Makro

Winterschlaf

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photographer: Arpad Kunzfeld
subject: Kleine Hufeisennase, Blei-Silber-Bergbau Übelbach / Lesser Horseshoe bat, ancient led-silver mine Uebelbach, Styria


Noch bevor in unseren Gegenden die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken, ist es für Fledermäuse an der Zeit ihre Winterschlafplätze aufzusuchen. Und wer dann in Höhlen steigt und alte Bergwerke befährt, der kann erleben, wie sich die Tiere kopfüber hängend auf den langen Schlaf vorbereiten, indem sie sich in ihre Hautflügel gleich einem Mantel einwickeln.


Eine bei uns in Österreich am häufigsten vorkommende Art dieser extrem nützlichen Tiere ist die „Kleine Hufeisennase“. Nur knapp über 4 cm groß, mit einer Flügelspannweite um die 25 cm, sich hauptsächlich von Insekten ernährend, hält sie von Oktober bis in den März hinein ihren Winterschlaf. In Österreich auf der Liste der gefährdeten Tiere hat sich der Bestand dieser kleinsten europäischen Fledermausart in den letzten Jahrzehnten stark reduziert, da einmal die Rückzugplätze der Tiere immer geringer werden und die Tiere auch immer wieder während ihres Winterschlafes gestört werden. Diese Störungen gehen sogar soweit, dass die Tiere verhungern.


Diese Aufnahme entstand, als sich die Tiere begannen auf ihre Winterruhe vorzubereiten und ihre Körperfunktionen noch nicht reduziert hatten. Aufgenommen mit einem 100 mm Makro-Objektiv und einem entfesseltem seitlichem Systemblitz. Eine der Herausforderungen bei der Fotografie von ruhenden Fledermäusen ist das korrekte Fokussieren auf Grund der Örtlichkeit. Was Kameras üblicherweise bei noch schwachen Lichtverhältnissen perfekt können, funktioniert im Reich der absoluten Dunkelheit jedoch nicht. Und die Abhilfe des Ausschaltens des Autofokus und anstelle dessen ein manuelles Fokussieren funktioniert ebenfalls nur dann, wenn der Fotograf etwas sehen kann – und dies ist im „lichtleeren Raum“ nicht möglich. Der Ausweg durch ein Beleuchten der Tiere mit einer starken Taschenlampe, um in Ruhe zu fokussieren, ist ebenfalls nicht zu empfehlen, da dieses Dauerlicht die Tiere unnütz in Stress versetzt. Deshalb nutze ich eine Methode, bei der ich die Kamera auf dem Stativ wegdrehe, die Entfernung zum Tier zuvor messe und einen gleichen Entfernungs-Punkt an einer abgewandten Stelle suche. Diese Methode ist effizient, geht schnell, wenn man gelernt hat in dunkler Umgebung zu hantieren und setzt die tierischen Fotomodelle nicht in Stress. Gute Kenntnis über Lichtführung in der absoluten Dunkelheit sind zum Schluss noch der Schlüssel dafür, mit einem „Schuss“ die gewünschte Aufnahme zu erzielen.

 

content and image: copyright by Arpad Kunzfeld

 

 

Kleine Bergkristalle ganz groß

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photographer: Arpad Kunzfeld
subject: Bergkristalle, Burg Waldstein / rock crystals, castle Waldstein, Styria


In den Kalk- und Dolomitgesteinen des Grazer Berglandes gibt es Stellen, an denen sich Bergkristalle finden lassen. Natürlich nicht so groß, wie die Bergkristalle aus den Hohen Tauern oder Schweizer Bergen, die mit Längen von vielen Zentimeter und bis zu vielen Dezimetern Größe begeistern, dafür aber gleichermaßen schön. Die Kristalle im Bergland rund um Graz sind klein, wasserklar und oftmals leicht bräunlich eingefärbt. Ein derartiges Vorkommen gab es nahe der Burg Waldstein und die in Klüften sitzenden Kristalle erreichten Größen um die 5 mm.


Um Objekte mit einer Größe um die 5 mm, wie beispielsweise die Bergkristalle aus dem Grazer Bergland, Format füllend fotografieren zu können, reicht der Einsatz eines klassischen Makro-Objektives oftmals nicht mehr aus, da dieses mit einem Abbildungsverhältnis von 1:1 limitiert ist. Abhilfe kann hier der Einsatz von Zwischenringe schaffen, die zwischen Kamera und Objektiv eingesetzt werden und damit als „Auszugsverlängerung“ dienen. Damit lassen sich Abbildungsmaßstäbe um die 2:1 oder auch 3:1 erzielen und die kleinen Kristalle wachsen Format füllend an und bisher nicht sichtbare Strukturen und Details kommen plötzlich zum Vorschein.

 

content and image: copyright by Arpad Kunzfeld