Grazer Bergland

Kalender 2018 – Wilde Wasserwelten im Grazer Bergland – Dezember

Kalender 2018-12

subject: Mixnitzbachfall, Bärenschützklamm bei Mixnitz, Grazer Bergland (photographer: Arpad Kunzfeld, 2017)


Es gibt Tage in der Bärenschützklamm, da ist es absolut still und nicht nur die Vögel sind nicht zu hören, sondern auch das Wasser rauscht nicht. Das ist die Zeit, wenn Wasser zu Eis geworden ist und sich funkelnde Zapfen, Säulen und Eis-Skulpturen geformt haben. Das ist die Zeit, wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt, wenn die Tage kurz geworden sind und wenn der Boden gefroren ist. Das ist aber auch die Zeit, wenn der Parkplatz am Eingang zur Klamm leer ist, wenn die Finger beim Fotografieren klamm werden und wenn heißer Tee statt kühlende Getränke dem Körper wärmen sollen. Leider immer seltener geworden, sind dies die Tage mit besonderen Motiven, bei denen teils saftiges Grün unter den Eis hervorscheint und einem die gesamte Klamm alleine gehört.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR mit 45 mm Tilt-Shift-Objektiv, Kamera am Stativ horizontal ausgerichtet und Optik nach unten geshiftet, Focus-Stacking aus 3 Aufnahmen für eine durchgehende Schärfe, Lee-Polfilter, Belichtungszeit: 1,0 Sekunden, bedeckter Himmel, Farbtemperatur manuell angepasst und Sättigung leicht angehoben.

 

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Kalender 2018 – Wilde Wasserwelten im Grazer Bergland – November

Kalender 2018-11

subject: Oberer Badlgraben, Tanneben, Badl bei Peggau, Grazer Bergland (photographer: Arpad Kunzfeld, 2017)


Wenn die Kälte ins Land zieht und der erste Schnee fällt, dann werden all die Urwälder im Grazer Bergland menschenleer. Dort wo sich sonst Tausende Erholungssuchende während der Sommermonate tummeln ist es jetzt still und die ins Land gezogenen ersten Fröste hinterlassen erste Spuren in Form von Eiszapfen. So auch hier im Badlgraben, wo Eisgebilde gleich Stalaktiten in Tropfsteinhöhlen von den Felswänden hängen. Aber auch das zu Boden gefallene Laub beginnt sich zu verändern und erhält einen dunkleren Farbton. Wer sich jetzt in die kleinen Schluchten und Gräben begibt, der lernt unsere nahe Umgebung von einer anderen Seite kennen: mystisch, still, urtümlich und nichts deutet darauf hin, dass nur wenige Kilometer entfernt eine Stadt mit 300.000 Einwohnern liegt.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR mit 45 mm Tilt-Shift-Objektiv, Kamera am Stativ horizontal ausgerichtet und Optik nach unten geshiftet, Focus-Stacking aus 2 Aufnahmen für eine durchgehende Schärfe, Lee-Polfilter, Belichtungszeit: 1,0 Sekunden, bedeckter Himmel, Farbtemperatur manuell angepasst und Sättigung leicht angehoben.

 

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Kalender 2018 – Wilde Wasserwelten im Grazer Bergland – Oktober

Kalender 2018-10

subject: Wasserfall-Kaskade im Feistergraben bei Deutsch-Feistritz, Grazer Bergland (photographer: Arpad Kunzfeld, 2017)


Der Herbst ist ins Land gezogen, die Blätter beginnen sich zu verfärben und die Natur macht sich für den bevorstehenden Winter bereit. Und wer jetzt mit offenen Augen abseits der bekannten Schluchten durch die Landschaft rund um Graz streift, der wird an vielen Stellen kleine, aber trotzdem wilde Wasserwelten entdecken. Eine dieser geheimen und wenig beachteten kleinen Schluchten ist der Feistergraben, der vom Übelbachtal steil bergan zieht und durch den sich der Feisterbach seinen Weg gegraben hat. Der Bach stürzt dabei immer wieder über kurze und wenige Meter hohe Kaskaden auf das nächste Plateau, wo dann kleine Tümpel entstehen, in denen das goldene Laub des Herbstes seine Kreise zieht.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR mit 90 mm Tilt-Shift-Objektiv, Kamera am Stativ horizontal ausgerichtet und Optik nach oben geshiftet, Focus-Stacking aus 2 Aufnahmen für eine durchgehende Schärfe, Lee-Polfilter, Belichtungszeit: 0,5 Sekunden, bedeckter Himmel, Farbtemperatur manuell angepasst und Sättigung leicht angehoben.

 

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Kalender 2018 – Wilde Wasserwelten im Grazer Bergland – September

Kalender 2018-09

subject: Wasserfall-Kaskaden im Badlgraben bei Peggau, Grazer Bergland (photographer: Arpad Kunzfeld, 2017)


Bei unserem September-Bild handelt es sich um eine Aufnahme, die das Nahen des Herbstes zeigt. Vereinzelt verstreute farbige Blätter, dann wieder das noch relativ saftige grüne Moos und dazwischen der Badlbach, der über kleine Kaskaden durch die Engstelle des Badlgrabens fließt. Ein Ort der Ruhe, den nur Wenige besuchen, obgleich der guten Erreichbarkeit des Grabens. Ein Ort, den wir auch für unsere Workshops ausgewählt haben – ein idealer Ort um in Ruhe sich dem Thema Landschaftsfotografie zu widmen (Details dazu finden Sie unter Coaching Landschaftsfotografie).
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR mit 90 mm Tilt-Shift-Objektiv, Kamera am Stativ horizontal ausgerichtet und Optik nach oben geshiftet, Focus-Stacking aus 2 Aufnahmen für eine durchgehende Schärfe, Lee-Polfilter, Belichtungszeit: 0,5 Sekunden, bedeckter Himmel, Farbtemperatur manuell angepasst und Sättigung leicht angehoben.

 

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Kalender 2018 – Wilde Wasserwelten im Grazer Bergland – August

Kalender 2018-08

subject: Unterer Kaskadenfall bei Mixnitz, Grazer Bergland (photographer: Marina Kunzfeld, 2017)


Wasserfälle zu fotografieren bedeutet auch gleichzeitig immer ein klein wenig nass zu werden – zu stark sind Gischt und feine Wassernebel. Dieser Umstand ist besonders jetzt im August, wenn das Thermometer über die 30 Grad klettert eine angenehmer Umstand. Wer jedoch lange Brennweiten einsetzt, der kann der Feuchtigkeit ein klein wenig entkommen und auf diese Art einmal das Equipment vor Spritzwasser schützen, hat aber auch die Möglichkeit Wasserfälle aus einem anderen Blickwinkel heraus zu erkunden. Der Untere Kaskadenfall in der unteren Bärenschützklamm bei Mixnitz ist einer dieser Wasserfälle, der durch seine außergewöhnlichen Moospolster dem Fotografen viele Detail-Möglichkeiten bietet.
Aufnahmetechnik: CANON 7D mit Tele-Zoom auf 400 mm Brennweite mit Hoya-Polfilter. Aufnahme aus der Hand bei 1/125 Sekunde, um die Bewegung des Wassers nicht vollständig einzufrieren. Um genug Schärfentiefe zu erzielen mussten die ISO auf 800 angehoben werden. Heiterer Himmel, jedoch kein direktes Sonnenlicht. Bei der Entwicklung wurden Farbtemperatur manuell angepasst und Dynamik und Sättigung leicht angehoben.

 

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Kalender 2018 – Wilde Wasserwelten im Grazer Bergland – Juli

Kalender 2018-07

subject: Hallimasch, Peggauer Wasserfall, Grazer Bergland (photographer: Arpad Kunzfeld, 2017)


Dieser Moospolster mit dem bei uns selten als Speisepilz kredenzten Hallimasch befand sich unterhalb des Peggauer Wasserfalls in einem kleinen Schlucht artigen Einschnitt. Über der Szene thront die im 12.Jahrhundert erbaute Burg Peggau. Mitten in einer aus Gischt und mit Moos überzogenen Felsen und Baumstämmen dominierten Landschaft wächst dieser Pilz meist auf alten Baumstümpfen, von denen er sich ernährt und diese im Laufe der Zeit zur Gänze verzehrt.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR mit 90 mm Tilt-Shift-Objektiv, Kamera am Stativ horizontal ausgerichtet und Optik geshiftet, sowie Lee-Polfilter. Um eine schräg von vorne links nach rechts hinten quer durch das Bild laufende Schärfe zu erzielen, wurde die Tilt-Shift-Optik entsprechend verschwenkt. Belichtungszeit: 1/15 Sekunde bei 400 ISO, bedeckter morgendlicher Himmel, Farbtemperatur manuell angepasst und Dynamik und Sättigung leicht angehoben.

 

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Kalender 2018 – Wilde Wasserwelten im Grazer Bergland – Juni

Kalender 2018-06

subject: Unterer Kaskadenfall, Bärenschützklamm bei Mixnitz, Grazer Bergland (photographer: Arpad Kunzfeld, 2017)


Die Bärenschützklamm bei Mixnitz ist eines der Natur-Highlights im Großraum Graz und viele Naturliebhaber strömen an den Wochenenden in Massen durch diese Wunderlandschaft. Kurz nach dem Parkplatz sind es die Kaskadenfälle, die viele Besucher anziehen und von dem saftigen Grün in den verschiedensten Schattierungen und den herab stürzenden Wassermengen fasziniert sind. Auch Fotografen zieht es zu diesem Juwel – so auch uns. Und desto näher man sich den Wasserfall nähert, umso mehr Gischt liegt in der Luft und umso mehr gleicht der Untergrund einer Rutschbahn. Hier gilt es stabil zu stehen und die Ausrüstung vor zu viel Feuchtigkeit zu schützen.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR mit 90 mm Tilt-Shift-Objektiv, Kamera am Stativ horizontal ausgerichtet und Optik nach oben geshiftet, Focus-Stacking aus 2 Aufnahmen für eine durchgehende Schärfe, Hoya-Polfilter, Belichtungszeit: 1,0 Sekunden, heiterer Himmel ohne direktem Sonnenlicht, Farbtemperatur manuell angepasst und Sättigung leicht angehoben.

 

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Kalender 2018 – Wilde Wasserwelten im Grazer Bergland – Mai

Kalender 2018-05

subject: Oberer Kaskadenfall, Bärenschützklamm bei Mixnitz, Grazer Bergland (photographer: Arpad Kunzfeld, 2017)


Das Frühjahr hat für Fotografen seinen ganz speziellen Reiz, vor allem wenn es darum geht, Laubwälder und Grünpflanzen zu fotografieren. Das Grün der Bäume ist im Mai heller und hat einen gewissen Gelbanteil. Landläufig als Maigrün bezeichnet, leuchten auch im Grazer Bergland die grünen Karstlandschaften im Gegenlicht in dieser, für das Frühjahr, so speziellen Farbe. Grund für diese gelbgrüne Farbe ist der im Frühjahr sehr hohe Anteil von Carotinoiden in den Blattstoffen, die die jungen Blätter vor der Zerstörung durch die Photo-Oxidation wie eine Sonnencreme mit hohem Sonnenschutzfaktor schützen. Erst wenn im Laufe des Jahres der Anteil an Carotinoiden sinkt, erhalten die Blätter das typische saftige Dunkelgrün.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR mit 24 mm Tilt-Shift-Objektiv, Kamera am Stativ horizontal ausgerichtet und Optik nach oben geshiftet, Focus-Stacking aus 2 Aufnahmen für eine durchgehende Schärfe, Hoya-Polfilter, Belichtungszeit: 0,6 Sekunden, heiterer Himmel ohne direktem Sonnenlicht, Farbtemperatur manuell angepasst und Sättigung leicht angehoben.

 

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Kalender 2018 – Wilde Wasserwelten im Grazer Bergland – April

Kalender 2018-04

subject: Oberer Kaskadenfall, Bärenschützklamm bei Mixnitz, Grazer Bergland (photographer: Arpad Kunzfeld, 2017)


Als ein Vorbote auf die wärmeren Tage mit ihrem saftigem grün zeigt das April-Bild unseres Kalenders die Wasserspiele des Oberen Kaskadenfalls in der unteren Bärenschützklamm. Von vielen Besuchern der Klamm unbeachtet, liegt dieser Wasserfall etwas abseits des klassischen Wanderweges. Wer sich trotzdem die wenigen Minuten für dieses Abstecher Zeit nimmt, der darf ein wahres Kleinod mit grünem Moos, einem kleinem Steg und sprudelndem Wasser genießen.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR mit 90 mm Tilt-Shift-Objektiv, Kamera am Stativ horizontal ausgerichtet und Optik nach oben geshiftet und für eine durchgehende Schärfe getiltet, Lee-Polfilter, Belichtungszeit: 1,0 Sekunden, heiterer Himmel während der fortgeschrittenen Morgendämmerung, Farbtemperatur manuell angepasst und Sättigung leicht angehoben.

 

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Kalender 2018 – Wilde Wasserwelten im Grazer Bergland – März

Kalender 2018-03

subject: Unterer Badlgraben, Tanneben, Badl bei Peggau, Grazer Bergland (photographer: Arpad Kunzfeld, 2017)

 


Das März-Bild unseres Kalender steht heute im krassen Gegensatz zu dem, wie sich die Natur derzeit im Grazer Bergland präsentiert. Aber als ein kleiner Vorgeschmack auf die wärmere Jahreszeit zeigt diese Aufnahme einen der vielen kleinen Wasserfälle im Unteren Badlgraben bei Peggau. Namenlos und versteckt hinter Felsen ergießt sich hier ein Teil des durch den Badlgraben fließenden Baches über eine kleine Felsstufe.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR mit 45 mm Tilt-Shift-Objektiv, Kamera am Stativ horizontal ausgerichtet und Optik nach oben geshiftet und für eine durchgehende Schärfe getiltet, Lee-Polfilter, Belichtungszeit: 1,0 Sekunden, heiterer Himmel ohne direktem Sonnenlicht, Farbtemperatur manuell angepasst und Sättigung leicht angehoben.

 

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Kalender 2018 – Wilde Wasserwelten im Grazer Bergland – Februar

Kalender 2018-02

subject: Mixnitzbachfall, Bärenschützklamm bei Mixnitz, Grazer Bergland (photographer: Arpad Kunzfeld, 2017)


Wer von Mixnitz aus in die Bärenschützklamm wandert, der kennt sicher jenen großen Wasserfall, der nach 10 Gehminuten von der ersten massiven Brücke aus zu bewundern ist, denn hier donnern in der Regel ungeheure Wassermengen über eine Geländekante. Diese Wassermassen erzeugen einen tosender Lärm, es sprüht die Gischt und der Betrachter erfährt fast hautnah, was Naturgewalten sein können. Es gibt aber auch Zeiten, da sind die Wassermengen gering und braune Felsen und grüne Moose werden sichtbar. So eine Zeit ist die ausklingende Winterzeit, die Zeit bevor die Schneeschmelze einsetzt und die Zeit, wenn nur vereinzelt Personen die Klamm besuchen. Und genau an so einem Tag entstand diese Aufnahme. Dazu bedarf es jedoch nahe an den Wasserfall zu gelangen und sich einen Standort im knie-hohen kühlen Nass zu suchen. Wer hier Watstiefel besitzt ist im Vorteil, denn kaltes Wasser und niedrige Aussentemperaturen lassen einen schnell auskühlen.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR mit 90 mm Tilt-Shift-Objektiv, Kamera am Stativ horizontal ausgerichtet und Optik nach oben geshiftet, Lee-Polfilter, Belichtungszeit: 1,0 Sekunden, heiterer Himmel ohne direktem Sonnenlicht, Fokus-Stacking, Farbtemperatur manuell angepasst und Sättigung leicht angehoben.

 

content and image: copyright by Marina and Arpad Kunzfeld, book-and-picture

Bärenschützklamm im Winterkleid

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photographer: Arpad Kunzfeld
subject: Mixnitzbachfall, Untere Bärenschützklann, Grazer Bergland


Wer von Mixnitz aus in die Bärenschützklamm wandert kennt sicher jenen großen Wasserfall, der nach 10 Gehminuten von der ersten massiven Holzbrücke aus zu sehen ist. In den Sommermonaten donnern hier Wassermassen mit lautem Tosen über die felsige Geländekante. Wer sich jedoch in der kalten Jahreszeit hier auf den Weg macht, der hat – heute zwar schon eher selten – die Chance diesen Wasserfall zu Eis erstarrt zu sehen.

 

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photographer: Arpad Kunzfeld
subject: Mixnitzbachfall, Untere Bärenschützklann, Grazer Bergland



Um dem gleich einem eisigen Schloss gleichendem Gebilde näher zu kommen, ist es notwendig unmittelbar nach der Brücke hinab zu steigen. Wenige Meter danach steht man dann vor der eisigen Pracht.

 

content and image: copyright by Arpad Kunzfeld

May Green

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photographer: Arpad Kunzfeld
subject: Ober Kaskadenfall, Bärenschützklamm / upper cascade fall, Bärenschützklamm, Styria


Das Frühjahr hat für Fotografen seinen ganz speziellen Reiz, vor allem wenn es darum geht, Laubwälder und Grünpflanzen zu fotografieren. Das Grün der Bäume ist im April und Mai heller und hat einen gewissen Gelbanteil. Landläufig als Maigrün bezeichnet, leuchten auch im Grazer Bergland die grünen Karstlandschaften im Gegenlicht in dieser, für das Frühjahr, so speziellen Farbe. Grund für diese gelbgrüne Farbe ist der im Frühjahr sehr hohe Anteil von Carotinoiden in den Blattstoffen, die die jungen Blätter vor der Zerstörung durch die Photo-Oxidation wie eine Sonnencreme mit hohem Sonnenschutzfaktor schützen. Erst wenn im Laufe des Jahres der Anteil an Carotinoiden sinkt, erhalten die Blätter das typische saftige Dunkelgrün.


Diese Aufnahme entstand im Bereich des Oberen Kaskadenfalls in der Bärenschützklamm bei Mixnitz. Und Obwohl die letzten Monate fast keinen Niederschlag gebracht haben und sich das ganze Land ausgetrocknet und staubig zeigt, scheint die Quelle des Kaskadenfalls nicht zu versiegen. Gespeist aus unterirdischen Wasserläufen des „Grünen Karst“ liefert diese Quelle auch während den trockenen Jahreszeiten Wasser, das sich in 2 Kaskaden in den Mixnitzbach ergießt.

 

content and image: copyright by Arpad Kunzfeld

red power of nature

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photographer: Arpad Kunzfeld
subject: “Wurzelkraft von oben”, Horkbaue, Blei-Silber-Bergbau Großstübing, Steiermark / “red root power”, Hork adit, lead-silver mine nearby Großstübing, Styria


Eine Befahrung der alten Horkbaue bei Großstübing ist immer wieder ein Erlebnis. Schon der Einstieg ist eine Herausforderung, gilt es nicht eben in einen alten Stollen zu steigen, sondern sich fast senkrecht in die Tiefe abzuseilen. Und was die Natur dort im Reich der Dunkelheit zu bieten hat ist einfach einzigartig. Angefangen von Sinterbecken, Höhlenperlen, kleinen Tropfsteinen bis hin zu versinterten Verbrüchen und engen alten Förderstrecken.


Eine Besonderheit sind jedoch Wurzel-Enden, die in den oberflächennahen Bereichen des alten Bergbaues von der Stollendecke hängen. Hier haben Pflanzen ihre Wurzeln durch enge und lehmige Klüfte gezwängt, bis die Wurzelspitzen die Bergwerksstollen erreichten. Was wie Krabbenbeine aussieht sind fast 10 cm langen Luftwurzeln, die im von hinten gerichteten Licht in oranger bis roter Farbe leuchten und an deren Wurzelspitzen funkelnde Wasser-Tröpfchen blitzen.

 

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Making of zum Bild

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photographer: Arpad Kunzfeld
subject: “1 Klafter hoch”, Hertha-Stollen, Silber-Bergbau Großstübing / “6 feet high”, Hertha adit, ancient silver mine Großstübing, Styria


„Menschenbilder 2017“ – die diesjährige Leistungsshow der steirischen Berufsfotografen – läuft gerade am Grazer Mariahilferplatz und wir sind mit dem Bild „1 Klafter hoch“ dabei. Wie ist nun dieses Bild entstanden? Hier ist das “Making of”:


Das Foto mit dem Titel „1 Klafter hoch“ wurde in einem alten und bereits lange in Vergessenheit geratenen Bergwerksstollen des ehemaligen Silber-Bergbaues rund um Großstübing aufgenommen. Eine Location, die für viele Fotografen ungewöhnlich, wenn nicht sogar unmöglich erscheint. Absolute Dunkelheit, Schmutz, Feuchtigkeit, allerlei Getier, schmale und niedrige Gänge, teilweise kriechende Fortbewegung sind die “Widrigkeiten”, die es hier zu bewältigen gilt. Hier gelten die Gesetze der Studio-Fotografie nur in ihren Ansätzen, hier sind Lichtstimmungen das ein und alles, hier wird fast immer mit Shift-Optiken gearbeitet, hier gibt es erweiterte physikalische Gesetze. Und um genau solche Projekte erfolgreich umsetzen zu können erfordert es neben dem Beherrschen der fotografischen Technik in der absoluten Dunkelheit eine gute Planung, strukturiertes Arbeiten und eine sehr große Portion an Liebe und Wissen über diese Art von Unterwelt, innerem Feuer und Freude an der Fotografie.


Bereits die Vorarbeiten, damit überhaupt fotografiert werden konnte waren abenteuerlich. Es begann damit, dass das einstige Mundloch des Stollens fast zur Gänze mit Erdreich und Steinen verfüllt war und der Zugang in den Stollen unmöglich erschien. Es bedurfte daher zuerst einiges an Grabarbeiten, um den Eingang soweit frei zu legen, dass wenigstens ein Kriechen in das Stollensystem möglich wurde. Das bedeutete aber auch gleichzeitig, dass die gesamte fotografische Ausrüstung kriechend in den Stollen befördert werden musste. Und das war nicht wenig. Kamera, Objektive, mehrere Stative und Systemblitze, Funksteuerungen, Lichtformer und noch vieles mehr mussten unversehrt und sauber durch ein 50 cm mal 50 cm großes Loch im Waldboden geschafft werden. Und da ich diese Aufnahme ohne jegliche Assistenz durchführte, musste ich alles über unwegsames Gelände zum Stolleneingang transportieren, dort graben, um die Öffnung freizulegen, alles in das Stollensystem bringen und später noch als Model vor der eigenen Kamera agieren und als Fotograf hinter der Kamera arbeiten.


Diese ersten Arbeiten sind schweißtreibend und erfordern bei sehr engen Löchern vielleicht etwas an Mut, jedenfalls an Klaustrophobie sollte man nicht gerade leiden. Die nächste Herausforderung war es die richtige Motivposition zu finden. Hier kam mir die Tatsache zu Hilfe, dass ich diesen Stollen aus vergangenen Zeiten kannte, ich dort vor Jahren bereits fotografierte und daher bereits vorab planen und “scribbeln” konnte. Trotzdem sah es dann in der Realität etwas anders aus und da bedurfte es der Fähigkeit sich fertige Bilder vor dem geistigen Auge vorstellen zu können und die Kamera gleichsam im Blindflug in dem schmalen Lichtkegel einer Stirnlampe auszurichten. Und ab nun wurde es richtig interessant: Es galt nämlich Licht zu setzen und das Selbst-Einrichten vor der Kamera ohne einem Einstell-Licht und ohne echten Anhaltspunkten zu bewerkstelligen, denn die absolute Dunkelheit in einem Stollen oder einer Höhle ist schwärzer als die Nacht. Es bedarf viel an Erfahrung, einer speziellen Technik um sich Linien zum Ausrichten zu merken, viel an Improvisation und keine Scheu vor der Dunkelheit und dem scheinbar unwirtlichen Umfeld. Wie ein Schirennläufer sich den Kurs einprägt, der Balletttänzer seine Chorographie lernt ist es hier notwendig sich an Hand von Steinen am Boden Ausrichtungslinien sehr exakt zu merken. Denn nur kleine Abweichungen von dieser idealen Linie bewirken belichtungstechnische Fehler, vor allem dann, wenn Systemblitze gegen die Kamera gerichtet sind. Es bedeutete aber Reihen von Aufnahmeserien mit vielen voneinander ein klein wenig sich unterscheidenden Körperpositionen, um Lichtsäume und Lichtersterne optimal zu platzieren. Die Kamera immer über die Funkfernsteuerung ausgelöst, warm werdende Akkus von mehrfach gekoppelten Systemblitzen, tropfendes Wasser von der Decke, hin und her laufen zwischen dem eigenen Model-Standort und der Kamera zur Bildkontrolle, Morast unter den Fußsohlen, mit Lehm verschmierte Finger, die Kamera tunlichst nicht zu berühren sind die kleinen und bei der Untertagefotografie normalen Herausforderungen. Zu aller letzt galt es alles zusammen zu packen, nichts in der Dunkelheit zu vergessen, denn fotografische Ausrüstung ist dafür auf Grund der meistens schwarzen Farbe prädestiniert, alles wieder durch das enge Loch zu pressen und sich anschließend mit Freude an die Ausarbeitung der Bilder zu machen.


Zum Abschluss noch eine Zeile zum Titel: der Name „1 Klafter hoch“ geht auf des alte Längenmaß des Klafters zurück. Ein Längenmaß dass zur Zeit einer Maria Theresia bei uns gebräuchlich war und nach unserem heutigen metrischen System 1,89 Meter betrug. Die meisten dieser aus dem frühen 18.Jahrhundert stammenden Stollen wurden „1 Klafter“ hoch gebaut, sodass ein Bergmann aufrecht in einem Stollen stehen konnte. Auf der Aufnahme lässt sich dieses historische Stollen-Profil noch gut erkennen.

 

content and image: copyright by Arpad Kunzfeld