichen.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Reste einer Seilwinde, Corona Mine, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien


Herausragend ist eine in die Enge des Canyons aus Holz gebaute „Stamp Mill“ mit einem intakten Erzkasten, einem leider herunter gebrochenen Stampfwerk, einem Holzturm und einem Dieselnmotor mit dessen Hilfe die Mühle angetrieben wurde. Durch den Canyon murmelt ein kleines Bächlein, wodurch es einen dichten grünen Bewuchs gibt und die Frösche quaken. Dazwischen immer wieder gelb lackierte Bergbaumaschinen, die einen herrlichen Kontrast zum Grün der Pflanzen geben.

 

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Skidoo – das Gold-Bergwerk

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Skidoo Mine, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien


Im Januar 1906 entdeckten 2 Goldsucher ein Goldvorkommen in der sogenannten Panamint Mountain Range, einer Gebirgskette, die sich an der Westflanke des Death Valley erhebt. Innerhalb eines Jahres entwickelte sich aus dem einfachen, aber Erz-reichen Bergwerk eine riesige Bergbaustadt, in der mehr als 400 Menschen lebten und arbeiteten. Ursprünglich unter dem Namen „Golden Eagle Claim“ geführt, wurde der Name in Skidoo geändert. Skidoo war der Bergbau selbst, Skidoo war die Stadt, Skidoo war das Postamt, Skidoo war einfach alles. 4 Saloons, 3 Restaurants, General Store, Bäckerei, Fleischmarkt, Friseure, Wäscherei, eine eigene Zeitung, eine eigene Bank und jede Menge anderes Geschäft wurden betrieben. Neben dem eigentlichen Bergwerk war die Aufbereitungsanlage für das Florieren von Skidoo von entscheidender Bedeutung, denn diese zerkleinerte das Erz und bereitete dieses für die Schmelzöfen vor. Da diese Gesteinsmühle mit Wasserkraft betrieben wurde, es jedoch keine ausreichenden Quellen in der näheren Umgebung gab, bauten die Betreiber von Skidoo sogar eine eigene Wasserleitung. Diese brachte das Wasser aus dem 40 km entfernten Birch Springs. Heute ist die Gesteinsmühle das Einzige, was nach dem Niedergang von Skidoo im Jahr 1917 übrig geblieben ist. Die Wasser-Pipeline wurde abgebaut, verkauft und im nahen Trona wieder aufgebaut. Die Gebäude der einstigen Stadt standen noch viele Jahre, verschwanden dann aber in den 70er Jahren. Man vermutet, dass sie von der Nationalparkverwaltung des Death Valley National Parks abgerissen wurden.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Gesteinsmühle (stamp mill / Pochwerk), Skidoo, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Gesteinsmühlen-Nocken-Antrieb, Skidoo, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien


Von besonderem Interesse sind bei vielen Besuchern dieser alten Bergwerke die Gesteinsmühlen oder „stamp mills“. Bei uns unter dem Begriff Pochwerk oder Stampfmühle bekannt, dienten sie zur Zerkleinerung des aus dem Berg gewonnen Roherzes oder auch als Hauwerk bezeichnet. Dieses wurde meist mit Grubenhunten gefördert und in einen Erzkasten oder Erzbunker (ore bin) gekippt, der sich direkt über dem Pochwerk befand. Das Pochwerk bestand aus mehreren schweren Stempeln, die mit Hilfe einer Nockenwelle angehoben wurden und anschliessend auf das darunter liegende Erz herunterfielen. Die Stempel hatten unten dort wo sie auf das Erz trafen Verstärkungen, die sogenannten Pochschuhe und das Erz selbst lag auf einer ebenfalls harten und festen Unterlage, der Pochsohle. Bei vielen der „stamp mills“ im Death Valley sind nur mehr die hölzernen Gerüste vorhanden, die sogenannten Pochstühle, in denen sich die Pochstempel bewegten. Der Rest wurde oftmals abgebaut, um an einem anderem Ort wieder Verwendung zu finden, oder sind dem Zahn der Zeit oder dem Vandalismus zum Opfer gefallen.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Gesteinsmühle (Ansicht 2018), Skidoo, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Relikte aus der Betriebszeit, Skidoo, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien


Die Skidoo Stamp Mill verfügt über 15 Pochstempel und ist heute noch in einem guten Zustand, wenngleich nicht mehr einsatzfähig. Die Außen-Fassade der einstigen Mühle ist heute fast zur Gänze verschwunden, die Erzkästen, die Pochstempel und auch die Cyanidbehälter, in denen das Gold auf chemischen Wege aus dem Gestein gezogen wurde, sind noch vorhanden, jedoch nagt an ihnen der Zahn der Zeit. Verschwunden ist das Turbinenrad, das die Mühle antrieb, genauso wie viele andere Dinge.

 

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Harrisburg – wie alles begann

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Harrisburg “Ghosttown”, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien


Harrisburg ist eine der kleinen Geisterstädte im heutigen Death Valley National Park, die auf den an vielen Orten betriebenen Goldbergbau zurück gehen, der im frühen 20.Jahrhundert in dieser Gegend betrieben wurde. Heute fast zur Gänze auf asphaltierten Straßen erreichbar, beherbergte die Ansiedlung während ihrer Blütezeit an die 300 Personen. Im Gegensatz zum nahen Skidoo war Harrisburg jedoch immer nur eine reine aber große Zeltstadt, sieht man von den aus Holz gezimmerten Gebäuden der beiden Gründer von Harrisburg ab. Harrisburg war der Ort, von dem aus Gold aus Bergwerken mit Namen wie „Cashier mine“, „Eureka Mine“ und „Napoleon mine“ gefördert wurde, um anschließend in der nahen „Cashier mill“, einer Gesteinsmühle aufbereitet zu werden.

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Harrisburg “Ghosttown”, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Eureka Mine, Harrisburg, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Cashier Mill, Harrisburg, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien


Harrisburg präsentiert sich heute in einem ärmlichen Zustand und es scheint, dass von Seiten der Parkverwaltung auch keine erhaltungs-fördernden Maßnahmen durchgeführt werden. Sowohl das ehemalige Wohnhaus von Peter Aguereberry, einem der Entdecker dieser Goldvorkommen, als auch das daneben befindliche ehemalige Gästehaus werden irgendwann in sich zusammenbrechen, so die Gebäude nicht bereits zuvor dem Vandalismus der Ich-Gesellschaft zum Opfer gefallen sind, die aus reinem „Fun“ Löcher in die Fassade rissen. Ganz besonders deutlich wird dies beim 200 Meter von den Häusern liegenden Autowrack, das aggressiven Touristen als Zielscheibe für ihre Schießübungen dient, oder als cooler Tanzboden, um das Fahrzeugdach einzudrücken.

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Wrack eines Buick Roadmaster (Baujahr 1948), Harrisburg, Panamint Mountain Range, Death Valley National Park, Kalifornien

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Leadfield Ghost Town

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Gebäudereste, “March Storm Number 1 Claim”, Leadfield, Titus Canyon, Death Valley


1905 entdeckten Erzsucher Goldvorkommen im Titus Canyon, einer tief eingeschnittenen Seiten-Schlucht des Death Valley. Nur schwer zugänglich, musste zuerst eine Strasse durch den Canyon gebaut werden, um Gerätschaft aus dem Death Valley zum 22 Meilen entfernten Bergbau bringen zu können und später das gewonnene Erz den Schmelzöfen zuliefern zu können. Durch den Bergbau entstand eine kleine Stadt, in der im Jahr 1926 mehr als 300 Personen lebten.


Der Bergbau mit seinen mehr als 10 unterschiedlichen Claims, wie auch die daneben entstandene Stadt waren nicht von langer Dauer. Bereits 1927 wurde Leadfield wieder verlassen und dem Verfall Preis gegeben. Die meisten Gebäude verrotteten und fielen in sich zusammen, lediglich das ehemalige Postamt, einige wenige andere Gebäude und die Bergwerksstollen haben bis heute dem Zahn der Zeit Stand gehalten.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Haupt-Stollen des “March Storm Number 2 Claim”, Leadfield, Titus Canyon, Death Valley


Fledermaus-Schutz ist ein großes Thema im Death Valley National Park und so versucht die Nationalpark-Verwaltung durch spezielle Eisengitter-Konstruktionen Touristen vom Besuch der alten Stollen während der Wintermonate abzuhalten. Die Gitterstäbe sind so konstruiert, dass lediglich Fledermäuse hindurch kommen, größeren Tieren bis hin zum Menschen jedoch ein Zutritt nicht möglich gemacht werden kann. Diese Gitter werden nach der kalten Jahreszeit entfernt. So ist beispielsweise der Eingang zur Hauptstrecke des March Storm 2 Claims wurde durch ein Rohr mit fast 1,5 Metern Durchmesser abgesichert, um dem Verbrechen des Stollenmundloches entgegen halten zu können. Durch dieses Rohr und seine Gitterstäbe haben wir hindurch fotografiert.

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: Halde,”March Storm Number 2 Claim”, Leadfield, Titus Canyon, Death Valley

 

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photographer: Marina & Arpad Kunzfeld
subject: ehemalige Schmiede, “March Storm Number 2 Claim”, Leadfield, Titus Canyon, Death Valley


Teilweise große graue Halden heben sich von der umgebenden Landschaft mit ihren gelbfarbenen Sträuchern ab. Sie zeigen ein Bild des Kontrastes und wer alte Bergwerkshalden in unserer steirischen Heimat kennt, der weiß, wie rasch diese wieder mit einer dicken Humusschicht überzogen sind. Hier in diese trockenen Einöde ist dies nicht der Fall, hier ist Staub, ein paar Dornbüsche und allerlei nicht sichtbares Getier.
Und wer annimmt, dass auf den Halden noch Erzbrocken liegen, sich farbenfrohe farbliche Ausblühungen gebildet haben, der irrt gewaltig. Kein Stäubchen Roherz, keine blauen, grünen oder roten Minerale, nur grau, sandig oder ausgewaschen präsentieren sich die Halden.

 

content and image: copyright by Marina & Arpad Kunzfeld

Zabriskie Point

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Foto: Arpad Kunzfeld, 2016
Motiv: Bandlands of Zabriskie Point, Death Valley National Park, California

 


Benannt nach dem ehemaligen Leiter der Pacific Coast Borax Company Christian Zabriskie ist der Zabriskie Point eines der touristischen Highlights im Death Valley National Park, das jedes Jahr von Millionen von Reisenden besucht wird. Fast unwirklich erscheint das von einer gelben Borax-haltigen Kruste geprägte Ödland, das eher an eine Mondlandschaft erinnert, als an etwas Irdisches. Und obwohl der Sonnenaufgang am Zabriskie Point mittlerweile bereits fast einen Kultstatus hat und vor allem viele junge Leute sich mit ihren Handy-Sticks vor der grandiosen Landschaft in Szene setzen, sind es die späten Nachmittagsstunden mit ihrem wunderbarem goldenen Streiflicht, die diese grandiose Landschaft gleicherer Massen zum Leuchten bringen.

 

Inhalt und Foto: copyright by book-and-picture

Sand Dunes

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Foto: Marina Kunzfeld, 2016
Motiv: Sandstorm over Mesquite Flat Dunes, Death Valley National Park, California

 


Das Death Valley an der östlichen Grenze des amerikanischen Bundesstaates Kalifornien gehört zu den ödesten und trockensten Landstrichen unseres Planeten und mit einer Fläche von 13.500 km2 entspricht es ungefähr der Fläche unseres Bundeslandes Tirol. Knapp 1% dieser riesigen Fläche sind Sanddünen, die bis zu 250 Meter in die Höhe ragen, wie die Eureka Dunes im Nordwesten des Detah Valley. Die Mesquite Flat Dunes nahe der kleinen Ansiedlung Stovepipe Wells erreichen zwar nicht diese Höhen sind aber deshalb nicht weniger schön. Langgezogene, breite Sanddünen mit Rippelmarken, niedrige Sträucher und Büsche von immergrünen Mesquiten, einer Unterfamilie der Mimosengewächse und Flächen aus getrockneten und weiß leuchtendem Lehm als Überbleibsel einstiger Wasserflächen machen diese Sanddünen einzigartig. Entstanden aus den zu Sand erodierten Felsen der umliegenden Canyons, durch den stetig blasenden Wind an die immer gleichen Orte transportiert und dort zu Dünen aufgehäuft, erscheinen sie im frühen Morgenlicht oder der späten Nachmittagssonne mit satten Farben und viel Licht und Schattenspiel. Ganz anders ist ihr Aussehen, wenn Sandstürme aufkommen. Dann taucht alles in ein weißes und seltsames Licht, die umgeben Berge sind auf einmal nicht mehr sichtbar und Sandfahnen spielen an den Graten der Dünen.

 

Inhalt und Foto: copyright by book-and-picture