Pueblo

Kalender 2020 – Ancestral Puebloans – August

Kalender2020-08

subject: Ballroom Cave, Comb Ridge, Cedar Mesa bei Blanding, Utah (photographer: Arpad Kunzfeld, 2019)


Im südlichen von Utah, nahe der kleinen Stadt Blanding befinden sich in der Comb Ridge der Cedar Mesa eine Reihe von außergewöhnlichen Ruinen aus der Zeit der Anasazi Indianer. Von den Amerikanern fälschlicherweise als Ballroom Cave oder zu Deutsch „Tanzboden Höhle“ bezeichnet, handelt es sich bei diesen Ruinen nicht um eine Höhle im eigentlichen Sinn, sondern um eine tiefe Felsnische, deren Zugang vor tausenden von Jahren durch einen Felssturz teilweise verschüttet worden ist. Sowohl am Schuttkegel selbst, als auch im hintersten und dunklen Teil der Nische hatten die Anasazi dann vor mehr als 800 Jahren ihre Gebäude errichtet. Ähnlich einer Höhlensiedlung, ist es die Dunkelheit des Ortes, die mystisch auf den Betrachter wirkt und es sind Fledermäuse, die heute dieses Reich der Schatten als Tagschlafplätze nutzen. Lediglich die Reste einer Mauer und die Andeutung einer Türöffnung erinnern heute an ehemalige Wohnstätten der Anasazi, in denen während der kalten Wintermonate das Wärme spendende Feuer brannte.
Aufnahmetechnik: CANON 5D SR vom Stativ, 17 mm Tilt-Shift Optik, Optik nach unten “geshiftet”, Belichtung: 1/4 Sekunde bei Blende 8, 3 Systemblitze mit orangen Konversionsfilter, Blitzköpfe gegen die Felsdecke gerichtet, seitliches Streulicht durch wolkenlosen Himmel bei tief stehender Sonne, Farbtemperatur manuell angepasst, Sättigung angehoben und Bild optimiert.

 

content and image: copyright by Marina and Arpad Kunzfeld, kunzfeld & kunzfeld photography

Kalender 2020 – Ancestral Puebloans – Juli

Kalender2020-07

subject: Chetro Ketl Ruins, Chaco Canyon, New Mexico (photographer: Arpad Kunzfeld, 2019)


Weitab der üblichen Touristenströme und fast im Zentrum des Bundesstaates New Mexico gelegen, erwartet den Besucher des Chaco Canyons ein Gebiet mit über 800 Jahre alten Stadtanlagen der einstigen indianischen Pueblo-Kulturen. Nur über eine ruppige Piste erreichbar, die für tiefer gelegte Fahrzeuge zum Problem werden kann, ist der Chaco Canyon selbst kein klassischer und enger Canyon, sondern ein breites und sonnendurchströmtes Tal. Neben dem Pueblo Bonito ist es das „Chetro Ketl“, das zweitgrößte Pueblo dieser Region, dessen Grundmauer und Kivas heute noch erhalten sind und in dem in den über 500 Räumen weit über 2000 Menschen lebten. Das einstige sehr fruchtbare Tal ist heute Teil der Amerikanischen Halbwüstenlandschaft und als wir diese Gegend besuchten war es ein spätsommerlicher Kälteeinbruch, der die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt fallen ließ. Dicke Bekleidung, klamme Finger beim Fotografieren und tränende Augen erschwerten unsere Arbeit hinter der Kamera.
Aufnahmetechnik: CANON 5D SR vom Stativ, 90 mm Tilt-Shift Optik, Optik nach unten “geshiftet”, Lee-Filtersystem mit Polfilter und Verlaufsfilter von oben, Belichtung: 1/125 Sekunde bei Blende 11, wolkenloser Himmel bei tief stehender Sonne, Farbtemperatur manuell angepasst, Sättigung angehoben und Bild optimiert.

 

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Kalender 2020 – Ancestral Puebloans – Mai

Kalender2020-05

subject: Tower Point Ruin, Hovenweep Natioalpark, Utah (photographer: Arpad Kunzfeld, 2019)


Das verlassene und öde Tal des Hovenweep Nationalparks war über Jahrhunderte hinweg die Heimat der Anasazi-Indianer, die Ende des 15.Jahrhunderts jedoch aus diesem Gebiet abwanderten. Ruinen zeugen noch heute von dieser einstigen Hochkultur, und wer in den nächsten Jahren nach „Corona“ die Chance hat in diese Gegend von Utah zu kommen, dem sei ein Besuch ans Herz gelegt. Abseits vom großen Touristenstrom gelegen und bei uns unbekannt, gibt ein malerischer Rundweg Einblick in die indianische Zivilisation des 12. Und 13. Jahrhunderts. Als wir diesen Nationalpark besuchten, waren wir jedesmal fast zur Gänze alleine unterwegs. Und obwohl teils betonierte Pfade durch die Ruinen führen, waren nur es nur eine Handvoll Besucher, die diesem Gebiet einen Besuch abstatteten.
Aufnahmetechnik: CANON 5D SR vom Stativ, 45 mm Tilt-Shift Optik mit Lee-Polarisationsfilter, Optik nach unten “geshiftet”, Belichtung: 1/40 Sekunde bei Blende 11, wolkenloser Himmel bei tief stehender Sonne, Farbtemperatur manuell angepasst, Sättigung angehoben und beschnitten.

 

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Kalender 2020 – Ancestral Puebloans – April

Kalender2020-04

subject: Ballroom Cave, Comb Ridge, Cedar Mesa, Blanding, Utah (photographer: Marina Kunzfeld, 2019)


Der Colorado River hat eine Reihe von Nebenflüssen, von denen der San Juan River als der vielleicht wichtigste und größte gilt. Im Bundesstaat Utah gelegen, begrenzt er die Cedar Mesa nach Süden hin und es sind eine große Zahl an Felsrücken, die diese Hochebene von Norden nach Süden durchziehen. Einer dieser Felsrücken, die Comb Ridge, war vor 800 Jahren Siedlungsgebiet der Anasazi-Indianer und noch heute zeugen viele indianische Pueblo-Ruinen von dieser einstigen Kultur. Neben den Ruinen sind es oft indianische Felszeichnungen, die sich hier finden lassen, wie diese 800 Jahre alten Handabdrücke. So geschah es oft während eines der Stammestreffen, einem „wau pau“, wenn die Menschen feierten, beteten und ihr bestes Gewand trugen und mit Handabdrücken zu Ausdruck brachten, dass hier Menschen leben, die weise sind und Verantwortung für die Gemeinschaft tragen, aber auch tapfer sind im Kampf.
Aufnahmetechnik: CANON 7D Mark II aus der Hand, 300 mm Optik mit aktiviertem Stabilisator, Belichtung: 1/125 Sekunde bei Blende 8 und 2 seitlichen und entfesselten Aufhellblitzen, wolkenloser Himmel bei tief stehender Sonne, Farbtemperatur manuell angepasst, weiße Flächen rund um den Handabdruck zusätzlich aufgehellt, Sättigung angehoben und beschnitten.

 

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Kalender 2020 – Ancestral Puebloans – März

Kalender2020-03

subject: Ceremonial Cave, Frijoles Canyon, Bandalier National Monument, New Mexico (photographer: Arpad Kunzfeld, 2019)


Wohnhöhlen in Felswänden und ganze unterirdische Siedlungen kennen wir von vielen Orten der Erde, denken wir nur beispielsweise an die Wohnhöhlen des türkischen Kappadokien. Aber auch die Indianer Nordamerikas verwendete Felshöhlen zum Wohnen, aber auch Lebensmitteln wurden in den von außen schwer zugänglichen Felslöchern gelagert, waren sie dort sicher vor Mäusen und Feuchtigkeit. Das Bandalier National Monument, ist einer dieser besonderen Orte im amerikanischen Südwesten, liegt der kleine und bei uns unbekannte Park vor den Toren von Santa Fe und ist in einer Stunde von der Hauptstadt New Mexicos zu erreichen. Neben Häusern aus dem 12.Jahrhundert, religiösen Versammlungsorten, den Kivas und vielen Felszeichnungen sind es hier die Felshöhlen, die diesen Park so einzigartig machen und die die Touristen erkunden können. Für uns Fotografen waren teilweise die engen Fels-Pfade, Leitern und eine Art von Einbahnsystem eine Herausforderung, um trotz der relativ vielen Besucher fotografieren zu können. Und obwohl wir dort unsere Stative oftmals den Touristen-Strom blockierend platzierten, waren wir von der Geduld der Besucher überrascht, die warteten, bis wir unsere Aufnahmen „im Kasten“ hatten.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR am Stativ, 17 mm Tilt-Shift-Optik, Optik nach oben „geshiftet“, Belichtung: 1/40 Sekunde bei Blende 11, wolkenloser Himmel bei tief stehender Sonne, Farbtemperatur manuell angepasst, dunkle Bildbereiche aufgehellt, Sättigung angehoben und einige störende Bildelemente eliminiert.

 

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Kalender 2020 – Ancestral Puebloans – Februar

Kalender2020-02

subject: Holly Tower, Keeley Canyon, Hovenweep National Park, Utah bzw. Colorado (photographer: Arpad Kunzfeld, 2019)


An der Grenze zwischen den beiden US-Bundesstaaten Utah und Colorado gelegen und nur wenige Zehnerkilometer vom „Four Corners Monument“ entfernt, ist der Keeley Canyon mit dem Holly Tower ein wenig besuchter Teil des Hovenweep National Parkes. Der Turm selbst erinnert sehr stark an die unsrigen mittelalterlichen Wohntürme, sind sowohl diese Türme hier in Colorado, als auch unsere heimischen Bauwerke ungefähr zur selben Zeit entstanden. In diversen Büchern abgelichtet, zählen die Gebäude in diesem Teil des Hovenweep National Parkes zu den Bemerkenswertesten des gesamten amerikanischen Südwesten. Nachdem die letzten Pueblo-Indianer diese Gegenden verließen, begannen die Gebäudestrukturen zu verfallen, denn die nachrückenden nomadischen Indianerstämme bewohnten hauptsächlich ihre mobilen Zelte.
Aufnahmetechnik: CANON 5DSR am Stativ, 45 mm Tilt-Shift-Optik, Optik nach unten „geshiftet“, Lee-Polfilter, Belichtung: 1/40 Sekunde bei Blende 11, wolkenloser Himmel bei tief stehender Sonne, Farbtemperatur manuell angepasst, dunkle Bildbereiche aufgehellt, Sättigung angehoben.

 

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Kalender 2020 – Ancestral Puebloans – Januar

Kalender2020-01

subject: House of Many Windows, Mesa Verde National Park, Colorado (photographer: Marina Kunzfeld, 2019)


Im südlichen Teil des amerikanischen Bundesstaates Colorado gelegen, ist der Mesa Verde National Park der weltweit bekannteste Ort für indianische Pueblos. Das mit seinen Steilwänden und tiefen Schluchten nur schwer zugängliche Gebiet ist weit mehr als 2000 Jahre besiedelt und heute jedoch touristisch voll erschlossen. So durchziehen asphaltierte Straßen den Nationalpark und ausgewiesene Wanderwege erlauben den Zustieg zu einigen ausgewählten indianischen Ruinen. Neben dem weltweit bekannten „Cliff Pallace“ und dem „Balcony House“, gibt es eine Reihe von weniger bekannten Pueblos, die Mitten in die Felswände gebaut wurden. Das „House of many Windows“ ist eines dieser Bauwerke, das wenig beachtet, nur aus der Entfernung bewundert werden kann, zu schwierig wäre ein Zustieg zu den Ruinen. Wer dieses Gebäude fotografieren möchte, der benötigt lange Brennweiten, um die fast einen halben Kilometer entfernten Ruinen formatfüllend ablichten zu können.
Aufnahmetechnik: CANON 7D Mark II, Freihand, Optik: 450 mm (auf Vollformat umgerechnet), Hoya-Polfilter, Belichtung: 1/250 Sekunde bei Blende 5,6, wolkenloser Himmel, kein direktes Sonnenlicht, Farbtemperatur manuell angepasst, dunkle Bildbereiche aufgehellt, Sättigung angehoben.

 

content and image: copyright by Marina and Arpad Kunzfeld, book-and-picture